Interview
Tatort“-Ermittlerin Kasumba: Als Frau musst du nicht so und so sein

Vor Jahren wünschte sie sich, einmal die erste dunkelhäutige „Tatort“-Kommissarin zu werden. Nun ist es soweit: Die in Uganda geborene Florence Kasumba ermittelt an der Seite von Maria Furtwängler in der ARD-Krimireihe.

Sonntag, 03.02.2019, 18:15 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 18:20 Uhr
Maria Furtwängler (l.) und Florence Kasumba kommen zur Preview des neuen Tatorts "Das verschwundene Kind". Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Florence Kasumba ist beim Pressegespräch in Hamburg ausgesprochen entspannt. „Ich würde verrückt werden, wenn ich nur an meine Karriere denken würde“, erklärt die 42-jährige Schauspielerin. „Ganz ehrlich - ich spiele gern und habe gar keine großen Erwartungen“, sagt Kasumba mit der kraftvollen Präsenz und der verbindlichen Art zu ihrer neuen Rolle im „Tatort“. Dabei ist die in Uganda geborene Kasumba ab dem Fall „Das verschwundene Kind“ (Sonntag, 3. Februar, 20.15 Uhr im Ersten) an der Seite als Göttinger Kommissarin Anais Schmitz zu sehen. Sie ermittelt gemeinsam Kommissarin Charlotte Lindholm ( Maria Furtwängler ).

Karriere hat die Künstlerin schon als Musicaldarstellerin („Mamma Mia!“ gemacht. In der Spionageserie „Deutschland 86“ (Amazon Prime) ist Kasumba ebenfalls dabei. Und auch in Hollywood feierte sie Erfolge - in „Black Panther“ und „Avengers“ (beide 2018).

Bei der ersten Begegnung hält Charlotte Lindholm ihre neue Kollegin zunächst für eine Putzfrau - weil die als dunkelhäutige Person in einem Kittel und mit Eimerchen in der Gerichtsmedizin herumsteht. Ist das eine Form von Alltagsrassismus, den Sie kennen?

Florence Kasumba: Ich muss tatsächlich mit Alltagsrassismus leben, aber ich gehe mit Positivität damit um. Wir sollten auch nicht vergessen, dass wir ja alle so einen Automatismus haben: Wir sehen eine bestimmte Person und haben sofort unsere Vorstellungen. Vielleicht kann die Besetzung meiner Person für diese Rolle manchen Leuten die Augen öffnen: Da ist eine dunkelhäutige Deutsche, die in ganzen Sätzen spricht, die vernünftig und gebildet ist, sich für die anspruchsvolle Aufgabe einer Kommissarin qualifiziert hat und dazu noch ihre ganz persönliche Geschichte mit sich herumträgt. Natürlich ist Charlotte bei ihr voll ins Fettnäpfchen getreten, aber wir können alle daraus lernen: Wie gehe ich auf andere Menschen zu? Im Übrigen hat auch Anais ihre Vorurteile. Keiner kann sagen, er ist davon frei.

Tatort: Das verschwundene Kind

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    Können Anaïs (Florence Kasumba) und Charlotte (Maria Furtwängler) das Schlimmste verhindern?

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Kleiner Flirt: Charlottte (Maria Furtwängler) und Nick (Daniel Donskoy).

    Foto: NDR/Christine Schroeder
  • Leidet: Julja Petkow (Lilly Barshy)

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  • Julja Petkow (Lilly Barshy).

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  • Nino (Emilio Sakraya) hilft Julija (Lilly Barshy).

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  • Nino (Emilio Sakraya) stellt Petkow (Merab Ninidze) zur Rede.

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  • Strafversetzt nach Göttingen: Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) mit Gerd Liebig (Luc Feit).

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  • Trainer Ralf Schmölke (Oliver Stokowski) will Nino (Emilio Sakraya) groß herausbringen.

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  • Verdächtig: Ralf Schmolke (Oliver Stokowski, r.) mit Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler).

