Laufsteg-Show
Falsches Schönheitsideal bei «GNTM»

Die Castingshow «Germany's next Topmodel» kennt fast jeder, diese Woche geht der neue Durchgang los. Das Frauenbild, das die Sendung vermittelt, stößt bei vielen Menschen auf Kritik.

Mittwoch, 07.02.2018, 08:02 Uhr

Moderatorin Heidi Klum (l-r), Wolfgang Joop und Thomas Hayo beim Finale der zwölften Staffel von «Germany's next Topmodel».
Moderatorin Heidi Klum (l-r), Wolfgang Joop und Thomas Hayo beim Finale der zwölften Staffel von «Germany's next Topmodel». Foto: Marcel Kusch

Berlin (dpa) - Eine große Mehrheit in Deutschland ist der Ansicht, die ProSieben-Castingshow «Germany's next Topmodel» (GNTM) vermittele ein falsches Schönheitsideal. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov kurz vor Beginn der neuen Staffel veröffentlichte. Dabei stimmten 74 Prozent der Befragten dieser Aussage zu, 22 Prozent «eher», 52 Prozent davon «voll und ganz».

Dagegen waren nur 15 Prozent der Befragten der Ansicht, GNTM sei authentisch. Der Aussage stimmten 11 Prozent «eher», 4 Prozent «voll und ganz» zu, 41 Prozent finden die Show «überhaupt nicht» authentisch und 24 Prozent «eher nicht».

Der Bekanntheitsgrad der Show ist dagegen ausgesprochen hoch: So gaben nur 10 Prozent der Befragten an, GNTM nicht zu kennen, während 37 Prozent die Sendung bereits mindestens einmal gesehen haben. Weitere 27 Prozent kennen GNTM dem Namen nach, 25 Prozent gaben an, zu wissen, worum es darin geht, die Castingshow aber bisher noch nicht eingeschaltet zu haben.

Die neue, inzwischen 13. «Germany's next Topmodel»-Staffel startet beim Privatsender ProSieben an diesem Donnerstag. Jurychefin Heidi Klum beginnt die Suche nach dem «Topmodel 2018» diesmal in der Karibik. Die Co-Juroren Thomas Hayo und Michael Michalsky stellen ihr nach Angaben des Senders 50 «Topmodel»-Anwärterinnen vor, die sie in ganz Deutschland gesucht haben.

Das GNTM-Finale im Mai 2017 hatte durchschnittlich 2,43 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 8,9 Prozent. Die Werte waren damit schlechter als beim Finale 2016, das noch 2,87 Millionen Zuschauer (10,9 Prozent) interessiert hatte.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5492910?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819674%2F
Erste Maßnahmen für einen sichereren Bremer Platz
Stefan Scholz ist – neben Christine Möller – von der Stadt als Quartiersmanager am Bremer Platz eingesetzt worden. Erste Maßnahmen zu einer Verbesserung der Situation sind bereits geplant. An der Stelle, auf die er zeigt (Soester Straße/Ecke Schillerstraße) sollen bis Dezember Blumenkübel als Sichtschutz aufgestellt werden.
Nachrichten-Ticker