Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC Münster hat die Chance zur Trendwende gegen den MTV Stuttgart

Münster -

Gefühlt kreuzt der USC Münster die Klingen mit dem MTV Stuttgart öfters als mit anderen Mannschaften. Die Bilanz ist dabei nicht die rosigste. Mut macht indes der letzte Pokalauftritt – die Unabhängigen unterlagen nur knapp mit 2:3.

Freitag, 02.02.2018, 16:02 Uhr

In Unterzahl: Mareike Hindriksen (rechts) liefert sich ein Netzduell mit den Stuttgarterinnen Jenna Potts (vorn) und Deborah van Daelen. Die Szene stammt aus dem Pokalspiel im Dezember.
In Unterzahl: Mareike Hindriksen (rechts) liefert sich ein Netzduell mit den Stuttgarterinnen Jenna Potts (vorn) und Deborah van Daelen. Die Szene stammt aus dem Pokalspiel im Dezember. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Feld in der Volleyball-Bundesliga ist klein und überschaubar. Und so kommt es, dass sich die Wege mancher Clubs häufiger kreuzen als nur in Hin- und Rückrunde. Beispielsweise im Pokalwettbewerb, in dem außer den Erstligisten nur eine gute Handvoll Regionalsieger mitmachen darf. Oder in den Playoffs. Mün­ster gegen Stuttgart ist solch ein Dauerbrenner, gefühlt spielte der USC in den vergangenen Jahren gegen keinen Kontrahenten öfter. Am Sonntag schon wieder, diesmal (14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) vor eigenem Publikum.

Die Bilanz der Unabhängigen gegen die Schwaben ist nicht die beste. In der Saison 2016/17 verlor Münster insgesamt vier Begegnungen gegen Stuttgart, in der aktuellen Serie sind es schon wieder zwei: Dem glatten 0:3 in der Meisterschaft folgte allerdings ein denkwürdiger Kampf im Viertelfinale des DVV-Pokals. Beim 2:3 lag der USC im dramatischen Tiebreak schon 11:7 vorn. Nur mit einigem Glück erreichten die Württembergerinnen die Vorschlussrunde.

Die Erinnerung an den Pokal-Krimi könnte Münster am Sonntag helfen. Gerade diese Partie sollte die USC-Damen im Wissen bestärkt haben, dass sie an einem richtig guten Tag auch einer Spitzenmannschaft gefährlich werden können. Und spitze ist Stuttgart, obschon in der Tabelle aktuell Zweiter, nun wirklich. Erst am vergangenen Wochenende fegte die Mannschaft wie ein Orkan über Ligaprimus Dresden hinweg. In ausverkaufter Halle siegte der MTV 3:0 (25:12, 25:18, 25:19) – nur 71 Minuten dauerte der Spuk vor 2251 Zuschauern. Eine Demonstration der Stärke.

Der USC verlor zuletzt in Wiesbaden 1:3 und damit den vierten Platz an die Hessinnen. Vielleicht nur vorübergehend, es ist ein großes Gedränge im Mittelfeld der Tabelle sechs Spieltage vor Beendigung der Hauptrunde. In Münster ging es in den vergangenen Wochen auf und ab, nur das Pech ist in dieser Saison eine verlässliche Konstante. In Wiesbaden kämpfte sich Hauptangreiferin Ivana Vanjak von einem Infekt spürbar angeschlagen durch die 100 Minuten, auf der Libera-Position vertrat Linda Dörendahl ihre Nachfolgerin Lisa Thomsen.

Und nun? Sieht es bei Vanjak gut aus und bei Thomsen besser. Nur: Jetzt hat der Coach ein Problem. Am Donnerstag wurde Teun Buijs von einem Virus erwischt, der Niederländer gab die Trainingsleitung an Marvin Mallach ab und blieb auch am Freitag der Übungseinheit fern. Bis zum Sonntag will er wieder fit sein.

Natürlich ist die Mannschaft auch bei Mallach in besten Händen. Der Pädagoge zählt seit Jahren zum Trainerstab der Unabhängigen. Für die Partie gegen Stuttgart wünscht sich der 31-Jährige „ein möglichst volles Haus und gute Stimmung. Unser Team wird alles reinwerfen.“ So wie im Pokal im Dezember, als dem USC beinahe die Sensation gelungen wäre. Mallach: „Wenn die Mannschaft frei von Druck ist, liefert sie ihre besten Leistungen ab.“

► Erstmals zum Kader zählt am Sonntag Johanna Müller-Scheffsky. Die Libera, die am Bundesstützpunkt trainiert und dem VC Olympia Münster angeschlossen ist, soll Lisa Thomsen entlasten. Mallach: „Lisa ist noch nicht wieder komplett fit, sie wird Pausen brauchen.“

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