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  • Was verbirgt Lehrer Johannes Grischke (Steve Windolf)?

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  • Was weiß Ralf Schmölke (Oliver Stokowski, l.)? Die beiden Kommissarinnen (Florence Kasumba) und Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) bohren nach.

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  • Wen hat Polina (Zora Müller) gemalt? Charlotte (Maria Furtwängler) ist sicher, der Täter ist auf dem Bild zu sehen.

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  • Wo ist das Baby? Charlotte (Maria Furtwängler) fragt Julija (Lilly Barshy).

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  • Würde alles für Julija (Lilly Barshy) tun: Nino (Emilio Sakraya).

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  • Anaïs (Florence Kasumba) und Charlotte (Maria Furtwängler) retten Petkow (Merab Ninidze) aus einer brenzligen Situation.

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  • Anais Schmitz (Florence Kasumba) stellt Johannes Grischke (Steve Windolf).

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  • Bringt ein gemaltes Bild von Julijas Schwester Licht ins Dunkel? Margit (Nadine Wrietz aka Ungewitter) und Charlotte (Maria Furtwängler).

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  • Charlotte (Maria Furtwängler) traut Tim (Oskar Belton) nicht über den Weg.

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  • Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) hat ihren Meister gefunden: Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) lässt sich nichts gefallen.

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  • Daniel Donskoy als Rechtmediziner Nick Schmitz.

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  • Emilio Sakraya als Nino.

    Foto: NDR/Christine Schroeder

Es ist bekannt, dass Sie sich schon vor vier Jahren laut gewünscht haben, einmal Deutschlands erste dunkelhäutige „Tatort“-Ermittlerin zu sein. Wie hat das geklappt?

Kasumba: Ich bin mit dem „Tatort“ aufgewachsen, sonntagabends wurde das bei uns geguckt. Inzwischen war ich in einigen Episoden zu Gast und mag auch die Arbeit mit den Kollegen. Da habe ich mich dann umgeguckt und mir gedacht, da könnte man doch ein bisschen Farbe reinbringen. Und weil ich meine Wünsche immer sehr konkret formuliere, habe ich das auch hier getan. Dann hat es sich so gefügt.

Laut dem verantwortlichen Sender NDR sollte ihre Hautfarbe gar nicht im Mittelpunkt stehen. Vielmehr sollte das als ganz selbstverständlich rüberkommen.

Kasumba: So ist es. Ich finde es zum Beispiel eher interessant zu sehen, wie Anais agiert - teils ganz schön aggressiv und schlagkräftig. Viele meinen vielleicht, sie sei untypisch, Frauen seien doch weicher. Aber wer behauptet das? Wir sprechen hier ja auch von Frauen, die bei der Kriminalpolizei arbeiten. Da bringe ich nicht die Wärme mit, wie wenn ich zur Kita gehen würde. Da muss ich eine gewisse Härte mitbringen, um überhaupt ernst genommen zu werden.

Die Entwicklung des Films zeigt, dass Anais zwei Seiten hat - die zweite ist verletzlich und einfühlsam. Sind Sie ähnlich? Ihre eigene körperliche Fitness haben Sie bekanntermaßen durch Kampfsport gesteigert.

Kasumba: Dazu muss ich sagen, dass ich es als Glück empfinde, so erzogen zu sein, dass man mir nicht beigebracht hat, als Frau musst du so und so sein. Meine Geschwister und ich wurden gleich erzogen, unabhängig von Stereotypen. Als Mädchen hätte ich auch zum Fußballtraining gehen können und nicht zwingend zum Tanzen. Das hilft unheimlich, weil ich mich völlig ausprobieren durfte. Zum Kampfkunst-Training habe ich mal ein Schwert mitgebracht, was andere irritiert hat. Aber warum nicht? Ich habe nie darüber nachgedacht, dass ich bestimmte Sachen nicht machen sollte, weil ich eine Frau bin.

