Tatort aus Bremen
"Wo ist nur mein Schatz geblieben?"

Bremen -

Es ist das Ende einer Ära: Mehr als 18 Jahre waren Sabine Postel und Oliver Mommsen gemeinsam als Bremer Ermittler-Duo im Einsatz. Ihr 34. gemeinsamer Fall wird ihr letzter sein - und eine echte Herausforderung.

Montag, 22.04.2019, 00:01 Uhr aktualisiert: 23.04.2019, 09:31 Uhr
Die Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) wagen einen Tandem-Fallschirmsprung aus tausenden Meter Höhe in dieser Szene aus dem TV-Krimi "Tatort - "Wo ist nur mein Schatz geblieben?", der am Ostermontag (22.April 2019) um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wurde. Foto: Christine Schroeder

Die erste Filmminute - und schon liegt ihnen die ganze Welt zu Füßen. Zum Auftakt ihrer letzten gemeinsamen "Tatort"-Folge wagt das Bremer Ermittlerduo Inga Lürsen ( Sabine Postel ) und Nils Stedefreund ( Oliver Mommsen ) einen Tandem-Fallschirmsprung aus Tausenden Meter Höhe.

"Es ist nur der erste Schritt. Danach ist alles ganz toll", versichert Stedefreund seiner skeptisch schauenden Kollegin. Nach 34 Kriminalfällen, so scheint es, bleibt den beiden nur noch der freie Fall ins Ungewisse - und was kommt dann?

Auch im echten Leben haben Sabine Postel und Oliver Mommsen den Absprung gewagt: Nach 18 gemeinsamen Dienstjahren machen die zwei "Tatort"-Urgesteine Schluss mit ihren Ermittlungen. "Als Schnüffler werden wir jetzt erstmal getrennt", sagt Mommsen leicht wehmütig in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur . "Natürlich kann man nie mit absoluter Sicherheit wissen, ob es auch die richtige Entscheidung war", fügt Postel mit einem Lachen hinzu, die 1997 ihren ersten "Tatort"-Einsatz an der Seite von Rufus Beck hatte.

Netz aus Korruption, Drogenhandel und Erpressung 

Von Zweifeln oder gar Wehmutsgefühlen ist in der neuen Folge "Wo ist nur mein Schatz geblieben?", die das Erste am Ostermontag (22. April) ab 20.15 Uhr zeigte, zunächst noch keine Spur. Kaum am Boden der Tatsachen angekommen, stürzt sich das Duo voller Tatendrang in einen neuen Fall.

Bremen-Tatort: Wo ist nur mein Schatz geblieben?

1/20
  • 1_Tatort_Wo_ist_nur_mein_Schatz_geblieben

    Durch Zufall entdecken Bauarbeiter die unter einer Straße verborgene Leiche einer Frau. Bei den Mordermittlungen stechen die Bremer Ermittler Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) in ein feingewebtes Netz aus Korruption und illegalen Geldgeschäften. „Sprich mit mir!“ Stedefreund scheint wichtige Informationen für sich zu behalten. Die Situation eskaliert.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Durch Zufall wird bei Bauarbeiten unter einer Straße die Leiche einer Frau gefunden. (v.l.: Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Rechtsmediziner Dr. Katzmann (Matthias Brenner))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  •  Ist der Fall tatsächlich Angelegenheit des BKA? Die Bremer Hauptkommissare sind skeptisch. (v.l.: Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), BKA-Ermittler Maller (Robert Hunger-Bühl), BKA-Ermittler Kempf (Philipp Hochmair))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Der Mageninhalt der Toten liefert dem Bremer Ermittlungsteam Hinweise auf den Todeszeitpunkt. (v.l.: Rechtsmediziner Dr. Katzmann (Matthias Brenner), Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Mit fragwürdigen Methoden versuchen die BKA-Ermittler Kempf und Maller die Mordermittlungen zu verhindern. (v.l.: BKA-Ermittler Kempf (Philipp Hochmair) und Maller (Robert Hunger-Bühler), Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Im richtigen Moment zur Stelle: BKA-Ermittlerin Linda Selb. (v.l.: BKA-Ermittlerin Linda Selb (Luise Wolfram), Roger Stahl (Kostja Ullmann); im Hintergrund: Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Ein gutes Team bis zum Schluss: Die Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen).

