Volleyball: Bundesliga
USC stolpert über Eigenfehler

Münster -

Als es galt, die Hinrunde zu veredeln, riefen die USC-Volleyballerinnen ihr Potenzial nicht ab. Beim 0:3 in Aachen zeigten sie ihre schwächste Saisonleistung. Trotzdem bleiben sie Vierter – doch die Konkurrenz rückt auf.

Donnerstag, 17.01.2019, 16:12 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 12:50 Uhr
Duell über der Netzkante: Auch Münsters Zuspielerin Mareike Hindriksen erwischte in Aachen nicht ihren besten Tag. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Morgen danach rauschte die Ent­täuschung noch durch die Köpfe. Der 0:3-Niederlage in Aachen konnten die Volleyball-Damen des USC Münster wirklich nichts Positives abgewinnen. Immerhin blieb den enttäuschten Verliererinnen Platz vier in der Tabelle erhalten. Doch die Meute hat Witterung aufgenommen. Aachen liegt nach Abschluss der Hinrunde nur noch einen Punkt hinter den Unabhängigen, Potsdam folgt wiederum einen Zähler zurück.

Schon am Samstag können sich die Verhältnisse zu Ungunsten Münsters ver­ändern. Aachen (gegen Erfurt) und Potsdam (gegen Wiesbaden) sind in ihren Heimspielen Favorit, Münster beim Dritten Dresden Außenseiter. Allerdings fielen auch die Sachsen am Mittwoch kräftig auf die Nase. Das 2:3 gegen den Drittletzten Straubing ist die Überraschung schlechthin in dieser Saison. „Es ist ein harter Ausreißer und tut richtig weh“, sagte DSC-Trainer Alexander Waibl nach der Enttäuschung vor 2200 Zuschauern. Gegen Münster wird Dresden auf Wiedergutmachung sinnen, da rollt gewiss einiges zu auf den USC.

In Aachen kamen die ­Gäste für Zählbares nicht ­infrage. Führungen in allen Sätzen waren spätestens ­Mitte der jeweiligen Abschnitte aufgezehrt. „Wir sind nie wirklich in einen Flow gekommen“, haderte Libera Lisa Thomsen , „es war ein super schlechter Tag von und für uns.“

Nur 72 Minuten dauerte das Duell an der Neuköllner Straße. Aachen war stabiler, giftiger und auch cleverer. Eine Sache von Erfahrung. Thomsen stimmte Trainer Teun Buijs in der Analyse zu. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, Schwankungen sind da ganz normal. Bis Mittwoch hat vieles super funktioniert. In Aachen haben wir unser Potenzial nun nicht aufs Feld bekommen.“

In Abwesenheit der verletzten Nationalspielerinnen Ivana Vanjak und Juliet Lohuis tragen seit Monaten viele junge Spielerinnen eine große Last: Luisa Keller (17), Lina Alsmeier (18) und Liza Kastrup (19) standen auch in Aachen in der Startformation. Alsmeier (13 Punkte) und Keller (elf) brachten nahezu 50 Prozent ihrer Angriffe durch. Kastrup blieb diesmal ohne nennenswerten Einfluss, doch die wahren Probleme hatte Münster am Mittwoch an anderer Stelle. Satte 14 Aufschläge (allein fünf von Zuspielerin Mareike Hindriksen) verfehlten ihr Ziel, zumeist segelten die Bälle deutlich über die letzte Linie hinaus. „Die Spielerinnen hatten die Order, sehr lang aufzuschlagen. Leider hat das nicht gut funktioniert“, meinte Coach Buijs.

Insgesamt fielen Aachen zu viele Punkte zu leicht zu. In den Sätzen zwei und drei profitierte der Gastgeber von 18 USC-Fehlern. Ihm selbst unterliefen nur acht – auch ein Unterschied. Der Trainer habe nachher klare Worte gefunden, sagte Thomsen am Donnerstag. Da hatte die Libera die Ärmel schon wieder hochgekrempelt. „Es ist wichtig, unseren Auftritt in Aachen zu analysieren. Aber nach nur einem schlechten Spiel muss sich jetzt wirklich niemand Sorgen machen“, erklärte die 33-Jährige.

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