Kino-Kritik
„Eine bretonische Liebe“: Bewegt

Ein 45-jähriger Witwer (François Damiens) und Bombenentschärfer mit schwangerer Tochter (Alice de Lencquesaing) erfährt, dass sein Vater (Guy Marchand) nicht sein biologischer Vater ist. 

Freitag, 22.12.2017, 10:12 Uhr

Sind sie Geschwister? Erwan (François Damiens) liebt Anna (Cécile de France).
Sind sie Geschwister? Erwan (François Damiens) liebt Anna (Cécile de France). Foto: dpa

Er sucht den Mann, der sein „echter“ Vater sein könnte, und trifft auf den 70-jährigen Joseph ( André Wilms , aus Kaurismäki-Filmen), der eine hübsche Tochter, die coole Ärztin Anna (Cécile de France) hat, in die er sich verliebt. Aber darf man sich in seine Schwester verlieben? Und: Ist sie wirklich seine Schwester?

Mit etwas komplizierten, aber leichtfüßig durchdeklinierten Vater-Sohn-Problemen und Liebeswehen kommt die französische Tragikomödie „Eine bretonische Liebe“ der Regisseurin Carine Tardieu („Die Pusteblumen“) nach dem Start mit einem Gen-Test berührend und humorvoll ans hoffnungsvolle Ziel. Was an den wunderbaren Schauspielern liegt, die sich harmonisch in einem Ensemblespiel ergänzen, das elegant von Erinnerungen und Familienwirren fabuliert und seinem Originaltitel („Gestatten Sie mir einen Zweifel?“) auf skurrile Weise gerecht wird. Sehenswert. 

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