„Tatort“-Vorschau
„Borowski und das Glück der Anderen“ - Neid als Mordmotiv

Kiel -

Sind Sie neidisch auf Nachbarn oder Arbeitskollegen? Vorsicht, es könnte ein Motiv für einen Mord werden. Der schräge „Tatort“-Krimi „Borowski und das Glück der Anderen“ wird zur Sozial- und Psychostudie über ein allzu menschliches Phänomen.

Sonntag, 03.03.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 16:18 Uhr
Almila Bagriacik (Mila Sahin) und Axel Milberg (Klaus Borowski) in "Borowski und das Glück der Anderen", am Sonntag (03.03.19) um 20:15 Uhr im ERSTEN. Foto: NDR/Christine Schroeder

In den meisten Krimis erfährt der Zuschauer erst zum Schluss, wer der Mörder ist. In „ Borowski und das Glück der Anderen“ ist das anders. Mit sieben Schüssen wird ein smarter, gut aussehender Mann in Designerklamotten in seiner Villa erschossen, er spuckt Blut in Fontänen, bevor er stirbt. Die Kamera zeigt, wie Peggy schießt.

Sie ist die Nachbarin, wohnt gegenüber, Kassiererin von Beruf - und aus Neid in die Villa eingebrochen, auf der Suche nach dem Jackpot-Los, das 14,2 Millionen Euro Gewinn bedeutet.„Die Spannung entsteht nicht durch die Suche nach dem Mörder, sondern sie liegt in der Betrachtung des Umfelds und der menschlichen Schicksale“, sagt Regisseur Andreas Kleinert in einem Interview in der Pressemappe zum „Tatort“, der am Sonntag (3. März, 20.15 Uhr) im Ersten zu sehen ist.

Motiv: Unzufriedenheit

Der Krimi zeigt zum Anfang einen Blick von oben auf die adrette Wohnsiedlung, um sich dann dem Schicksal der Menschen zu nähern. In ihrem Zuhause dreht Kassiererin Peggy (ausdrucksstark Katrin Wichmann) durch. Mit einem Benzin-Rasenmäher fährt die Berserkerin durch ihr Wohnzimmer und zerstört es - wie zuvor ihr Leben und ihr kleines Glück, das sie zuletzt nicht mehr so empfunden hatte.In Rückblenden wird die Unzufriedenheit von Peggy entfaltet. Ihr Mann Micha, ein in sich ruhender Elektriker (sympathisch prollig Aljoscha Stadelmann), der gern zur Bierdose greift, fern sieht und zufrieden ist mit seinem Leben, ist ihr nicht mehr genug. „Wir sind glücklich, oder? Wir haben alles, was wir brauchen, oder?“, zweifelt Peggy. „Mehr wäre unanständig“, antwortet Micha.

Tatort: "Borowski und das Glück der Anderen"

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    Die Schauspieler Almila Bagriacik (links) und Axel Milberg stehen vor einem Drehort für den Kieler "Tatort - Borowski und das Glück der anderen"

    Foto: Christophe Gateau / dpa
  • Axel Milberg ist Klaus Borowski.

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Anja Antonowicz als Gerichtsmedizinerin Kroll.

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Borowski (Axel Milberg mit Rike Schäffer und Stephan Möller-Titel) gibt alles, um Mila Sahin (Almila Bagriacik, r.) eine Wohnung zu verschaffen.

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Borowski (Axel Milberg) hat einen Verdacht.

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  • Im Shopping-Himmel: Peggy Stresemann (Katrin Wichmann).

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  •  Katrin Wichmann ist Peggy Stresemann.

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  • Keine Gnade für Lottogewinner: Peggy Stresemann (Katrin Wichmann).

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  • Kommissar Borowski (Axel Milberg) auf Beobachtungsposten.

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  •  Komissar Klaus Borowski (Axel Milberg) und Kollegin Mila Sahin (Almila Bagriacik).

