Volleyball: Damen-Bundesliga
USC hat gegen Dresden wenig zu verlieren

Münster -

Mit zwei Niederlagen zuletzt hat sich der USC Münster selbst um eine hervorragende Ausgangsposition im Rennen um Rang vier gebracht. Dennoch ist die Lage noch gut. Vielleicht entscheiden am Ende die Bonuszähler. Und von denen gibt es im Heimspiel gegen Spitzenreiter Dresdner SC einige zu holen.

Freitag, 12.01.2018, 14:01 Uhr

Kampfgeist ist eine der hervorstechenden Tugenden der USC-Damen. In dieser Szene legt Mareike Hindriksen die Hände unter den Ball. Lisa Thomsen (rechts) und Juliet Lohuis haben die Aktion im Blick.
Kampfgeist ist eine der hervorstechenden Tugenden der USC-Damen. In dieser Szene legt Mareike Hindriksen die Hände unter den Ball. Lisa Thomsen (rechts) und Juliet Lohuis haben die Aktion im Blick. Foto: Jürgen Peperhowe

Es mag sein, dass sich Teun Buijs sein erstes Jahr beim USC Münster ein wenig einfacher vorgestellt hatte. Fortwährendes Pech mit Erkrankungen und Verletzungen zwangen den erfahrenen Volleyball-Trainer in der Vergangenheit immer wieder zu personellen Rochaden. Besonders betroffen war die wichtige Diagonal-Position. Sieben Spielerinnen hat der Niederländer dort bereits eingesetzt, zuletzt Liza Kastrup. Die 18-Jährige verletzte sich in dieser Woche bei einem Verkehrsunfall leicht. „Auf uns scheint ein Fluch zu liegen“, klagt Buijs. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Der jungen Linkshänderin geht es besser, vermutlich wird sie am Sonntag im Heimspiel gegen den Dresdner SC (14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) wieder zum Kader gehören.

Die Sachsen reisen als Spitzenreiter an, nur ein Ligaspiel haben sie verloren: gleich das erste gegen den SC Potsdam. Danach konnte niemand mehr dem DSC das Wasser reichen. Münster wird es versuchen, ist zunächst jedoch krasser Außenseiter. Aber Hoffnung gibt es im Sport ja immer. Es ist noch gar nicht lange her, dass der USC in Schwerin einen Punkt errang und voller Stolz heimkehrte.

Die Unabhängigen spielen eine starke erste Saison unter ihrem neuen Trainer. Es gab schon einige positive Überraschungen, zuletzt allerdings zwei Niederlagen am Stück. Jeweils im Tiebreak mussten sie sich Aachen (vor Weihnachten) und Erfurt (zum Rückrundenstart) beugen. In der Tabelle hat dies Münster Platz vier gekostet. NRW-Konkurrent Aachen hat nach Punkten gleichgezogen und weist mehr Siege auf als der USC. Hinter diesem Duo drängt Wiesbaden, die Hessinnen liegen aktuell genau einen Zähler zurück.

Die zweite Saisonhälfte verspricht viel Spannung, vielleicht setzt sich im erwarteten Dreikampf um Rang vier am Ende jenes Team durch, das Bonuspunkte einfährt. Der USC hat an diesem Sonntag die erste Chance, gegen Dresden gibt es wenig zu verlieren, aber sehr viel zu gewinnen. „Wir werden versuchen, unser bestes Niveau zu erreichen“, sagt Buijs, „was das bedeutet, ist auch abhängig vom Auftreten des Gegners.“ Heißt: Münster muss auch hoffen, dass Dresden keinen Sahnetag erwischt.

Seit einer Woche bereitet Buijs seine Mannschaft auf die sehr schwierige Aufgabe vor. „Die Trainingseindrücke sind gut, ich habe viel Vertrauen in dieses Team“, sagt der Coach. Nach den zwei Niederlagen sind die erfahrenen Spielerinnen wie Lisa Thomsen, Mareike Hindriksen und Ines Bathen gerade besonders gefordert. Das Problem: Libera Thomsen und Annahmespielerin Ba­then haben oft den ersten Ballkontakt, Zuspielerin Hindriksen den zweiten. Jüngere und weniger erfahrene Kräfte müssen die kleine Volleyball-Trilogie dann vollenden. „Das ist nicht immer einfach für sie, aber sie machen das schon gut“, sagt Buijs. Gegen Dresden müssen es alle sehr gut machen, wenn Münster für eine Überraschung – in welcher Ausprägung auch immer – infrage kommen will.

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