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Wem kann sie noch trauen? Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) beobachtet ihren Kollegen Stedefreund.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen) droht, innerlich zu zerbrechen.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Roger Stahl (Kostja Ullmann) steht mit der Immobilienentwicklungsfirma im Visier des BKA und gerät zunehmend unter Druck.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Die BKA-Ermittlerin Linda Selb (links Luise Wolfram) wird von Haupt-kommissarin Inga Lürsen (rechts Sabine Postel) ins Vertrauen gezogen.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Helen Reinders (Camilla Renschke), Kommissarin vom Dienst, versucht zu klären, ob die Bremer Mordkommission oder das BKA für den Fall zuständig ist.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Das Bremer Team nimmt seine Ermittlungen auf. (v.l.: Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Rechtsmediziner Dr. Katzmann (Matthias Brenner))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Die Beziehung der Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) wird auf eine harte Probe gestellt.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Im Einsatz: Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) und Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen).

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Hält Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen) wichtige Informationen zurück?

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  •  Eine Frau ist ermordet worden, das BKA ermittelt in Sachen Korruption und die Mordkommission soll sich raushalten? Der Fall wirft Fragen auf. (v.l.: Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Kommissarin vom Dienst (Camilla Renschke))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Erst ein Autounfall bringt Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen) zum Reden.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Nach einem heimlichen Treffen mit den BKA-Kollegen stellt Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) Kollege Stedefreund (Oliver Mommsen) zur Rede.

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder
  • Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) unterbricht ein heimliches Treffen zwischen Hauptkommissar Stedefreund und den BKA-Ermittlern. (im Auto v.l.: BKA-Ermittler Maller (Robert Hunger-Bühler), Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen))

    Foto: Radio Bremen/ARD Degeto/Christine Schroeder

Die Leiche einer jungen Frau, die bei Asphaltarbeiten entdeckt wird, führt die Bremer Kommissare zu einer Firma, die im Visier der zwielichtigen BKA-Beamten Maller (Robert Hunger-Bühler) und Kempf (Philipp Hochmair) steht. Was zunächst nach einem gewöhnlichen Mordfall aussieht, entpuppt sich schnell als gefährlicher Drahtseilakt. "Es stellt sich die Frage: Wie weit kannst du als Ermittler eine saubere Weste behalten, wenn du selbst die ganze Zeit im Dreck schnüffelst?", sagt Mommsen.

Während Lürsen und Stedefreund immer tiefer in ein Netz aus Korruption, Drogenhandel und Erpressung eintauchen, werden sie von einem Schatten aus Stedefreunds Vergangenheit eingeholt. Und dadurch gerät nicht nur der Ermittlungserfolg, sondern auch das Leben der Ermittler in akute Gefahr.

Atmosphärisches Bilderspektakel

"Unsere letzte Folge hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Die Beziehung der beiden, die schließlich jahrelang von bedingungsloser Loyalität geprägt war, wird auf einmal komplett hinterfragt", verrät Sabine Postel. Und eines wird auch dem Zuschauer schnell klar: Stedefreund weiß mehr, als er preisgibt. "Nicht jede Wahrheit muss ans Licht", sagt der Kommissar an einer Stelle im Film. "Diese schon", erwidert seine Kollegin.

Tatort 2019: Ein Überblick über alle Teams

1/22
  • Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Foto: Anke Neugebauer
  • Ballauf und Schenk (KÖLN): Die Hauptkommissare Max Ballauf und Freddy Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) sorgen stets für gute Einschaltquoten. Drei Fälle gibt es wieder laut WDR. Los geht es mit dem Fall „Weiter, immer weiter“ am 6. Januar, der mit einem tödlichen Straßenbahnunfall beginnt. Oder war die russische Mafia im Spiel?

