Motorsport: Grasbahn-EM
Christian Hülshorst: „Die Chance ist 1:17“

Lüdinghausen -

Bei der Europameisterschaft 2018 im französischen Tayac lief es nicht so gut für Grasbahnfahrer Christian Hülshorst. Umso mehr hat sich der Lüdinghauser für die diesjährige Auflage in Bad Hersfeld vorgenommen.

Donnerstag, 15.08.2019, 19:45 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 20:00 Uhr
Will das Ergebnis von 2018 in Tayac vergessen machen: Christian Hülshorst vom AMSC Lüdinghausen geht am Samstag wieder bei der Europameisterschaft an den Start. Foto: Niklas Tüns

„15 oder 16 Mal“ habe er in den vergangenen zwei Jahrzehnten seiner Karriere bei den internationalen Solisten an einer EM teilgenommen, schätzt Christian Hülshorst . Der Grasbahnfahrer vom AMSC Lüdinghausen durchlebte dabei Höhen und Tiefen. Vor zwei Jahren etwa schrammte der heute 42-Jährige in Hertingen als bester deutscher Fahrer nur haarscharf am Treppchen vorbei. Ganz anders lief es 2018 für den Lüdinghauser: Im französischen Tayac, wo er sowohl den A- als auch den B-Endlauf verpasste. Am kommenden Samstag will er in Bad Hersfeld wieder an die Leistung von 2017 anknüpfen.

Vor zwei Jahren noch Vierter, 2018 nur im C-Finale dabei . . . Was ist diesmal drin für Christian Hülshorst?

Hülshorst: Die Bahn liegt mir eigentlich, von daher sind die Voraussetzungen schon ganz gut. Zumal ich es mir grundsätzlich immer zutraue, bei einer EM aufs Podium zu fahren. Andererseits sind unter meinen 17 Konkurrenten diesmal viele junge und schnelle Fahrer mit am Start. Sie kennen die Bahn zwar noch nicht, werden sich deshalb aber auch nicht davon abhalten lassen, Gas zu geben.

Was ist das Besondere an der Bahn in Bad Hersfeld?

Hülshorst: Sie ist nur zwischen 500 und 600 Meter lang, Auch der Untergrund ist anders als auf dem Westfalenring. Die Bahn in Bad Hersfeld hat eine tiefere Grasbahn mit etwas leichterem Boden.

Wer ist Ihr Favorit auf den EM-Titel?

Hülshorst: Einen einzigen klaren Favoriten kann man bei diesem hochklassigen Teilnehmerfeld nicht nennen. Zum Kreis der heißesten Anwärter zählen für mich James Shanes, Kenneth Hansen, Zach Wajtknecht und Bernd Diener. Aber auch Paul Cooper ist in dieser Saison sehr schnell unterwegs.

Und Sie selbst? Wie groß ist die Chance, das erste Mal in Ihrer langen Karriere Europameister zu werden?

Hülshorst: Bei dieser Konkurrenz? 1:17 (lacht)

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