Rudern: Eichenprozessionsspinner hält Münster in Bewegung
ARC-Ruderer leiden unter Raupen-Plage

Münster -

Nachdem das 24-Stunden-Schwimmen abgesagt wurde, musste der Akademische Ruder-Club zu Münster auch den Ruderbetrieb für die Kinder und Jugendlichen einstellen. Das ist noch nicht das Ende vom Lied.

Mittwoch, 26.06.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 20:24 Uhr
Da war die Welt noch in Ordnung: Beim Anrudern im März hoffte der ARC auf eine raupenfreie Saison. Foto: Maria Conlan

Der Eichenprozessionsspinner hält Münster weiter in Bewegung, die Ruderer des ARC Münster legt die Raupe dagegen jetzt nahezu komplett lahm. Nachdem bereits am ARC-Bootshaus in Hiltrup der Schul- und Jugendsport komplett zum Erliegen gekommen ist, schlägt der Clubvorstand jetzt auch für den zweiten Standort in Mauritz Alarm. Auch an der Rheinstraße wirft eine massiv befallene Eiche nicht nur ihren normalerweise dankbaren, aktuell aber bedrohlichen Schatten auf das Bootshaus. Bei einigen Ruderern haben sich bereits unangenehme Reaktionen auf die Prozessionsspinner eingestellt, zumal die Härchen wohl auch auf dem Wasser schwimmen. Spritzwasser und spontane Erfrischungen seien damit weitere Gefahrenquellen, wie ARC-Vorstand Udo Weiss bestätigt, bei dem bereits zahlreiche Meldungen betroffener Ruderer und auch Trainer eingegangen sind.

Wie viele andere Betroffene sucht auch der ARC derzeit Kontakt zum Grünflächenamt der Stadt Münster, das aktuell aber förmlich in Notrufen bezüglich der Eichenprozessionsspinner erstickt und nur schleppend der Flut der Anfragen nachkommen kann.

Aktuell empfiehlt der ARC allen Ruderern des Vereins, die dennoch in Hiltrup auf den Kanal gehen, die Aus- und Einfahrt aus Richtung Amelsbüren zu nehmen, da die alte Fahrt beidseitig von befallenen Bäumen überschattet wird.

Betroffen ist wie berichtet auch der Tauchsportclub, der sein traditionelles 24-Stunden-Schwimmen ersatzlos streichen musste – und darüber nachdenkt, die Veranstaltung dauerhaft einzustellen. „Es scheint ja so zu sein, dass es darum geht, die Raupen möglichst früh zu bekämpfen, damit sich im kommenden Jahr der Befall nicht wiederholt“, so Weiss. Die Härchen beweisen ohnehin ein beeindruckendes Durchhaltevermögen. Sie sollen bis zu zwei Jahre halten und ihre unheilvolle Wirkung entfalten. Auch Weiss sieht darum Eile ge­boten.

Grundsätzlich weist Weiss darauf hin, dass weiter ge­rudert werden kann, die Nutzung der Bootshäuser aber natürlich auf eigene ­Gefahr geschehe.

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