Politik

Michael Muhle ist Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Seppenrade.

Freitag, 16.08.2019, 08:00 Uhr

Wie sieht es in Seppenrade mit dem Mais aus?

Michael Muhle : Wir haben hier sehr sandige Böden und viele Schweine haltende Betriebe, die brauchen den Maiskolben als Futtergrundlage. Im Mai war noch sehr viel Regen, da konnte sich der Mais sehr gut entwickeln. Aber zur Blüte hin blieb er aus, das war die entscheidende Phase. Wenn der Regen zur Kolbenbildung ausbliebt, haben wir keine Chance. Es gibt hier Flächen mit bis zu 75 Prozent Ertragseinbußen.

Das war jetzt der zweite Sommer in Folge, in dem es so trocken war. Denken Sie über Alternativen zu Mais nach?

Muhle: Das tun wir auf jeden Fall. Es gibt trockentolerante, frühreife Maissorten. Die sind momentan sehr beliebt und wurden in diesem Jahr schon angebaut als Reaktion auf die Trockenheit im vergangenen Sommer, als erste Maßnahme. Die Dichte der Pflanzen auf dem Feld wurde vielerorts schon runtergefahren, das haben in Seppenrade auch viele Kollegen gemacht. Getreide ist eine Alternative. Es wird im Herbst ausgesät und zehrt im Frühjahr, wenn es wächst, dann von den Niederschlägen während des Winters. Vorteil ist auch, dass Getreide früher abreift, vor der Trockenzeit des Sommers.

Gibt es noch andere Möglichkeiten, wie ein Landwirt da entgegen wirken kann?

Muhle: Ja, durch wassersparende Bodenbearbeitung. Wenn man den Boden wendend bearbeitet, also ihn mit dem Pflug komplett umdreht, erwärmt man dadurch den Boden und bringt Luft rein für die Bodenlebewesen. Allerdings verliert der Boden durch das Verfahren viel Wasser. Deshalb arbeiten viele Landwirte jetzt nicht wendend. Da wird der Boden gelockert und eingeebnet statt komplett gewendet. hri

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