    Foto: Martin Valentin Menke
  • Eisner und Fellner (WIEN): Beim Austro-„Tatort“ werden pro Jahr abwechselnd zwei oder drei Filme gezeigt, 2019 sollen es laut ORF wieder drei sein. Los geht es mit dem Fall „Wahre Lügen“ (13. Januar), in dem im Wolfgangsee eine erschossene deutsche Journalistin gefunden wird, die zuletzt an einer Geschichte über illegale Waffengeschäfte arbeitete. Es ist der 20. Fall mit Adele Neuhauser, die seit 2011 an der Seite von Harald Krassnitzer mitspielt. Krassnitzer als Moritz Eisner ist jetzt schon 20 Jahre dabei.

    Foto: Hubert Mican
  • Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak (DORTMUND): Vom Ruhrgebietskrimi mit den Schauspielern Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel und Rick Okon gibt es wieder zwei Krimis, laut WDR beide wohl in der ersten Jahreshälfte. Im ersten Fall mit dem Titel „Zorn“ (20. Januar) geht es um einen erschossenen früheren Bergmann. Im anderen Fall nehmen die Kommissare Ermittlungen in einer Klinik auf, nachdem eine Ärztin dort in der Notaufnahme unter einer Plastiktüte erstickte.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Stellbrink und Marx (SAARBRÜCKEN): Devid Striesow als Ermittler Jens Stellbrink hört auf. Der achte und letzte Fall namens „Der Pakt“ kommt am 27. Januar. Ein neues saarländisches Team mit fünf Ermittlern ist laut SR in Arbeit und soll „spätestens Mitte März“ vorgestellt werden.

    Foto: Manuela Meyer
  • Lindholm (HANNOVER): Maria Furtwänglers Figur wird strafversetzt vom LKA in Hannover zur Polizei in Göttingen. In den nächsten Krimis spielt Florence Kasumba mit, die auch schon in Hollywood im Actionfilm „Black Panther“ mitwirkte. Spät, aber immerhin: PoC-Power (People of Color) im beliebtesten TV-Format Deutschlands. Einstand der neuen Figur Anaïs Schmitz ist laut NDR am 3. Februar.

    Foto: NDR
  • Murot (WIESBADEN): Der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur kommt laut HR wahrscheinlich am 17. Februar. In „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann (Anspielung auf die US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993, mit Bill Murray) durchlebt der Ermittler einen Tag mehrere Male. Der Film gewann schon vor TV-Ausstrahlung den Filmkunstpreis beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen.

    Foto: Boris Roessler
  • Thiel und Boerne (MÜNSTER): Fans des beliebtesten „Tatort“-Teams - Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) - mussten sich 2018 mit nur einem einzigen Fall begnügen. 2019 soll es aber sogar drei neue Münster-Krimis geben, wie es vom WDR heißt: „einer voraussichtlich im März und zwei im Herbst/Winter“. In einem der Krimis wird morgens eine Tote gefunden, die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) zum Verwechseln ähnlich sieht. Außerdem gibt es einen Film, der in der Weihnachtszeit spielt.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Lürsen und Stedefreund (BREMEN): Die Schauspielerin Sabine Postel und ihr Kollege Oliver Mommsen hören auf. Postel ist nach 21 Jahren recht offen und kritisierte in der Programmzeitschrift „Auf einen Blick“ die hohe Ermittlerzahl beim „Tatort“: „Heute will offenbar fast jede Stadt ein Ermittlerpaar haben. Das finde ich problematisch.“ Der Abschiedsfilm von Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund, „Wo ist nur mein Schatz geblieben?“, wird laut Radio Bremen wahrscheinlich „im ersten Quartal“ gesendet. Bis ein neues Team verkündet wird, brauche es „noch ein bisschen Zeit“.