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  • Kommissar Borowski (Axel Milberg) mit Peggy Stresemann (Katrin Wichmann) ist dem Ziel nah.

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  • Kommissar Borowski (Axel Milberg) verfolgt Peggys Shoppingtour mit Argwohn.

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  • Mila Sahin (Almila Bagriacik) hat noch ihre Probleme mit der Telefonanlage. Da hilft Chef Roland Schladitz (Thomas Kügel) doch gern!

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Mila Sahin (Almila Bagriacik) und Klaus Borowski (Axel Milberg) auf Zeugensuche.

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  •  Mitleid: Nichts liegt Peggy (Katrin Wichmann) ferner! (mit Sarah Hostettler, rechts)

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Peggy (Katrin Wichmann) spricht der Nachbarin ihr "Beileid" aus.

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  • Peggy (Katrin Wichmann) gehen die Nerven durch: Sie macht Kleinholz aus dem Wohnzimmer.

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  • Peggy (Katrin Wichmann) ist glücklich: Endlich ist das Glück auch einmal auf ihrer Seite!

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  • Renovierung des Kommissariats: Roland Schladitz (Thomas Kügel, r.) präsentiert Borowski (Axel Milberg) und Mila Sahin (Almila Bagriacik) stolz den Umbau.

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Sarah Hostettler ist Victoria Dell.

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  • Wo ist bloß die Quittung? Peggy (Katrin Wichmann) stellt das Haus der Nachbarn auf den Kopf.

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  • Stefanie Reinsperger als Ilona Schmidt.

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  • Thomas Kügel ist Roland Schladitz.

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  • Tobsuchtsanfall: Peggy (Katrin Wichmann).

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  • Victoria Dell (Sarah Hostettler) am Ende ihrer Kräfte.

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  • Was ist mit Milas (Almila Bagriacik) Auge passiert? Borowski (Axel Milberg) macht sich Sorgen.

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  •  Volkram Zschiesche ist Thomas Dell.

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  • Borowski (Axel Milberg) stattet Peggy Stresemann (Katrin Wichmann) einen Besuch im Supermarkt ab.

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  •  Borowski (Axel Milberg) lässt sich von Gerichtsmedizinerin Kroll (Anja Antonowicz) "erschießen".

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Vom Neid zerfressen: Peggy (Katrin Wichmann) gönnt Nachbarin Victoria ihr Glück nicht.

    Foto: NDR/Christine Schroeder

Zuvor hatte Peggy durchs Fenster gesehen, wie die Nachbarn gegenüber während der Ziehung der Lottozahlen jubeln. Die haben den Jackpot gewonnen, ist sich Peggy sicher. Ihr Frust steigt, als die elegant-kühle Frau (gänsehaut-intensiv-unnahbar Sarah Hostettler) des Nachbarn Edelpralinen und Champagner kauft - und auf Treuepunkte als Bonus verzichten kann. Peggy fühlt sich nicht wahrgenommen. Später wird sie zu der Frau sagen: „Du hast mich nie gegrüßt, ich bin morgens wach, wenn du noch schläfst, ich räume die Regale für dich ein, ich sage danke, du kennst mich gar nicht.“ Gedemütigt fühlt sie sich auch von deren Mann, der sie beim Einbruch überrascht (widerlich arrogant Volkram Zschiesche) und damit zur Bluttat reizt.

Dynamisches Ermittlerduo

Im Gegensatz zum Zuschauer kennen Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) und seine junge Kollegin Mila Sahin (Almila Bagriacik) nicht die Hintergründe des Verbrechens. Milberg mimt Borowski wie eh und je mit lakonischem Humor, großer Ermittlererfahrung und zaudernd. Bagriacik übernimmt den Gegenpart - impulsiv, voreilig und zupackend. Das Ermittlerduo spielt sich in seiner zweiten „Tatort“-Episode immer besser aufeinander ein. Mit einem blauen Auge muss Sahin ermitteln. Die Neugierde Borowskis, woher es denn stammt, wird zunächst nur wortkarg beantwortet: Sie sei geschlagen worden, „private Geschichte“.

