Missbrauchsvorwürfe
R. Kelly verteidigt sich in TV-Interview

R. Kelly ist in den USA wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt worden. In seinem ersten Interview streitet er die Vorwürfe gegen ihn ab.

Mittwoch, 06.03.2019, 10:12 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 10:16 Uhr
R&B-Sänger R. Kelly verteidigt sich. Foto: Victor Hilitski

Berlin (dpa) - In seinem ersten Fernsehinterview seit der Anklage wegen sexuellen Missbrauchs hat Sänger R. Kelly (52) seine Unschuld beteuert. In einem am Dienstag (Ortszeit) vorab veröffentlichten Ausschnitt des Gesprächs für die Sendung «CBS This Morning» nannte der verärgert wirkende R. Kelly die Vorwürfe, minderjährige Mädchen missbraucht zu haben, «nicht wahr».

«Egal, ob sie alte Gerüchte, neue Gerüchte oder zukünftige Gerüchte sind.» Auf die Frage, ob er Mädchen gegen ihren Willen festgehalten habe, erklärte R. Kelly unter Tränen: «Das bin nicht ich! Ich kämpfe um mein verdammtes Leben!»

R. Kelly war am 22. Februar wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt worden. Die Taten sollen sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren erstreckt haben. Einige der mutmaßlichen Opfer sollen minderjährig gewesen sein. Vor Gericht plädierte R. Kelly auf nicht schuldig. Er verbrachte das Wochenende darauf im Gefängnis in Chicago. Wann ein Prozess beginnen könnte, ist unklar.

In einem weiteren Ausschnitt äußerte sich R. Kelly zu Kollegin Lady Gaga (32). Die Sängerin hatte Anfang Januar angekündigt, nie wieder mit dem Musiker zusammenarbeiten zu wollen. «Sie ist ein großes Talent. Es ist schade, dass es mit ihrer Intelligenz bei dieser Sache nicht so weit her ist», kommentierte R. Kelly. Das vollständige Interview sollte am Mittwoch- und Donnerstagmorgen (Ortszeit) ausgestrahlt werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6452220?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F
Münster soll „Hauptstadt der Freundlichkeit“ werden
Ein Akt der Freundlichkeit: Künstler Thomas Nufer (l.) möchte Münster zur „Hauptstadt der Freundlichkeit“ machen und geht gleich mit gutem Beispiel voran: Er eilt Passanten zur Hilfe, die gerade ein Erinnerungsfoto vor dem Rathaus schießen wollen.
Nachrichten-Ticker