    Foto: Christine Schröder
  • Janneke und Brix (FRANKFURT): Das Schauspielerduo Margarita Broich und Wolfram Koch ermittelt in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines TV-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Der Film „Das Monster von Kassel“ kommt laut HR wohl Anfang April.

    Foto: Bettina Müller
  • Rubin und Karow (BERLIN): Das Hauptstadt-Team Rubin und Karow (Meret Becker und Mark Waschke) soll einmal im Frühjahr und einmal im Spätherbst zu sehen sein, wie es vom RBB heißt. Im einen Fall („Der gute Weg“) wird ausgerechnet Rubins Sohn Tolja (Jonas Hämmerle) in eine Schießerei involviert, als er gerade ein Praktikum bei der Streife absolviert. Im anderen Fall („Das Leben nach dem Tod“) wird ausgerechnet ein rätselhafter Nachbar von Karow tot aufgefunden.

    Foto: Gordon Muehle
  • Winkler, Gorniak und Schnabel (DRESDEN): Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels bekommen Karin Hanczewski und Martin Brambach die 31 Jahre alte Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler an ihre Seite. In ihrem ersten Fall wird ein Serienmörder gejagt.

    Foto: Monika Skolimowska
  • Berg und Tobler (SCHWARZWALD): Nachdem beim dritten Schwarzwald-„Tatort“ Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei sein konnte, ist er beim Film Nummer vier 2019 wieder an Bord. Der Film „Für immer und dich“ kommt laut SWR „im ersten Halbjahr“.

    Foto: Alexander Kluge
  • Flückiger und Ritschard (LUZERN): In Luzern ist Zeit des Abschieds. Noch zwei Filme des aktuellen Teams kommen - im Frühjahr und im Herbst. Dann ist nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss. Neue „Tatort“-Stadt wird ab Herbst 2020 Zürich. Verkündet wird das neue Züri-Team wahrscheinlich Anfang 2019, gedreht wird aber laut Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) erst Ende 2019 und Anfang 2020.

    Foto: Daniel Winkler
  • Batic und Leitmayr (MÜNCHEN): Die ergrauten Quotengaranten vom BR, Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, kommen wieder mit drei Fällen. Im Film „Die ewige Welle“ ermitteln sie zum Beispiel an der bekannten Eisbach-Welle im Englischen Garten, im Krimi „One Way Ticket“ geht es um eine Schmugglerbande, die mit harmlos wirkenden Rentnern operiert.

    Foto: Hendrik Heiden
  • Voss, Ringelhahn, Goldwasser, Fleischer und Schatz (FRANKEN): Das seit 2015 einmal jährlich im Frühling ermittelnde BR-Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) hat es diesmal mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Gedreht wurde „Ein Tag wie jeder andere“ auch im Wagner-Festspielhaus.

    Foto: ARD
  • Falke und Grosz (HAMBURG/NORDDEUTSCHLAND): „Voraussichtlich im Frühjahr und am Ende des Jahres“ kommen laut NDR zwei Hamburger Fälle mit den Schauspielern Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz. In einem der Krimis schießt ein Heckenschütze auf einem Autohof auf einen Lkw-Fahrer und flieht unerkannt.

    Foto: Christine Schroeder
  • Borowski und Sahin (KIEL): Der Schleswig-Holstein-„Tatort“ mit Axel Milberg und Almila Bagriacik ist 2019 laut NDR nur einmal zu sehen, „im Frühjahr“, wie es heißt. Zwei Krimis seien „aus programmplanerischen Gründen leider nicht zu realisieren“.

    Foto: ARD/NDR
  • Lannert und Bootz (STUTTGART): Zwei Fälle aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt stehen an. Im einen Fall verdächtigen die beiden Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz (Richy Müller und Felix Klare) eine Altenpflegerin, Patienten umgebracht zu haben („Anne und der Tod“). Im zweiten Fall „Hüter der Schwelle“, inszeniert von Piotr Lewandowski („Götter wie wir“), geht es um einen mutmaßlichen Ritualmord auf einem Bergplateau vor den Toren Stuttgarts.