Skurrile, überzeichnete Szenen mit schwarzem Humor prägen diesen „Tatort“ in der für Regisseur Kleinert, der schon vier Mal den Adolf-Grimme-Preis erhielt, typischen Filmsprache. Etwa wenn Borowski die Erschießungsszene mit der Gerichtsmedizinerin mit aberwitzigen Dialogen nachspielt - und daneben auf dem Obduktionstisch die Leiche liegt, mit Pfeilen, die aus jedem Einschussloch ragen. Feinsinn fehlt auch nicht, etwa wenn Borowski auf die Frage, ob er glücklich sei, doppeldeutig antwortet: „Zum Glück fehlt mir die Frau.“

Für den Zuschauer wird nicht die Täterin überführt, sondern eine falsche Sicht darauf, was Glück bedeutet. „Menschen sind soziale Wesen und gerade der Vergleich mit anderen, der ständige Drang nach mehr Geld, Macht, Wachstum und Konsum macht vor allem eins: unglücklich“, sagt Moderator und Mediziner Eckart von Hirschhausen, der mal Pate der ARD-Themenwoche „Zum Glück“ war. Milberg betont: „Glücksberater sagen, vergleiche dich nicht!“

Tatort 2019: Ein Überblick über alle Teams

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  • Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Foto: Anke Neugebauer
  • Ballauf und Schenk (KÖLN): Die Hauptkommissare Max Ballauf und Freddy Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) sorgen stets für gute Einschaltquoten. Drei Fälle gibt es wieder laut WDR. Los geht es mit dem Fall „Weiter, immer weiter“ am 6. Januar, der mit einem tödlichen Straßenbahnunfall beginnt. Oder war die russische Mafia im Spiel?

    Foto: Martin Valentin Menke
  • Eisner und Fellner (WIEN): Beim Austro-„Tatort“ werden pro Jahr abwechselnd zwei oder drei Filme gezeigt, 2019 sollen es laut ORF wieder drei sein. Los geht es mit dem Fall „Wahre Lügen“ (13. Januar), in dem im Wolfgangsee eine erschossene deutsche Journalistin gefunden wird, die zuletzt an einer Geschichte über illegale Waffengeschäfte arbeitete. Es ist der 20. Fall mit Adele Neuhauser, die seit 2011 an der Seite von Harald Krassnitzer mitspielt. Krassnitzer als Moritz Eisner ist jetzt schon 20 Jahre dabei.

    Foto: Hubert Mican
  • Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak (DORTMUND): Vom Ruhrgebietskrimi mit den Schauspielern Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel und Rick Okon gibt es wieder zwei Krimis, laut WDR beide wohl in der ersten Jahreshälfte. Im ersten Fall mit dem Titel „Zorn“ (20. Januar) geht es um einen erschossenen früheren Bergmann. Im anderen Fall nehmen die Kommissare Ermittlungen in einer Klinik auf, nachdem eine Ärztin dort in der Notaufnahme unter einer Plastiktüte erstickte.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Stellbrink und Marx (SAARBRÜCKEN): Devid Striesow als Ermittler Jens Stellbrink hört auf. Der achte und letzte Fall namens „Der Pakt“ kommt am 27. Januar. Ein neues saarländisches Team mit fünf Ermittlern ist laut SR in Arbeit und soll „spätestens Mitte März“ vorgestellt werden.

    Foto: Manuela Meyer
  • Lindholm (HANNOVER): Maria Furtwänglers Figur wird strafversetzt vom LKA in Hannover zur Polizei in Göttingen. In den nächsten Krimis spielt Florence Kasumba mit, die auch schon in Hollywood im Actionfilm „Black Panther“ mitwirkte. Spät, aber immerhin: PoC-Power (People of Color) im beliebtesten TV-Format Deutschlands. Einstand der neuen Figur Anaïs Schmitz ist laut NDR am 3. Februar.

