30-seitiges Positionspapier
Polizisten wollen mehr Unterstützung gegen Clankriminalität

Berlin (dpa) - Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert, bei der Bekämpfung von Clankriminalität den Verfassungsschutz einzuschalten.

Sonntag, 07.04.2019, 11:38 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 11:40 Uhr
Clankriminalität ist vor allem in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ein Problem. Foto: Carsten Rehder

Berlin und andere betroffene Bundesländer sollten die Beobachtung und Bekämpfung von Organisierter Kriminalität «zusätzlich in die Aufgabenfelder der Verfassungsschutzämter einbeziehen», schlägt der BDK Bundesvorstand in einem 30-seitigen Positionspapier vor. Zuerst hatte die « Welt am Sonntag » darüber berichtet.

Das Verhalten krimineller Großfamilien sei ein «Paradebeispiel für misslungene Integration», heißt es in dem Papier «Clankriminalität bekämpfen: strategische Ausrichtung – nachhaltige Erfolge». Es gehe jedoch um eine grundsätzliche Verbesserung bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität, «das umfasst nicht nur Clans», sagte der BDK-Vorsitzende Sebastian Fiedler der Deutschen Presse-Agentur. Eine Aufweichung der verschiedenen Befugnisse von Geheimdiensten und Polizei sei damit «ausdrücklich nicht verbunden».

In Berlin versuchten kriminelle Großfamilien, die Sicherheitskräfte einzuschüchtern. «Reifen von Dienst- und Privatfahrzeugen wurden aufgeschlitzt.» » In den vergangenen Wochen hatte die Berliner Polizei zusammen mit den Bezirksämtern immer wieder Großkontrollen im Umfeld von Shisha-Bars durchgeführt.

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