Volleyball: Frauen-Bundesliga
Der USC Münster verpflichtet Zuspielerin Taylor Nelson – Enning geht dagegen

Münster -

Der USC Münster stellt sich im Zuspiel komplett neu auf. Nachdem der Abgang von Mareike Hindriksen schon länger feststand, wurde nun der Wechsel von Svenja Enning nach Stralsund bekannt. Im Gegenzug verpflichtete der USC nach Sarah van Aalen mit Taylor Nelson eine weitere Regisseurin.

Dienstag, 16.07.2019, 14:48 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 10:12 Uhr
Die amerikanische Zuspielerin Taylor Nelson hat beim USC Münster einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Foto: Polytechnic University

Nur mit dem Elan der Jugend geht es nicht. Das weiß auch Teun Buijs aus seiner jahrzehntelanger Erfahrung als Spieler und Coach. Und so hielt der Trainer des USC Münster nach dem Wechsel von Mareike Hindriksen zu den Lib Aachen Ausschau nach einer routinierten Regisseurin, die das junge Team des Bundesligisten führen soll. Nun sind die Unabhängigen und ihr niederländischer Übungsleiter fündig geworden: Taylor Nelson , allerdings auch erst 23 Jahre alt, kommt für zwei Jahre vom slowakischen Meister und Pokalsieger Slavia EU Bratislava an den Berg Fidel.

Dies bedeutet nach der Verpflichtung der Amerikanerin sowie dem Wechsel von Sarah van Aalen (19) zum USC, dass Svenja Enning als dritte Zuspielerin im Bunde Münster verlässt. In Abstimmung mit dem Club schließt sich die 19-Jährige ihrem vorherigen Verein Stralsund Wildcats an.

Für Nelson ist der USC die zweite Station in Europa. Vier Jahre stand die aus Granite Bay in Kalifornien stammende Zuspielerin für die California Polytechnic State University in San Luis Obispo in der College-League NCCA auf dem Feld. 2017 gewann sie mit ihrem Team die All-American-Conference und stach dabei hervor – als Spielerin des Jahres in der Big West Conference. Und auch in der slowakischen Extraliga spielte sich die 1,82 Meter große Passgeberin in den Kreis der Besten, wie die Wahl zur wertvollsten Spielerin der abgelaufenen Saison verdeutlicht. „Taylor kommt aus einer Volleyball-Familie und ist mit viel Talent ausgestattet. Beim USC kann sie den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen, wir können von ihrer Erfahrung profitieren. Es hat einfach gepasst“, meint Buijs,

Das nächste Kapitel ihrer Laufbahn geht Nelson mit Vorfreude an. „Ich bin sehr aufgeregt und dankbar für die Möglichkeit, beim USC in der Bundesliga zu spielen. Ich hoffe, dass ich mich weiterentwickeln und lernen kann. Ich werde alles dafür tun, das Team in die Playoffs und dort so weit wie möglich zu bringen“, sagt das US-Girl, das ihre neue sportliche Heimat noch nicht kennen­gelernt, aber zumindest Informationen eingeholt hat. „Münster ist ja eine Studentenstadt und die Fahrradhauptstadt Deutschlands. Das kann nur gut werden.“

Gut ist es dagegen für Enning beim USC nicht geworden. Die frühere Spielerin vom Bundesstützpunkt Münster, die im vergangenen Sommer aus Stralsund nach Westfalen zurückgekommen war, schaffte nicht den Sprung aus Hindriksens großem Schatten, ihre Spielanteile auf der so wichtigen Position waren in der vergangenen Spielzeit mehr als überschaubar. Nun also folgt die Rückkehr in die 2. Bundesliga, wo sich die Gremmendorferin wieder mehr Spielpraxis erhofft. Oft schon war ein Schritt zurück ja für die weitere Entwicklung förderlich.

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