Zur Person

Florence Kasumba wurde 1976 in Uganda geboren und wuchs in Essen auf. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung in Gesang, Tanz und Schauspielerei. Auf mehreren Bühnen in Deutschland und Österreich übernahm die Darstellerin Musicalrollen, so auch von 2003 bis 2004 den Titelpart in Elton Johns „Aida“ in Essen. Bereits vor ihren Filmerfolgen in Hollywood, etwa als Elitekriegerin Ayo in der Marvel-Verfilmung „Black Panther“, spielte Kasumba immer wieder Gastrollen in Fernsehfilmen und Serien. Kasumba lebt mit Mann und Kindern in Berlin.

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Auch wenn viele Zuschauer Sie jetzt erst näher kennenlernen, haben Sie ja schon viele Erfolge gefeiert. Nicht zuletzt in Hollywood - wie ist Ihnen das gelungen?

Kasumba: Ich bin ein sehr privater Mensch. Gezielte Medienarbeit betreibe ich nicht. Deshalb kennt mich der normale Zuschauer wohl eher nicht. Wie ich im Ausland gefunden wurde? Ich arbeite ja schon seit mehr als 20 Jahren, habe etwa bei Musicalproduktionen wie „Cats“ und „Der König der Löwen“ Amerikaner kennengelernt, die uns diese Shows beigebracht haben. Außerdem gibt es in London eine Agentur, die mich schon seit 2013 ins Ausland vermittelt. Das war nicht so geplant, es hat sich einfach vieles ergeben.

Tatort 2019: Ein Überblick über alle Teams

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  • Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Foto: Anke Neugebauer
  • Ballauf und Schenk (KÖLN): Die Hauptkommissare Max Ballauf und Freddy Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) sorgen stets für gute Einschaltquoten. Drei Fälle gibt es wieder laut WDR. Los geht es mit dem Fall „Weiter, immer weiter“ am 6. Januar, der mit einem tödlichen Straßenbahnunfall beginnt. Oder war die russische Mafia im Spiel?

    Foto: Martin Valentin Menke
  • Eisner und Fellner (WIEN): Beim Austro-„Tatort“ werden pro Jahr abwechselnd zwei oder drei Filme gezeigt, 2019 sollen es laut ORF wieder drei sein. Los geht es mit dem Fall „Wahre Lügen“ (13. Januar), in dem im Wolfgangsee eine erschossene deutsche Journalistin gefunden wird, die zuletzt an einer Geschichte über illegale Waffengeschäfte arbeitete. Es ist der 20. Fall mit Adele Neuhauser, die seit 2011 an der Seite von Harald Krassnitzer mitspielt. Krassnitzer als Moritz Eisner ist jetzt schon 20 Jahre dabei.

    Foto: Hubert Mican
  • Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak (DORTMUND): Vom Ruhrgebietskrimi mit den Schauspielern Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel und Rick Okon gibt es wieder zwei Krimis, laut WDR beide wohl in der ersten Jahreshälfte. Im ersten Fall mit dem Titel „Zorn“ (20. Januar) geht es um einen erschossenen früheren Bergmann. Im anderen Fall nehmen die Kommissare Ermittlungen in einer Klinik auf, nachdem eine Ärztin dort in der Notaufnahme unter einer Plastiktüte erstickte.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Stellbrink und Marx (SAARBRÜCKEN): Devid Striesow als Ermittler Jens Stellbrink hört auf. Der achte und letzte Fall namens „Der Pakt“ kommt am 27. Januar. Ein neues saarländisches Team mit fünf Ermittlern ist laut SR in Arbeit und soll „spätestens Mitte März“ vorgestellt werden.

