Volleyball: Bundesliga Frauen
Beim 1:3 des USC gegen Schwerin sieht Trainer Buijs „viele gute Dinge“

Münster -

Der USC Münster kassierte am Sonntag die dritte Niederlage in Folge. Doch der couragierte Auftritt beim 1:3 gegen Meister Schwerin lässt den Schluss zu, dass die kleine Talsohle durchschritten ist. Trainer Teun Buijs war zufrieden mit seinem Team.

Sonntag, 27.01.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 27.01.2019, 18:46 Uhr
Volltreffer: Luisa Keller bringt den Ball am SSC Block vorbei. Foto: Peter Leßmann

An der Überraschung geschnuppert und zumindest nicht gänzlich leer ausgegangen: Im Heimspiel gegen Meister Schweriner SC am Sonntag leistete der USC lange erbitterten Widerstand. Am Ende sprang beim 1:3 (23:25, 25:23, 17:25, 13:25) immerhin ein Satzgewinn heraus. 1637 Zuschauer verabschiedeten den Verlierer mit warmem Applaus. Den hatten sich die Unabhängigen redlich verdient. Zweieinhalb Sätze lang schickten sie den Favoriten in manche Bredouille. „Zum Schluss ist uns die Energie ausgegangen. Ich bin dennoch zufrieden mit unserer Leistung. Da hat heute eine Nachwuchsmannschaft der Bundesliga gegen ein Auswahlteam gespielt“, konstatierte Münsters Trainer Teun Buijs .

Bis zum 11:13 im dritten Abschnitt trat der USC als echter Herausforderer auf. Der Hausherr spielte immer couragiert, mitunter sehr clever und hielt die Fehlerquote durchgängig niedrig. „Das war unser Plan, er ist aufgegangen“, freute sich Buijs. Mareike Hindriksen zog im Zuspiel mit viel Witz die Fäden, im Angriff suchten und fanden Luisa Keller (16 Punkte), Liza Kastrup (12) und Kazmiere Brown (10) die Löcher im Schweriner Block. Über den Aufschlag erzeugte Münster den gewünschten Druck, mit großer Mühe gewann der Gast den ersten Satz. Im zweiten ging der USC noch beherzter zur Sache, bis zum 14:8 schaute SSC- und Bundestrainer Felix Koslowski zu, dann änderte er seine Formation mit einem Doppelwechsel. Münster stahl sich noch auf 17:8 davon, doch dann griffen beim Meister die Veränderungen. Stellerin Denise Hanke und Außenangreiferin Mckenzie Adams hoben das Spiel der Schweriner auf ein neues Niveau, mit letzter Kraft und eigenem Doppelwechsel (Svenja Enning für Hindriksen und Lena Vedder für Kastrup) rettete sich der USC ins Ziel.

Der Jubel auf den sehr gut gefüllten Tribünen war groß, auf dem Feld zapfte die Mannschaft alle Reserveleitungen an, doch in der Mitte des dritten Satzes war der Tank komplett leer. Münster hatte ausgespielt, der Rest war für den SSC nur noch Formsache. Konsequent spielte der Tabellenzweite seine außergewöhnlichen Qualitäten aus, insbesondere Adams drosch mehrfach beinahe die Luft aus dem Ball. „Die war schon klasse, das muss man anerkennen“, sagte Hindriksen später. Der eigenen Mannschaft attestierte sie einen „guten Start“ in die lange englische Woche, „wir hatten zuletzt ein kleines Tief. Heute haben wir uns da rausgearbeitet.“

Am Mittwoch spielt der USC in Suhl, Samstag gegen den VC Olympia, Sonntag gegen Potsdam. „In dieser Woche wird nicht trainiert, die Spiele sind unser Training“, erklärte Coach Buijs.

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