Volleyball: Länderspiel Frauen
Traumstart für USC-Talent Alsmeier bei deutscher 2:3-Niederlage gegen Polen

Münster -

Neben Linda Bock, die aktuell fest integriert ist, hatten zwei weitere USC-Spielerinnen ihren Auftritt beim Test-Länderspiel der deutschen Volleyballerinnen in Münster. Lina Alsmeier gab ihr Debüt, und auch Ivana Vanjak feierte ein Kurz-Comeback.

Donnerstag, 15.08.2019, 22:04 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 22:23 Uhr
Knapp geschlagen geben mussten sich die Deutschen mit Lisa Gründing (l.) und Kimberly Drewniok gegen Agnieszka Kowoleska und Polen. Foto: Jürgen Peperhowe

Und dann kam Lina Alsmeier. Zum Satzball im vierten Abschnitt. Nach inzwischen zwei Stunden Spielzeit und bei einer Hallentemperatur von 31 Grad kratzte ihr Aufschlag die Netzkante. Er flog weiter und kam nach drei Ballkontakten des Gegners im Länderspiel gegen Polen nicht mehr zurück. Super Einstand für die neueste und nächste Nationalspielerin des USC Münster. Ein Träumchen. Dass Deutschlands Volleyballerinnen den EM-Test 2:3 (25:22, 18:25, 20:25, 25:22, 8:15) verloren – irgendwie geschenkt.

Sehr lange hatte die 20-Jährige auf ihren Einsatz warten müssen, dann endlich kam das Signal. In einem ganz wichtigen Moment durfte Alsmeier auf die Bühne. „Super“, sagte sie später, „ich hatte sehr gehofft, ein paar Bälle spielen zu dürfen.“ Mitte des Tiebreaks kam sie dann noch einmal aufs Feld. Da hatten die Polinnen aber längst Oberwasser.

Frauen-Volleyball-Länderspiel: Deutschland -Polen

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  • Ein Test-Länderspiel bestritt am 15. August 2019 das deutsche Frauen-Volleyball-Nationalteam in Münster gegen Polen.

    Ein Test-Länderspiel bestritt am 15. August 2019 das deutsche Frauen-Volleyball-Nationalteam in Münster gegen Polen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bundestrainer Felix Koslowski stimmte seine Spielerinnen - wie hier Linda Bock - auf ihre Aufgabe ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Beste Stimmung herrschte zu Beginn in der Halle Berg Fidel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Feierliche Zeremonie vor Spielgebinn.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ein Trio aus Münster war dabei: Bock, Alsmeier und Vanjak

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dann ging es zur Sache - wie hier im Netzduell von Jana Poll (r.) gegen Agnieszka Kokolewska.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die frühere Münsteranerin Louisa Lippmann präsentierte sich erneut als Leistungsträgerin des deutschen Teams.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Deutschlands Volleyballerinnen verloren den EM-Test mit 2:3 Sätzen (25:22, 18:25, 20:25, 25:22, 8:15).

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  • Alsmeier hilft Pia Kästner hoch

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  • Es folgen weitere Impressionen vom Spiel...

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USC-Trainer Teun Buijs schaute mit einer Mischung aus Freude und Besorgnis vom ungewohnten Tribünenplatz aufs Spielfeld. Das überraschende Comeback von Ivana Vanjak nach schwerer Knieverletzung fand nur bedingt seinen Geschmack. „Sie hat in den vergangenen Monaten sehr hart für die Rückkehr gearbeitet“, sagte der Niederländer, „aber sie hatte noch keinen Wettkampf, deshalb ist es auch ein Risiko. Ich hoffe nicht, dass ich mir in zwei Wochen ans Herz fassen muss.“ Nun, diese kleine Geschichte wird wohl gut ausgehen. Bundestrainer Felix Koslowski brachte Vanjak nur für ein paar Ballwechsel.

Bei der bevorstehenden EM müssen andere die DVV-Auswahl anschieben. Die frühere Münsteranerin Louisa Lippmann unterstrich ihre herausragende Stellung im Nationalteam auch in Münster. Doch nach dem Ausfall der verletzten Hanna Orthmann (ebenfalls früher USC) wird die Last, die sie im Angriff tragen muss, vielleicht zu schwer.

An diesem Freitag trifft Deutschland in einem zweiten Testspiel erneut auf Polen. Noch am Wochenende nominiert der Bundestrainer dann seinen Kader für die kontinentalen Titelkämpfe. Mit Linda Bock , die am Donnerstag nur kurze Einsätze hatte, wird sich zumindest eine Spielerin des USC auf die Reise zum Vorrundenturnier in der Slowakei machen. Sie ist als zweite Libera hinter Anna Pogany (Schwerin) gesetzt. Für Alsmeier kommt die Europameisterschaft wohl noch zu früh. „Ich glaube nicht, dass sie ein Ticket bekommt“, meinte Vereinstrainer Buijs, „aber ihre Zeit wird noch kommen. Lina hat noch viele gute Jahre vor sich.“

Kommentar: Profitiert der USC

Zwei junge USC-Spielerinnen im DVV-Kader und dies in der unmittelbaren EM-Vorbereitung. Es ist großartig und ein Ritterschlag für die gute Nachwuchsarbeit. Und dann hat ja auch Ivana Vanjak den Fuß in der Tür, die nach schwerer Verletzung am Donnerstag in den Kader des Nationalteams zurückkehrte. Münster ist zuverlässiger Zulieferer für Auswahlteams des Verbandes. Die Ausbildungsarbeit im westfälischen Zentrum genießt einen hervorragenden Ruf. Wenn es dem USC gelingt, die Talente zu binden, wird auch er mittelfristig davon profitieren. Das ist in vielerlei Hinsicht anstrengend, aber auch ein sehr lohnenswertes Ziel.

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