    Foto: Manuela Meyer
  • Lindholm (HANNOVER): Maria Furtwänglers Figur wird strafversetzt vom LKA in Hannover zur Polizei in Göttingen. In den nächsten Krimis spielt Florence Kasumba mit, die auch schon in Hollywood im Actionfilm „Black Panther“ mitwirkte. Spät, aber immerhin: PoC-Power (People of Color) im beliebtesten TV-Format Deutschlands. Einstand der neuen Figur Anaïs Schmitz ist laut NDR am 3. Februar.

    Foto: NDR
  • Murot (WIESBADEN): Der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur kommt laut HR wahrscheinlich am 17. Februar. In „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann (Anspielung auf die US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993, mit Bill Murray) durchlebt der Ermittler einen Tag mehrere Male. Der Film gewann schon vor TV-Ausstrahlung den Filmkunstpreis beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen.

    Foto: Boris Roessler
  • Thiel und Boerne (MÜNSTER): Fans des beliebtesten „Tatort“-Teams - Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) - mussten sich 2018 mit nur einem einzigen Fall begnügen. 2019 soll es aber sogar drei neue Münster-Krimis geben, wie es vom WDR heißt: „einer voraussichtlich im März und zwei im Herbst/Winter“. In einem der Krimis wird morgens eine Tote gefunden, die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) zum Verwechseln ähnlich sieht. Außerdem gibt es einen Film, der in der Weihnachtszeit spielt.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Lürsen und Stedefreund (BREMEN): Die Schauspielerin Sabine Postel und ihr Kollege Oliver Mommsen hören auf. Postel ist nach 21 Jahren recht offen und kritisierte in der Programmzeitschrift „Auf einen Blick“ die hohe Ermittlerzahl beim „Tatort“: „Heute will offenbar fast jede Stadt ein Ermittlerpaar haben. Das finde ich problematisch.“ Der Abschiedsfilm von Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund, „Wo ist nur mein Schatz geblieben?“, wird laut Radio Bremen wahrscheinlich „im ersten Quartal“ gesendet. Bis ein neues Team verkündet wird, brauche es „noch ein bisschen Zeit“.

    Foto: Christine Schröder
  • Janneke und Brix (FRANKFURT): Das Schauspielerduo Margarita Broich und Wolfram Koch ermittelt in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines TV-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Der Film „Das Monster von Kassel“ kommt laut HR wohl Anfang April.

    Foto: Bettina Müller
  • Rubin und Karow (BERLIN): Das Hauptstadt-Team Rubin und Karow (Meret Becker und Mark Waschke) soll einmal im Frühjahr und einmal im Spätherbst zu sehen sein, wie es vom RBB heißt. Im einen Fall („Der gute Weg“) wird ausgerechnet Rubins Sohn Tolja (Jonas Hämmerle) in eine Schießerei involviert, als er gerade ein Praktikum bei der Streife absolviert. Im anderen Fall („Das Leben nach dem Tod“) wird ausgerechnet ein rätselhafter Nachbar von Karow tot aufgefunden.

    Foto: Gordon Muehle
  • Winkler, Gorniak und Schnabel (DRESDEN): Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels bekommen Karin Hanczewski und Martin Brambach die 31 Jahre alte Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler an ihre Seite. In ihrem ersten Fall wird ein Serienmörder gejagt.

    Foto: Monika Skolimowska
  • Berg und Tobler (SCHWARZWALD): Nachdem beim dritten Schwarzwald-„Tatort“ Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei sein konnte, ist er beim Film Nummer vier 2019 wieder an Bord. Der Film „Für immer und dich“ kommt laut SWR „im ersten Halbjahr“.

    Foto: Alexander Kluge
  • Flückiger und Ritschard (LUZERN): In Luzern ist Zeit des Abschieds. Noch zwei Filme des aktuellen Teams kommen - im Frühjahr und im Herbst. Dann ist nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss. Neue „Tatort“-Stadt wird ab Herbst 2020 Zürich. Verkündet wird das neue Züri-Team wahrscheinlich Anfang 2019, gedreht wird aber laut Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) erst Ende 2019 und Anfang 2020.

