PGA-Tour
Krise von Golf-Star Kaymer hält auch vor dem Masters an

Am Finaltag der Players Championship geht bei Martin Kaymer nichts. Die Krise bei Deutschlands Top-Golfer geht weiter - ausgerechnet vor dem Masters. Den Triumph in Florida genießt ein Nordire. Sein Erfolgsrezept könnte vielleicht auch für Kaymer taugen.

Montag, 18.03.2019, 11:35 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 11:38 Uhr
Foto: Gerald Herbert

Ponte Vedra Beach (dpa) - Martin Kaymer schob Frust in Florida - an einem Ort, an dem Deutschlands bester Golfprofi vor fünf Jahren einen seiner größten Triumphe feierte.

Im TPC Sawgrass gab es am Finaltag für den ehemaligen Players Champion den nächsten Rückschlag: Mit 78 Schlägen spielte der 34-Jährige in Ponte Vedra Beach die schlechteste Schlussrunde aller Teilnehmer. Am Ende landete er bei dem mit 12,5 Millionen Dollar dotierten Top-Event der PGA-Tour mit insgesamt 291 Schlägen weit abgeschlagen auf dem 71. Rang.

Der ehemalige Weltranglisten-Erste bekommt seine Krise einfach nicht in den Griff, knapp vier Wochen vor dem Masters im ehrwürdigen Augusta National Golf Club ist Kaymers Stimmung im Keller. «Wie auch schon in den letzten Wochen: Es ist immer ein frustrierendes Resultat am Ende», klagte Kaymer nach der Schlussrunde beim TV-Sender Sky. «Es ist für mich ganz schwer zu sagen, was ich falsch mache. Die Scores sind einfach unfassbar hoch.» 2014 triumphierte Kaymer bei der Players Championship , einen Monat später gewann er die auch US Open und holte den zweiten Major-Titel seiner Karriere. Seitdem wartet der Rheinländer auf einen Turniersieg.

Derzeit ist Kaymer ratlos. «Ich kann jetzt wirklich gar nicht so genau sagen, woran es liegt. Es ist schon seit Wochen so, dass ich viel tue und mache, aber die Resultate kommen einfach nicht. Ich habe keine Erklärung.» Um sich auf das wichtige Masters vom 11. bis 14. April vorzubereiten, fliegt Kaymer nun für zwei Wochen zurück nach Deutschland. «Jetzt gilt es erst einmal zu regenerieren, runterzukommen und zu reflektieren, woran es liegen könnte», sagte er. Eine Woche vor dem ersten Major-Turnier des Jahres wird Kaymer dann beim PGA-Turnier in San Antonio wieder ins Turniergeschehen in den USA eingreifen.

Trotz der Rückschläge in den vergangenen Jahren hat Kaymer seinen Optimismus nicht verloren: «Ich denke, ich mache viel richtig. Es zeigt sich zurzeit noch nicht auf dem Golfplatz. Man muss halt sehr, sehr viel Geduld haben und weitermachen. Die Dinge fühlen sich gut an, und dann kannst du nur hoffen, dass sich das Blatt wendet.»

Einer, der seine Krisen schon bewältigt hat, ist Rory McIlroy. Der 29 Jahre alte Nordire triumphierte in Ponte Vedra Beach dank seiner Nervenstärke auf den letzten Löchern. «Ich glaube, das Härteste war einfach, mental an den Punkt zu kommen, wo Du sagst: Warum nicht ich? Das ist mein Turnier. Ich bringe das nach Hause», erklärte McIlroy.

Für seinen bereits 15. Sieg auf der US-Tour kassierte der viermalige Major-Sieger ein Preisgeld von 2,25 Millionen Dollar. McIlroy gewann nach einer 70er-Finalrunde und insgesamt 272 Schlägen vor Jim Furyk (273) aus den USA. Der Spanier Jon Rahm (277), der vor der Schlussrunde geführt hatte, fiel noch auf den geteilten zwölften Platz zurück. Superstar Tiger Woods (282) belegte den geteilten 30. Rang. Die Players Championship ist nach den vier Majors der wichtigste Einzel-Wettbewerb im Golfsport.

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