Fußball: Bezirksliga 12
Wilmsberger wollen dem SV Burgsteinfurt in die Suppe spucken

Borghorst -

Das Wilmsberger Waldstadion ist am Sonntag die Bühne für einen Klassiker des modernen Bezirksliga-Fußballs. Der SVW lädt sich Tabellenführer SV Burgsteinfurt ein, um diesem die zweite Derbyniederlage der Saison beizubringen. Für Gäste-Trainer Christoph Klein-Reesink steht fest: „Das wird wie Borussia Dortmund gegen Schalke 04“.

Freitag, 26.04.2019, 16:16 Uhr
Alexander Wehrmann (r.) und seine Wilmsberger müssen sich mal wieder richtig lang machen, um gegen den SVB was zu erreichen. Die beiden Burgsteinfurter Nico Schmerling (l.) und Max Moor (M.) haben anderes im Sinn. Foto: Thomas Strack

Christof Brüggemanns Plan sah eigentlich so aus, mit einem Heimsieg am Sonntag gegen den SV Burgsteinfurt nach Punkten mit dem Lokalrivalen gleichzuziehen. Doch durch diese Rechnung hat der Wilmsberger Spielertrainer nach den Niederlagen in Lengerich und gegen Horstmar einen dicken Strich gemacht. „Statt einem Highlight-Spitzenspiel ist das Derby jetzt eben nur noch ein Highlightspiel“, findet der Übungsleiter.

Neun Punkte trennen den gastgebenden SVW vom Ligaprimus aus Stemmert. Als Mitkonkurrent um die Meisterschaft sind die Piggen raus, stattdessen freunden sie sich mit der Rolle des Königsmörders an. „Wir wollen Burgsteinfurt in die Suppe spucken. Ist doch klar, dass wir auch in der nächsten Saison gerne Derbys gegen den SVB spielen möchten“, kündigt Brüggemann an.

Dafür muss seine Truppe aber mehr mobilisieren als zuletzt. Im Nachholspiel am Donnerstag gegen Horstmar (0:1) fehlte es an der Galligkeit, am Tempo und an den Ideen. Gerade im Offensivbereich gab es keine Kreativität. „Wir haben eigentlich die Leute, die die klugen Steckpässe spielen können, nur zeigt das aktuell keiner“, wundert sich Brüggemann.

Raffael Dobbe, der am Donnerstag fehlte, ist am Sonntag wieder dabei. Das wirkt sich doppelt aus: Mit ihm steht die Abwehr sattelfester, und Marius Wies kann auf seine angestammte Sechs vorrücken.

„Ich erwarte richtig wütende Wilmsberger“, stellt sich SVB-Coach Christoph Klein-Reesink auf Gegenwind ein. „Ist auch verständlich, denn mit einem Sieg gegen uns können sie die vergangenen Wochen vergessen machen. Das ist vielleicht vergleichbar mit dem Spiel Dortmund gegen Schalke heute Nachmittag.“

Mit dem 1:1 am Donnerstag in Altenrheine kann Klein-Reesink rückblickend gut leben. „Wir hatten die Devise ausgegeben, dass verlieren verboten ist. Folglich haben wir unser Ziel erreicht und fahren jetzt optimistisch nach Wilmsberg.“

Allerdings mussten die Burgsteinfurter für diesen Zähler Opfer bringen. Jonas Greiwe klagt über muskuläre Probleme, Sam Anyanwu musste zur Pause ausgewechselt werden. Ihm war nach einer Kopfverletzung übel und schwindelig. „Bei solchen Geschichten gilt es, besonders aufzupassen. Ich weiß nicht, ob dass mit Sam am Sonntag schon wieder was wird“, äußert Klein-Reesink Skepsis.

Im schlimmsten Fall würden somit zwei zentrale Mittelfelder fehlen. Das schreit eigentlich nach Thomas Artmann, doch der Leistungsträger ist weiterhin angeschlagen. „Wie wichtig Thomas für uns ist, hat er nach seiner Einwechslung in Altenrheine gezeigt. Aber er hat immer noch Schmerzen, und wir haben ja noch ein paar Partien in dieser Saison zu spielen“, wägt Klein-Reesink das Für und Wider von Artmanns Einsatz in der Startformation ab.

Das Hinspiel Anfang November verloren die Stemmerter mit 0:2, beide Tore erzielte Ricardo Bredeck. Der erste Gegentreffer resultierte aus einem Freistoß, nachdem kurz zuvor Lars Bode aufgrund einer Notbremse Rot gesehen hatte. „Bevor die das erste Mal aufs Tor geschossen haben, hätten wir 3:0 führen müssen. Ich hoffe, dass das Spielglück diesmal auf unserer Seite ist“, so „Reese“.

 

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