    Foto: Daniel Winkler
  • Batic und Leitmayr (MÜNCHEN): Die ergrauten Quotengaranten vom BR, Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, kommen wieder mit drei Fällen. Im Film „Die ewige Welle“ ermitteln sie zum Beispiel an der bekannten Eisbach-Welle im Englischen Garten, im Krimi „One Way Ticket“ geht es um eine Schmugglerbande, die mit harmlos wirkenden Rentnern operiert.

    Foto: Hendrik Heiden
  • Voss, Ringelhahn, Goldwasser, Fleischer und Schatz (FRANKEN): Das seit 2015 einmal jährlich im Frühling ermittelnde BR-Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) hat es diesmal mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Gedreht wurde „Ein Tag wie jeder andere“ auch im Wagner-Festspielhaus.

    Foto: ARD
  • Falke und Grosz (HAMBURG/NORDDEUTSCHLAND): „Voraussichtlich im Frühjahr und am Ende des Jahres“ kommen laut NDR zwei Hamburger Fälle mit den Schauspielern Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz. In einem der Krimis schießt ein Heckenschütze auf einem Autohof auf einen Lkw-Fahrer und flieht unerkannt.

    Foto: Christine Schroeder
  • Borowski und Sahin (KIEL): Der Schleswig-Holstein-„Tatort“ mit Axel Milberg und Almila Bagriacik ist 2019 laut NDR nur einmal zu sehen, „im Frühjahr“, wie es heißt. Zwei Krimis seien „aus programmplanerischen Gründen leider nicht zu realisieren“.

    Foto: ARD/NDR
  • Lannert und Bootz (STUTTGART): Zwei Fälle aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt stehen an. Im einen Fall verdächtigen die beiden Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz (Richy Müller und Felix Klare) eine Altenpflegerin, Patienten umgebracht zu haben („Anne und der Tod“). Im zweiten Fall „Hüter der Schwelle“, inszeniert von Piotr Lewandowski („Götter wie wir“), geht es um einen mutmaßlichen Ritualmord auf einem Bergplateau vor den Toren Stuttgarts.

    Foto: Lino Mirgeler
  • Odenthal und Stern (LUDWIGSHAFEN): 2019 ist Ulrike Folkerts als dienstälteste Kommissarin Lena Odenthal 30 Jahre beim „Tatort“ dabei. Erst kommt ein Fall mit dem Titel „Maleficius“. Zum Jubiläum im Herbst gibt es dann einen Film, der noch gedreht werden muss. Laut SWR nimmt er auf den dritten Fall der Kommissarin aus dem Jahr 1991 Bezug: „Tod im Häcksler“. Ben Becker, der darin einen Polizeimeister namens Stefan Tries spielte, soll auch wieder dabei sein. Der Film damals (Regie: Nico Hofmann) führte zu Protesten, weil sich Pfälzer als arg provinziell dargestellt sahen.

    Foto: Sabine Hackenberg
  • Berlinger: Unklar ist, ob und wie es mit Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) weitergeht, nachdem sie bislang zweimal als Oster-Special (Ostermontag) lief - einmal 2016 („Fünf Minuten Himmel“ in Freiburg) und einmal 2018 („Zeit der Frösche“ in Mainz). „Momentan sind keine Folgen konkret in Planung“, heißt es vom SWR.

    Foto: Ziegler Film
  • Tschiller und Gümer (HAMBURG): Auch wenn es quotenmäßig zuletzt für Til Schweiger schlecht lief, geht es weiter. Allerdings nicht mehr mit Regisseur Christian Alvart und Autor Christoph Darnstädt, sondern mit Eoin Moore als Regisseur sowie Anika Wangard und Eoin Moore als Drehbuchautoren. Sie machten schon mehrmals den Rostocker „Polizeiruf 110“, den Schweiger eh für den besten „Tatort“ hält. „Geplant ist der Dreh für 2019, die Ausstrahlung ist 2020 angestrebt.“

    Foto: Gordon Timpen
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