Handball: Interview mit TV Emsdetten-Coach
Rückblick: Daniel Kubes zur Handball-WM

Münster -

Die Doppelrolle steht ihm gut: Daniel Kubes ist nicht nur Trainer der Zweitliga-Handballer des TV Emsdetten, so ganz nebenbei coacht er außerdem die tschechische Nationalmannschaft, die bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft an Deutschlands Vorrundengegner Russland scheiterte. Auf dem heimischen Sofa verfolgte der 40-Jährige das Turnier – und nahm viele Eindrücke mit. Einen Lieblingsspieler hatte er auch.

Samstag, 02.02.2019, 12:00 Uhr
Daniel Kubes Foto: dpa

Herr Kubes , die Dominanz Dänemarks war bei der Weltmeisterschaft schon fast erdrückend. Hatten Sie das Königreich auf der Rechnung?

Kubes: Sie werden es nicht glauben: Ich habe Dänemark im Vorfeld als Weltmeister getippt. Ich hätte wetten sollen. Die Dänen haben eine enorme spielerische Klasse. Und können der Belastung standhalten, weil sie es in ihren Vereinen gewohnt sind, alle zwei bis drei Tage auf höchstem Niveau zu spielen.

Wen hatten Sie noch im Finale gesehen?

Kubes: Die Spanier. Da lag ich denn doch etwas daneben.

Gut, dass Sie nicht gewettet haben. Dänemark, Norwegen und Schweden ganz weit vorne. Skandinavien ist inzwischen Weltspitze im Handball. Wann kommen die Finnen in die Hufen?

Kubes: Bislang haben sie keine Bäume ausreißen können. Aber ich bin mir sicher: Auch die haben Potenzial. Wie überhaupt alle Nordlichter. Die Isländer waren ebenfalls eine Bereicherung.

Gibt es auch einen Spieler, den sie nach dieser WM sofort verpflichten würden?

Kubes: Ja, den Norweger Bjarte Myrhol. Kreisläufer. Ein toller Typ. Er ist einfach eine Persönlichkeit. Ich kenne ihn persönlich, habe mit ihm bei der HSG Nordhorn zusammengespielt. Er kann eine Mannschaft nicht nur auf dem Feld mitreißen. Kein Zufall, dass er Kapitän ist.

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