Volleyball: 3. Liga
USC kann sich Aufstieg mit der Reserve nicht leisten

Münster -

Bis zu 100 000 Euro kostet eine Saison in der zweiten Frauen-Volleyball-Bundesliga. Geld, das der USC Münster nicht investieren kann und will. So wird die Zweitvertretung wohl Meister in Liga drei, sicher aber nicht Aufsteiger in Liga zwei.

Donnerstag, 07.02.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 16:28 Uhr
Jubeln durften die USC-Spielerinnen auch beim Sieg im Dezember in Ostbevern, dennoch könnte der BSV am Ende der Spielzeit den Aufstieg feiern – und Münster den Titel. Foto: Ralf Aumüller

Auf dem Feld führt in Liga drei kein Weg an der Zweitvertretung des USC Münster vorbei, links und rechts des markierten Rechtecks winken Axel Büring und seine Schützlinge die Konkurrenz jetzt großzügig vorbei. Am Mittwoch veröffentlichte der Deutsche Volleyballverband die Liste der Bewerber für die künftige 2. Bundesliga der Frauen – und der souveräne Spitzenreiter der 3. Liga West ist nicht dabei. „Das ist so“, bestätigt der Trainer in aller Kürze, kommentieren will er den Beschluss des Präsidiums nicht. „Was gibt es dazu zu sagen? Das ist eine finanzielle Entscheidung, wir nehmen das zur Kenntnis.“

Lisa Krieger, Zweitliga-Managerin bei der Deutschen Volleyball-Liga, kann die Kosten für eine Saison nicht auf den Cent bewerten, aber immerhin ein paar Richtwerte nennen: „Manche Vereine versuchen es mit 40 000 Euro, dann spielt die Mannschaft aber eher unten mit.“ Nach oben gebe es keine Grenzen, „das Mittel dürfte etwa bei 90 bis 100 000 Euro liegen“. Allemal genug für den USC, sich auch gleich die Bearbeitungsgebühren für die Vorlizenzierung in Höhe von 250 Euro zu sparen und den obligatorischen Besuch der Info-Veranstaltung in Berlin. Der fand bereits am vergangenen Samstag in Berlin ohne münsterische Beteiligung statt.

Am Mittwoch informierte Büring seine Spielerinnen. „Die haben es gelassen zur Kenntnis genommen“, bescheinigt Büring auch seiner Truppe eine absolut pragmatische Sichtweise. Für die laufende Spielzeit habe diese Entscheidung keine Folgen. „Die Saison läuft noch und unser Ziel bleibt es, Meister zu werden.“

Den dazugehörigen Aufstieg würde dann voraussichtlich der Vize-Meister anstreben. Aktuell belegt der BSV Ostbevern Rang zwei – und der Club hat seine Unterlagen zur Vorlizenzierung ebenso fristgerecht eingereicht wie auch der VC Allbau Essen (3.), der SC Sorpesee (4.) und der MTV Hildesheim (6.).

Direkte Auswirkungen auf den Spielbetrieb befürchtet Büring nicht. Dass dieser Verzicht jedoch die Personalgespräche mit Blick auf die kommende Spielzeit beeinträchtigen kann, wollte Büring zumindest nicht ausschließen. „So weit sind wir noch nicht, aber natürlich werden die Spielerinnen sich auch Gedanken über ihre Zukunft machen.“

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