    Foto: NDR
  • Murot (WIESBADEN): Der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur kommt laut HR wahrscheinlich am 17. Februar. In „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann (Anspielung auf die US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993, mit Bill Murray) durchlebt der Ermittler einen Tag mehrere Male. Der Film gewann schon vor TV-Ausstrahlung den Filmkunstpreis beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen.

    Foto: Boris Roessler
  • Thiel und Boerne (MÜNSTER): Fans des beliebtesten „Tatort“-Teams - Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) - mussten sich 2018 mit nur einem einzigen Fall begnügen. 2019 soll es aber sogar drei neue Münster-Krimis geben, wie es vom WDR heißt: „einer voraussichtlich im März und zwei im Herbst/Winter“. In einem der Krimis wird morgens eine Tote gefunden, die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) zum Verwechseln ähnlich sieht. Außerdem gibt es einen Film, der in der Weihnachtszeit spielt.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Lürsen und Stedefreund (BREMEN): Die Schauspielerin Sabine Postel und ihr Kollege Oliver Mommsen hören auf. Postel ist nach 21 Jahren recht offen und kritisierte in der Programmzeitschrift „Auf einen Blick“ die hohe Ermittlerzahl beim „Tatort“: „Heute will offenbar fast jede Stadt ein Ermittlerpaar haben. Das finde ich problematisch.“ Der Abschiedsfilm von Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund, „Wo ist nur mein Schatz geblieben?“, wird laut Radio Bremen wahrscheinlich „im ersten Quartal“ gesendet. Bis ein neues Team verkündet wird, brauche es „noch ein bisschen Zeit“.

    Foto: Christine Schröder
  • Janneke und Brix (FRANKFURT): Das Schauspielerduo Margarita Broich und Wolfram Koch ermittelt in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines TV-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Der Film „Das Monster von Kassel“ kommt laut HR wohl Anfang April.

    Foto: Bettina Müller
  • Rubin und Karow (BERLIN): Das Hauptstadt-Team Rubin und Karow (Meret Becker und Mark Waschke) soll einmal im Frühjahr und einmal im Spätherbst zu sehen sein, wie es vom RBB heißt. Im einen Fall („Der gute Weg“) wird ausgerechnet Rubins Sohn Tolja (Jonas Hämmerle) in eine Schießerei involviert, als er gerade ein Praktikum bei der Streife absolviert. Im anderen Fall („Das Leben nach dem Tod“) wird ausgerechnet ein rätselhafter Nachbar von Karow tot aufgefunden.

    Foto: Gordon Muehle
  • Winkler, Gorniak und Schnabel (DRESDEN): Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels bekommen Karin Hanczewski und Martin Brambach die 31 Jahre alte Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler an ihre Seite. In ihrem ersten Fall wird ein Serienmörder gejagt.

    Foto: Monika Skolimowska
  • Berg und Tobler (SCHWARZWALD): Nachdem beim dritten Schwarzwald-„Tatort“ Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei sein konnte, ist er beim Film Nummer vier 2019 wieder an Bord. Der Film „Für immer und dich“ kommt laut SWR „im ersten Halbjahr“.

    Foto: Alexander Kluge
  • Flückiger und Ritschard (LUZERN): In Luzern ist Zeit des Abschieds. Noch zwei Filme des aktuellen Teams kommen - im Frühjahr und im Herbst. Dann ist nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss. Neue „Tatort“-Stadt wird ab Herbst 2020 Zürich. Verkündet wird das neue Züri-Team wahrscheinlich Anfang 2019, gedreht wird aber laut Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) erst Ende 2019 und Anfang 2020.

