Fußball: Relegation um Aufstieg in die Landesliga
Lob für den SV Burgsteinfurt von allen Seiten

Burgsteinfurt -

Rund 400 Zuschauer sahen am Sonntag in Gievenbeck das Spiel des SV Burgsteinfurt gegen Nordkirchen. Die meisten stellten dem SVB ein gutes Zeugnis für diese Partie aus.

Montag, 03.06.2019, 16:51 Uhr
Köpfe streicheln und Wunden lecken in der kurzen Pause vor der Verlängerung. Sämtliche Spieler mussten am Sonntag an ihren Grenzen gehen, einige, die wie Philipp Brüggemeyer krank ins Spiel gingen, sogar darüber hinaus. Foto: Günter Saborowski

Die Tränen sind getrocknet, aber die Niederlage im ersten und einzigen Relegationsspiel des SV Burgsteinfurt gegen den FC Nordkirchen wirkt noch nach – sowohl im Kopf als auch in den Knochen der Akteure. 130 Spielminuten und 26 Elfmeter (wir berichteten) endeten in einer 10:11-Niederlage.

„Mit ein wenig mehr Glück hätten wir gewonnen. wir hätten in der ersten Halbzeit das zweite Tor machen müssen“, trauert Jörg Hülsey, Erster Vorsitzender des SVB, den vergebenen Chancen nach. Insgesamt sei die Leistung jedoch sehr gut gewesen: „Die Mannschaft kann stolz auf sich sein. Das war gute Werbung für den SVB.“ Die Vorschusslorbeeren hinsichtlich der Nordkirchener Stärke hätten sich nicht bestätigt, so Hülsey weiter. „Mit Lucas Bahlmann und Sam Anyanwu wäre das Spiel anders ausgegangen“, ist der SVB-Chef überzeugt.

„Wir haben in Gievenbeck noch zusammengesessen. Viel zu reden gab‘s ja nicht. Alle haben nur gedacht: Was für ne Scheiße“, drückte sich Trainer Christoph Klein-Reesink drastisch aus. Und ja, das nächste Spiel am Donnerstag – Gegner wäre der SCV Neuenbeken gewesen – hätte man mit einem besser gefüllten Kader bestritten. „Sam Anyanwu und Steffen Fabian wären wieder dabei gewesen, Bahlmann eventuell auch. Bei Lars Kormann, der sich das Knie verdreht hat, bin ich mir nicht sicher. Aber Philipp Brüggemeyer hätte seine Erkältung sicherlich überstanden“, sagt Klein-Reesink, der, nebenbei bemerkt, überrascht war, wie harmlos sich der FC Nordkirchen präsentierte: „Wir waren gut informiert, wussten das die hinten mit Dreierkette spielen und vorne mit zwei Spitzen, die Max Moor und Brüggemeyer gut im Griff hatten.“ Elfmeterschießen sei letztlich immer Glücksache.

SVB-Kapitän Brüggemeyer konnte sich am Montag nicht zum Spiel äußern, da er nach der Anstrengung von Sonntag das Bett hüten musste, zudem noch ohne Stimme.

Interessierte Beobachter der Begegnung waren auch die Trainer des SV Wilmsberg und TuS Altenberge. Christof Brüggemann: „Für diese äußeren Bedingungen war es ein gutes Spiel, in dem Burgsteinfurt in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft war. Nach der Pause konnte man sehen, wie die Kräfte nachließen, vor allem als Brüggemyer und Kormann rausmussten. Da war Nordkirchen näher am 2:1 dran als Burgsteinfurt, obwohl Brake das gut gemacht hat auf der rechten Seite. Und Elfmeterschießen ist halt reine Lotterie. Schade für Burgsteinfurt. Aber die meisten, die ich gesprochen habe, sind sich sicher: Die Mannschaft, die sich in dem Spiel durchsetzt, wird auch aufsteigen.“

Florian Reckels: „Ich habe mit unseren ehemaligen Altenberger Spielern Brameier und Hintelmann mitgefiebert und hätte Burgsteinfurt und Christoph den Sieg gegönnt. Auch wenn die nächsten Spiele dann anstrengend geworden wären.“

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