Kino-Kritik
„Your Name“: Anime-Hit mit Tiefgang

In Japan hat sich „Your Name“ zum absoluten Megahit entwickelt: Es ist dort der erfolgreichste Animationsfilm seit „Chihiros Reise ins Zauberland“. 

Freitag, 12.01.2018, 11:01 Uhr

Taki und Mitsusha tauschen die Körper.
Taki und Mitsusha tauschen die Körper. Foto: dpa

Bei uns kommt er nur für ausgesuchte „Anime Nights“ in die Kinos: „Your Name“ läuft noch am Sonntag um 17.30 Uhr und ist den Besuch auf jeden Fall wert. Regisseur Makoto Shinkai setzt darin seinen eigenen Manga um und schafft eine dieser alltagsmagischen Erfahrungen, die man aus den gefeierten Produktionen des leider in Rente gegangenen Hayao Miyazaki kennt.

Die Geschichte beginnt im Hier und Jetzt, kreist um Nöte und Themen zweier Teenager und nimmt dann die Ausfahrt in eine Welt aus Fantasy und weltenstürzlerischer Apokalyptik. Das Mädchen Mitsusha wächst auf dem Land auf, in den Bergen Japans, mitten in der Natur. Stadtjunge Taki lebt im 14-Millionen-Moloch Tokio. Eines Tages beginnen sie, sich tageweise im Körper des jeweils anderen wiederzufinden: Aus der Perspektive des anderen versuchen sie einander (und sich selbst) zu finden, bis sie eine verblüffende Entdeckung machen, die die Grenze zwischen Raum und Zeit ad absurdum führt.

Von der Körpertausch- und Genderkomödie zum Endzeit-Abenteuer, vom leichten Sound zur großen Dringlichkeit: Shinkai kriegt es hin. Sehenswert.

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