Volleyball: 3. Liga Frauen
Erfahrung gibt im Derby den Ausschlag für USC II gegen BW Aasee

Münster -

Die Meisterschaft scheint dem USC Münster II nur noch schwerlich zu nehmen. BW Aasee machte dem Neuling und Spitzenreiter im Derby das Leben aber dennoch extrem schwer. Die 1:3-Niederlage tat dem Gastgeber aber nicht allzu weh.

Sonntag, 20.01.2019, 19:02 Uhr aktualisiert: 21.01.2019, 16:38 Uhr
BWA-Mittelblockerin Anna Walke hatte ein paar gute Aktionen am Netz, Alisha Ossowski (r.) und der USC gewannen aber. Foto: fotoideen.com

Die Tabelle mit nun 14 Siegen in 14 Partien mag aussagen, dass der USC Münster II mal eben locker durch die 3. Liga marschiert. Die einzelnen Spiele aber erzählen andere Geschichten. Auch für das 3:1 (25:21, 16:25, 25:21, 25:22) im Derby bei BW Aasee arbeitete der Spitzenreiter hart. „Wir müssen uns immer strecken, und das ist gut so“, so Trainer Axel Büring. „Die Klasse ist eben sehr stark und eng.“

Auf der Gegenseite mussten die Gastgeber, die viel investierten, gut abwehrten und zuspielten und auch im Mittelblock eine Menge Power entfalten, erkennen, dass all das keine Punkte bringt. Wertlos war der Auftritt des Drittletzten, der nun schon fünf Zähler hinter dem rettenden Ufer liegt, aber nicht. „Spiele gegen eine so gut besetzte Truppe machen einfach Spaß, und das war auch unser Ansinnen“, sagte Coach Kai Annacker, der eine Menge ausprobierte und hinterher keinerlei negative Stimmung zuließ. „Klar, der Tiebreak wäre für uns schön gewesen, aber die Art und Weise stimmte.“

Der große Unterschied, so plump und ausgelutscht das klingen mag, lag wirklich in der Erfahrung. Während der Außenseiter in den heißen Momenten im Angriff zitternde Finger bekam, waren die erstligaerprobten USC-Mädels wie Sarah Petrausch oder Alisha Ossowski abgeklärt und konzentriert bei der Sache. Beachtlich vor allem der Auftritt von Johanna Thewes , die noch immer eine riesige Abschlaghöhe mitbringt, aber auch das Gespür für den passenden Chip mit 44 Jahren nicht verloren hat. Selbst ein paar Annahmeprobleme im vierten Abschnitt, als BWA aber auch klasse aufschlug, brachten sie nicht aus der Ruhe.

Zu Beginn ließ der Tabellenführer den Gegner immer mal wieder kurz herankommen, schnappte mit dem Satzball der sehr präsenten und lautstarken Lea Quabeck aber doch zu. Aasee antwortete klasse. Vor allem das Service von Patricia Lohmölder brachte eine 9:2-Führung, die nicht mehr kleiner als vier Zähler wurde (10:14). Amelie Strothoffs Aufschlag machte den Sack zu. Nun aber streifte Linda Dörendahl das Libera-Trikot beim Gast über und stabilisierte die Annahme. 15:7 stand es bereits in Abschnitt vier, BWA verkürzte auf 18:21 und sah doch Thewes und dann Petrausch mit dem Satzball effektiv angreifen. Der hochklassige vierte Satz brachte wechselnde Führungen, viel Tempo und eine zum Schluss aufdrehende USC-Regisseurin Lara Drölle. Die ist gerade 20, passt aber gut ins Konzert der Großen und war letztlich ein wichtiger Faktor.

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