    Foto: Lino Mirgeler
  • Odenthal und Stern (LUDWIGSHAFEN): 2019 ist Ulrike Folkerts als dienstälteste Kommissarin Lena Odenthal 30 Jahre beim „Tatort“ dabei. Erst kommt ein Fall mit dem Titel „Maleficius“. Zum Jubiläum im Herbst gibt es dann einen Film, der noch gedreht werden muss. Laut SWR nimmt er auf den dritten Fall der Kommissarin aus dem Jahr 1991 Bezug: „Tod im Häcksler“. Ben Becker, der darin einen Polizeimeister namens Stefan Tries spielte, soll auch wieder dabei sein. Der Film damals (Regie: Nico Hofmann) führte zu Protesten, weil sich Pfälzer als arg provinziell dargestellt sahen.

    Foto: Sabine Hackenberg
  • Berlinger: Unklar ist, ob und wie es mit Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) weitergeht, nachdem sie bislang zweimal als Oster-Special (Ostermontag) lief - einmal 2016 („Fünf Minuten Himmel“ in Freiburg) und einmal 2018 („Zeit der Frösche“ in Mainz). „Momentan sind keine Folgen konkret in Planung“, heißt es vom SWR.

    Foto: Ziegler Film
  • Tschiller und Gümer (HAMBURG): Auch wenn es quotenmäßig zuletzt für Til Schweiger schlecht lief, geht es weiter. Allerdings nicht mehr mit Regisseur Christian Alvart und Autor Christoph Darnstädt, sondern mit Eoin Moore als Regisseur sowie Anika Wangard und Eoin Moore als Drehbuchautoren. Sie machten schon mehrmals den Rostocker „Polizeiruf 110“, den Schweiger eh für den besten „Tatort“ hält. „Geplant ist der Dreh für 2019, die Ausstrahlung ist 2020 angestrebt.“

    Foto: Gordon Timpen

Den Weg zu dieser Wahrheit inszeniert Regisseur Florian Baxmeyer, der zusammen mit Michael Comtesse auch das Drehbuch geschrieben hat, in einem eng getakteten, atmosphärischen Bilderspektakel, das dem Zuschauer nur selten Zeit zum Verschnaufen lässt. "Da haben die echt noch mal das große Besteck rausgeholt. Zum Schluss noch mal tief in die Tasche gegriffen, ein paar Euro mehr ausgegeben und uns den ganz großen Abenteuerspielplatz geschaffen», sagt Oliver Mommsen.

"Tschüssikowski"

Florian Baxmeyer war es schließlich auch, der entscheiden durfte, wie genau es mit den beiden Alt-Kommissaren in der Serie zu Ende gehen sollte. "Florian hat bei uns mit die schönsten 'Tatorte' gemacht. Wenn der sich hinsetzt und sich vornimmt, ein großartiges Ende zu schreiben, dann schafft er das auch", sagt Sabine Postel.

Ein Blick zu ihrem Serienkollegen bestätigt ihr Urteil: "Ich war auf alles vorbereitet. Auf ein kurzes Nicken, ein 'Tschüssikowski', ein einfaches Winken in die Kamera. Aber natürlich hatte ich schon auf die große Oper gehofft - und wurde nicht enttäuscht", sagt Mommsen.

Wer als Nachfolger für das Bremer Team in Zukunft auf Verbrecherjagd gehen wird, ist noch nicht bekannt. Der nächste Bremer "Tatort"-Dreh ist nach Angaben eines Sendersprechers für Anfang 2020 geplant.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6557612?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819674%2F
Wenn Tische zu Tanzflächen werden
37. Auflage von „Altstadt live“: Wenn Tische zu Tanzflächen werden
Nachrichten-Ticker