    Foto: Daniel Winkler
  • Batic und Leitmayr (MÜNCHEN): Die ergrauten Quotengaranten vom BR, Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, kommen wieder mit drei Fällen. Im Film „Die ewige Welle“ ermitteln sie zum Beispiel an der bekannten Eisbach-Welle im Englischen Garten, im Krimi „One Way Ticket“ geht es um eine Schmugglerbande, die mit harmlos wirkenden Rentnern operiert.

    Foto: Hendrik Heiden
  • Voss, Ringelhahn, Goldwasser, Fleischer und Schatz (FRANKEN): Das seit 2015 einmal jährlich im Frühling ermittelnde BR-Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) hat es diesmal mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Gedreht wurde „Ein Tag wie jeder andere“ auch im Wagner-Festspielhaus.

    Foto: ARD
  • Falke und Grosz (HAMBURG/NORDDEUTSCHLAND): „Voraussichtlich im Frühjahr und am Ende des Jahres“ kommen laut NDR zwei Hamburger Fälle mit den Schauspielern Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz. In einem der Krimis schießt ein Heckenschütze auf einem Autohof auf einen Lkw-Fahrer und flieht unerkannt.

    Foto: Christine Schroeder
  • Borowski und Sahin (KIEL): Der Schleswig-Holstein-„Tatort“ mit Axel Milberg und Almila Bagriacik ist 2019 laut NDR nur einmal zu sehen, „im Frühjahr“, wie es heißt. Zwei Krimis seien „aus programmplanerischen Gründen leider nicht zu realisieren“.

    Foto: ARD/NDR
  • Lannert und Bootz (STUTTGART): Zwei Fälle aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt stehen an. Im einen Fall verdächtigen die beiden Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz (Richy Müller und Felix Klare) eine Altenpflegerin, Patienten umgebracht zu haben („Anne und der Tod“). Im zweiten Fall „Hüter der Schwelle“, inszeniert von Piotr Lewandowski („Götter wie wir“), geht es um einen mutmaßlichen Ritualmord auf einem Bergplateau vor den Toren Stuttgarts.

    Foto: Lino Mirgeler
  • Odenthal und Stern (LUDWIGSHAFEN): 2019 ist Ulrike Folkerts als dienstälteste Kommissarin Lena Odenthal 30 Jahre beim „Tatort“ dabei. Erst kommt ein Fall mit dem Titel „Maleficius“. Zum Jubiläum im Herbst gibt es dann einen Film, der noch gedreht werden muss. Laut SWR nimmt er auf den dritten Fall der Kommissarin aus dem Jahr 1991 Bezug: „Tod im Häcksler“. Ben Becker, der darin einen Polizeimeister namens Stefan Tries spielte, soll auch wieder dabei sein. Der Film damals (Regie: Nico Hofmann) führte zu Protesten, weil sich Pfälzer als arg provinziell dargestellt sahen.

    Foto: Sabine Hackenberg
  • Berlinger: Unklar ist, ob und wie es mit Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) weitergeht, nachdem sie bislang zweimal als Oster-Special (Ostermontag) lief - einmal 2016 („Fünf Minuten Himmel“ in Freiburg) und einmal 2018 („Zeit der Frösche“ in Mainz). „Momentan sind keine Folgen konkret in Planung“, heißt es vom SWR.

    Foto: Ziegler Film
  • Tschiller und Gümer (HAMBURG): Auch wenn es quotenmäßig zuletzt für Til Schweiger schlecht lief, geht es weiter. Allerdings nicht mehr mit Regisseur Christian Alvart und Autor Christoph Darnstädt, sondern mit Eoin Moore als Regisseur sowie Anika Wangard und Eoin Moore als Drehbuchautoren. Sie machten schon mehrmals den Rostocker „Polizeiruf 110“, den Schweiger eh für den besten „Tatort“ hält. „Geplant ist der Dreh für 2019, die Ausstrahlung ist 2020 angestrebt.“

    Foto: Gordon Timpen
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