Volleyball: Frauen-Bundesliga
Der USC Münster müht sich gegen den VCO Berlin zu drei Punkten

Münster -

Der USC Münster hat seine Pflichtaufgabe gegen den VC Olympia Berlin gelöst und drei weitere Punkte seinem Konto hinzugefügt. Doch gegen das Schlusslicht mühte sich der Gastgeber und vermied einen Tag vor dem Duell gegen Potsdam nur knapp den Gang in den Tiebreak.

Samstag, 02.02.2019, 16:54 Uhr
Lina Alsmeier (l.) hatten einen großen Anteil daran, dass der USC drei Punkte gegen den VCO Berlin um Juliane Noack und Jenni Liu (r.) gewann. Foto: Jürgen Peperhowe

Schwerer als erwartet und erhofft hat sich der USC Münster in seinem ersten Teil des Wochenend-Doppelpacks getan. Gegen Schlusslicht VCO Berlin mühte sich der Volleyball-Bundesligist beim Debüt von Leihgabe Marie Schölzel drei Sätze, gewann aber mit (25:20, 26:28, 25:15, 26:24). „Wir haben drei Punkte, das ist das Wichtigste“, meinte USC-Coach Teun Buijs , der nach den 104 Spielminuten schnell einen Strich unter die nicht überzeugende Partie zog und den Fokus auf das wichtige Duell am Sonntag (14.30 Uhr) mit dem SC Potsdam lenkte. „Wir haben nur eine kurze Erholungspause und müssen uns nun schnell erholten.“

Am Samstagnachmittag hakte und stockte es in der Anfangsphase – und zwar auf beiden Seiten. Münster schlug gut auf und brachte damit Edina Schmidt , die zunächst dreimal ein Service nicht sauber annehmen konnte, in die Bredouille. Und da sich der VCO bis zu Münsters 12:9 außerdem sechs Aufschlagfehler leistete, war der USC vorne. Dass es nur drei Zähler Vorsprung waren, lag am Buijs-Team, das nicht im Vollgas-Modus agierte und die letzte Konsequenz vermissen ließ. So blieb es lange eng, nach zwei guten Angaben von Schmidt war Berlin auf 14:15 herangerückt. Das Duell mit dem sieglosen Tabellenletzten war alles andere als ein Spaziergang, einzig die VCO-Schwäche beim Aufschlag verhinderte einen noch engeren Ausgang. Bis zum 23:20 für Münster servierte der VCO den Unabhängigen vier weitere Punkte frei Haus, Luisa Keller und Liza Kastrup beendeten schließlich den Satz.

Wacklige Annahme

Mehr Sicherheit verlieh der gewonnene erste Abschnitt dem USC aber nicht. Der Motor ruckelte weiter, lief beileibe nicht rund. Aus der 6:3-Führung wurde ratzfatz ein 6:7, der zweite Satz entwickelte sich zu einer engen Kiste. Das lag zum einen an den forsch aufspielenden Berliner Jungspunden. Das hing zum anderen aber auch stark mit dem Auftritt des Gastgebers zusammen, der nach dem 141-minütigem Mittwochskrimi in Suhl (3:2) und vor Potsdam offenbar in den Verwaltungsmodus und Schongang geschaltet hatte. Die Annahme um Libera Linda Bock – für sie kam beim 17:18 Lisa Thomsen auf das Feld – wackelte, Präzision und Durchsetzungsvermögen pendelten sich auf überschaubarem Niveau ein. Und so folgte das fast Logische: Berlin nutzte die sich bietenden Möglichkeiten, ließ sich von zunächst drei vergebenen Satzbällen nicht aus der Ruhe bringen und glich nach dem Punkt von Emma Cyris zum 28:26 aus. Es war erst der sechste gewonnene Durchgang des VCO in nun 16 Partien.

704 Zuschauer am Berg Fidel

So kamen die 704 Zuschauer in den Genuss, mehr Volleyball zu sehen. Was Buijs natürlich nicht ins Konzept passte, hatte er mit Blick auf das Potsdam-Spiel doch auf einen Kurzauftritt gehofft. Gereizt ob des Geschehenen wurde der USC, der nun mit Juliane Langgemach für Schölzel mit seiner zuletzt angestammten Formation agierte, nun seiner Favoritenrolle gerecht – zwar mit gehörig Verspätung, aber immerhin. Mareike Hindriksen mit zwei Aufschlagpunkten zum 4:0, Liza Kastrup zum 10:3 und Lena Vedder zum 21:10: Die Verhältnisse waren in Abschnitt drei schnell geklärt.

Doch aus dem Rücken- wurde nach dem dritten Seitenwechsel direkt wieder Gegenwind. Der USC verfiel in alte Muster und geriet gehörig in Gefahr, einen weiteren Satz und damit einen wichtigen Punkt im Rennen um die guten Playoff-Plätze zu verlieren. Zwölf der ersten 18 Ballwechsel im vierten Durchgang gingen auf das Konto der Hauptstädterinnen, Münster wackelte und kam nur partiell an sein Leistungsvermögen heran – und so wurde es richtig eng.

Lina Alsmeier als Matchwinnerin

Nur gut, dass Lina Alsmeier einen ihrer besseren Tage erwischte. Beim 20:23 sorgte sie zunächst für den Anschluss und bescherte ihrer Mannschaft nach einem technischen Fehler der starken Berlinerin Cyries (20 Punkte) einen Matchball. Bei dem blieb Alsmeier zwar noch im VCO-Block hängen, mit einem wuchtigen Angriff sowie einem Aufschlagpunkt gegen Schmidt machte die 18-Jährige – sie wurde verdient zur wertvollsten Spielerin gewählt – dann aber den Deckel drauf. „Das Team hat wieder viel mentale Energie gezeigt und den Rückstand gedreht“, sagte Buijs erleichtert und widmete sich umgehend der anstehenden Aufgabe Potsdam.

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