Spieler dürfen Karneval feiern
Bayer blickt nach Sieg über Freiburg Richtung Europacup

Nach dem 2:0 gegen Freiburg nimmt Bayer Leverkusen abermals Anlauf auf die Europapokal-Plätze. Die Situation der Werkself hat sich spürbar verbessert - doch die Punktabstände lassen konkrete Planungen noch nicht zu.

Samstag, 02.03.2019, 19:33 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 19:36 Uhr
Leverkusens Charles Aranguiz (l) freut sich über sein Tor zum 1:0. Foto: Rolf Vennenbernd

Leverkusen (dpa) - Peter Bosz wurde großzügig. «Die Spieler dürfen feiern», ließ der Bayer-Trainer nach dem 2:0 (1:0) seiner Leverkusener gegen den SC Freiburg generös wissen.

Wie genau und wann, ob am Karnevalssonntag oder erst am Rosenmontag - das ließ der Fußball-Lehrer aus den Niederlanden offen.

Seit 2012 war der Werkself an den närrischen Tagen kein Dreier mehr gelungen. Diese Serie ging durch die Treffer von Charles Aránguiz in der 4. Minute und Leon Bailey (73.) zu Ende. «Ein Bierchen trinken - aber alles in Maßen» - so lauteten die Pläne von Bayer-Kapitän Kevin Volland, der den Rosenmontags-Umzug in Düsseldorf bevorzugen würde.

Eine richtige Sause kann und will sich die Werkself nicht erlauben, obwohl es Anlass dazu gäbe. Denn mit dem fünften Rückrundensieg im neunten Pflichtspiel unter Bosz nimmt Bayer wieder Kurs auf den Europacup . 39 Punkte nach 24 Spieltagen lassen aber noch keine Prognose zu, in welche Richtung es denn geht. Torwart Lukas Hradecky wagte sich verbal nach vorn. «Es ist nicht unmöglich, noch unter die ersten vier Mannschaften zu kommen», sagte der Finne mit Blick auf das Saisonziel Champions League, das unter dem ehemaligen Coach Heiko Herrlich schon aus den Augen verloren worden war.

Unter Bosz scheint es wieder machbar. «Ich bin sehr glücklich und sehr zufrieden», gab der 55-Jährige ob der positiven Entwicklung von sich. Denn im Gegensatz zu den misslungenen Auftritten im DFB-Pokal beim 1:2 in Heidenheim oder in der Europa League beim Aus gegen Krasnodar agierte die Werkself gegen Freiburg zumeist souverän.

«Mit dem Autopiloten haben wir es sicher nach Hause gefahren», kommentierte Hradecky das 2:0, zu dem der Chilene Aránguiz einen Treffer von Seltenheitswert beitrug: Das 1:0 vor 26.607 Zuschauern war sein erstes Bundesligator seit dem 17. September 2017 - auch damals war er beim 4:0 gegen Freiburg erfolgreich gewesen.

Freiburgs Coach Christian Streich, dessen Team zuvor viermal ohne Niederlage geblieben war, sprach voller Lob über die Fähigkeiten des Gegners. «Wie Leverkusen spielt, wie sie pendeln - wir haben früh gesehen, dass es schwierig wird», sagte der dienstälteste Erstligatrainer. Seine Mannschaft sei nicht in die Räume gekommen und nicht ballsicher genug gewesen. «Da hast du keine Chance.» Mit 27 Punkten nimmt Freiburg weiter eine Position im gesicherten unteren Tabellen-Mittelfeld ein.

Bayers Innenverteidiger Sven Bender zog sich gegen Freiburg eine Platzwunde am Kopf zu. «Er hat ein großes Loch», sagte Bosz. Bender war in der 22. Minute mit dem Freiburger Lukas Kübler zusammengeprallt und musste durch Aleksandar Dragovic ersetzt werden.

Überschattet wurde das Spiel vom Unfall eines Bayer-Fans, der in der Schlussphase kopfüber von einer Balustrade stürzte. Die Person wurde im Stadion notärztlich versorgt und dann mit einer Kopfverletzung in ein Leverkusener Krankenhaus gebracht. Der Fan sei bei Bewusstsein, teilte Bayer später mit. Weitere Informationen zum Zustand des Verunglückten lagen dem Verein am frühen Abend nicht vor.

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