Fußball: Kommentar
Keller als DFB-Präsident – eine gute Wahl, aber ...

Die Person Fritz Keller ist eine sehr gute Wahl, schreibt unser Redaktionsmitglied Jürgen Beckgerd zur abgeschlossenen Suche der DFB-Findungskommission nach einem Präsidenten. Allerdings gibt es einen Haken im Prozedere, der aufstößt.

Donnerstag, 15.08.2019, 20:14 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 22:01 Uhr
Fritz Keller  Foto: dpa

B einahe konnte man den Eindruck gewinnen, der DFB habe aus der Vergangenheit gelernt. Gelernt, dass Transparenz und Offenheit, eine wohltuende Debattenkultur und, ja: auch eine größtmögliche Partizipation der Millionen Mitglieder einem demokratisch legitimierten und ausgerichteten Verband guttun. Jedenfalls besser, als weitreichende Entscheidungen, wie die Kandidatenkür im Verborgenen zu treffen.

An der fachlichen und menschlichen Qualität Kellers , ein guter DFB-Präsident werden zu können, kann hier gar nicht gerüttelt werden. Dem 62-Jährigen haftet ein tadelloser Leumund an. Dass er „aus dem Hut“ gezaubert wurde, zeigt, dass der DFB eben doch nichts gelernt hat. Heimlich, still und leise einen (!) Präsidentschaftskandidaten zu küren, widerspricht Gepflogenheiten eines zeitgemäßen Miteinanders. Keller scheint eine gute Wahl zu sein, über das Prozedere darf man aber zumindest den Kopf schütteln.

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