Badminton: Senioren-WM in Kattowitz
Langenhorsts Monika Regineri wird Weltmeisterin

Ochtrup -

Monika Regineri hat den großen Schlag gelandet: Bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Kattowitz gewann die Badmintonspielerin der SpVgg Langenhorst/Welbergen die Goldmedaille (Mixed, AK 70). Dabei hatte ein schwerer Fahrradunfall fast schon alle Hoffnungen auf eine Teilnahme zerstört.

Donnerstag, 15.08.2019, 15:12 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 21:18 Uhr
Monika Regineri gelang in Kattowitz Unglaubliches: Nur rund acht Wochen nach ihrem Schulterbruch gewann sie zwei WM-Medaillen. Ihr Mann und Trainer Heinz sowie die ganze SpVgg-Badmintonabteilung freuen sich mit ihr. Foto: Stefan Hoof

Die Badminton-Abteilung der SpVgg Lan­genhorst /Welbergen stellt eine Weltmeisterin: Monika Regineri gewann jetzt im polnischen Kattowitz an der Seite von Hans-Joachim Pothmann Gold im Mixed der Altersklasse 70. Damit nicht genug, denn zusammen mit Renate Knötzsch gab es obendrein Bronze im AK70-Damendoppel.

Dass die 71-Jährige ihr erstes WM-Edelmetall mit nach Hause bringen würde, war nicht abzusehen, denn Regineri ging mit ganz, ganz kleinen Erwartungen an den Start. Und das hatte seinen Grund, denn am Pfingstmontag brach sie sich bei einem Fahrradunfall die Schulter. Glück im Unglück – es war die linke und nicht die der Schlaghand. Trotzdem: Die WM-Teilnahme rückte in weite Ferne.

Doch Regineri biss sich durch. Viereinhalb Wochen später stand die mehrfache Deutsche Meisterin wieder auf dem Badminton-Court. „Das erste Training war so was von daneben. Ich habe nicht mal mehr einen vernünftigen Aufschlag hinbekommen“, erinnert sie sich.

Doch aufgeben ist für die in Gronau lebende Spitzenspielerin keine Option. In den verbleibenden dreieinhalb Wochen vor dem Turnier biss sie auf die Zähne. Unter der Regie ihres Mannes und Trainers Heinz kämpfte sie sich zurück. Für die zwingend erforderliche Matchpraxis sorgten ihre Mitspieler von der SpVgg. „Ohne deren Unterstützung wäre es einfach nicht gegangen. Diesen Weg hätte ich alleine nie gehen können.“

„Vor meiner Verletzung hatte ich mir zum Ziel gesetzt, so weit zu kommen wie möglich. Aufgrund der Schultergeschichte habe ich meine Vorstellungen aber drastisch runtergefahren“, berichtet Regineri.

Doch in Kattowitz kam dann alles ganz anders. Der Zweisatzsieg zum Auftakt gegen die kanadisch-finnische Paarung Foubister/Junnila bescherte den Deutschen das Duell mit den an Nummer drei gesetzten Engländern Garret/Brown. „Gegen die hatten wir zuvor schon einmal verloren“, erinnern sich Regineri und der für den TSV Marl-Hüls antretende Pothmann. Doch die Skepsis war unbegründet: Mit 21:15 und 21:18 wurden die favorisierten Briten ausgeschaltet.

Ein 2:0 im Viertelfinale gegen die Japaner Matsuada/Kataito machte Regineris erste WM-Medaille perfekt. Jetzt ging es nur noch darum, welche Farbe diese haben würde. Nach dem 2:0 gegen das englische Duo Brothers/Hewett standen die beiden Westfalen im Finale. Und auch dort gaben sie keinen Satz ab: Mit 21:12 und 21:18 verwiesen sie die Japaner Hirohisa Toshijima/Yuriko Okemoto auf Rang zwei.

Gefeiert wurde anschließend in einer Pizzeria. Regineri belohnte sich mit einer Pizza Hawaii, die im Glanz der Goldmedaille laut der neuen AK70-Mixed-Weltmeisterin „super schmeckte“.

So ganz hat die Langenhorsterin ihre Gefühle anscheinend noch nicht verarbeitet, denn sie gesteht ein: „Die Tage in Kattowitz und den Gewinn zweier Medaillen – das muss ich erst mal noch sacken lassen.“

Aber allzu lange sollte das nicht dauern, denn die nächsten Aufgaben warten ja schon im September – und zwar im Dress der SpVgg Langenhorst/Welbergen in der Bezirksliga Nord.

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