Fußball
Platzwart aus Leidenschaft beim BSV Ostbevern

Ostbevern -

Mehr als 20 Jahre ist Heinz Winkler (81) als Platzwart und Kassierer bei BSV-Heimspielen aktiv gewesen. Inzwischen hat seine Aufgaben weitgehend Werner Käuper (67) übernommen. Diese reichen von der Rasenpflege über die Instandhaltung der Gebäude bis hin zur Einteilung der Plätze fürs Training.

Dienstag, 16.07.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 17:00 Uhr
Mehr als 20 Jahre war Heinz Winkler (r.) als Platzwart und Kassierer bei BSV-Heimspielen aktiv. Inzwischen kümmert sich Werner Käuper um alles, was an Arbeiten im Beverstadion anfällt. Beide teilen die Liebe zum Fußballsport. Foto: Kock

„Es ist immer etwas zu tun, Langeweile kommt da nicht auf“, sagt Werner Käuper , wenn er an seine Aufgaben als Platzwart beim BSV Ostbevern denkt. Im Mai 2015 ist der heute 67-jährige Industriemechaniker in Rente gegangen, wenige Tage später hat er sein Tätigkeitsfeld ins Beverstadion verlegt.

Den Rasen auf dem Ostbeverner Sportgelände mäht er schon seit 21 Jahren. Nach und nach übernahm Käuper verstärkt auch Aufgabenfelder, um die sich zuvor Heinz Winkler gekümmert hatte. Der 81-jährige Fußballfan war seit Ende der 90er-Jahre als Platzwart auf dem neuen Sportareal in der Bevergemeinde aktiv gewesen. „Das hat mir viel Spaß gemacht, und ich bin viel mit Leuten zusammengekommen“, blickt Winkler zurück, der bis 2018 mehr als 20 Jahre auch als Kassierer bei Heimspielen aktiv war.

Inzwischen hat Werner Käuper seinen Job als Platzwart übernommen. „Jeden Morgen reiße ich erst mal die Fenster in den Umkleidekabinen auf. Das Problem mit dem Schimmel haben wir jetzt im Griff“, so der fußballbegeisterte Rentner. Natürlich gehören auch die 3. Halbzeit, die zahlreichen Geräteräume, Toiletten und die Erstellung des Platzbelegungsplanes zu seinem Tätigkeitsbereich.

„Alles, was als Hausmeister so anliegt. Ein bisschen technisches Verständnis ist schon da. Die Markierungsmaschine kriege ich inzwischen auch allein wieder hin.“ Schließlich hat der altbekannte Kreidewagen längst ausgedient, das präzise Anbringen der Außen- und Strafraumlinien erfolgt seit Jahren wesentlich fachmännischer. Und das nicht nur auf den Naturrasenplätzen im Dorf, sondern auch auf dem Fußballplatz in Brock, wo er Archie Baumkötter bei der Linienziehung unterstützt.

Geärgert haben den Mini-Jobber die zahlreichen Einbrüche im Beverstadion. „Zuletzt ist wieder der Kühlschrank in der 3. Halbzeit geknackt worden.“ Drei bis fünf Stunden verbringt Käuper täglich in seinem Reich. „Ich hab‘ Spaß daran, ein bisschen Zug in die Bande zu kriegen“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Bis 2002 war Käuper selbst als Torhüter bei den Alten Herren des BSV Ostbevern aktiv. Begonnen hatte er mit dem Fußballspielen als Achtjähriger im damaligen Westbevern-Brock. Irgendwann machte die Hüfte als Senior dann immer größere Probleme, sodass es ratsam erschien, das Fliegen von einer Ecke des Tores in die andere einzustellen. Um so mehr freut sich der verheiratete Vater zweier Töchter, dass er seinem Hobby in anderer Funktion bis heute treu bleiben konnte. „Ich denke noch nicht ans Aufhören. So lange ich fit bin, mache ich weiter.“

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