Badminton: Mixed-Team-EM
Kopenhagen für Li, Schäfer und Efler eine Reise wert?

Lüdinghausen -

Badminton ist ein Spiel, bei dem bis zu vier Frauen und Männer einem Ball hinterherjagen. Und am Ende gewinnen immer die Dänen. Aber auch die Deutschen – darunter drei Spieler des SC Union Lüdinghausen – haben in Kopenhagen was vor.

Dienstag, 12.02.2019, 19:59 Uhr
Die Lüdinghauserin Yvonne Li dürfte bei der am Mittwoch beginnenden Mixed-Team-EM im Einzel gesetzt sein. Foto: Claudia Pauli/DBV

Es ist bei kontinentalen Titelkämpfen im Badminton ja ein bisschen so wie beim Frauen-Rodeln. Oder in der Fußball-Bundesliga. Man weiß vorher schon, wer gewinnt: die Deutschen (Rodeln), die Bayern (Fußball) – und Dänemark (Badminton). Immer. Wer also in diesen Tagen in Kopenhagen in ein Wettbüro geht und ein paar Kronen auf einen Erfolg der Gastgeber bei der Mixed-Team-Europameisterschaft setzt, wird womöglich ausgelacht. Lohnt nicht.

DBV-Coup 2013

Wobei: Dass im Damen-Rodeln mal wer anders gewonnen hätte, ist zwar nicht überliefert. Deutscher Fußball-Meister aber sollen in grauer Vorzeit tatsächlich die Dortmunder gewesen sein. Und auch die gemischte DBV-Auswahl war bereits Europameister, 2013 in Russland. Im Finale entzauberte das Team um die Ex-Lüdinghauserinnen Karin Schnaase und Juliane Schenk den Seriensieger. 3:0, ein Coup, einmalig. Ansonsten haben die Dänen den Wettbewerb seit 1998 stets für sich entschieden.

Insofern tritt man den deutschen Assen – darunter drei Akteure des Erstligisten SC Union – nicht allzu nahe, wenn man das Erreichen des Endspiels als Maximalziel voraussetzt. Einzel, Doppel, Mixed, Männer wie Frauen: In allen Disziplinen zählen die Skandinavier um Superstar Viktor Axelsen zur internationalen Elite. „Klar ist Dänemark der Top-Favorit. Erst recht vor eigenem Publikum“, weiß Lüdinghausens Nummer eins, Kai Schäfer.

Schwere Gruppe

Die gute Nachricht: Auf die Übermannschaft, die neben Frankreich, den Niederlanden (mit Unionist Jelle Maas) und Spanien in Gruppe 1 antritt, können die Deutschen frühestens im Halbfinale am Samstag treffen. Die schlechte: Yvonne Li und Co. bekommen es in Gruppe 2 mit den schlagbaren Iren (erster Gegner am heutigen Mittwoch), aber eben auch mit den Medaillenanwärtern Russland (am Donnerstag) und England (Freitag, jeweils 14 Uhr) zu tun. „Einen von beiden müssen wir hinter uns lassen, um mindestens Zweiter zu werden. Das wird schwer“, fürchtet die Steverstädterin.

Die frischgebackene Deutsche Meisterin sollte in Kopenhagen gesetzt sein. Anders sieht es bei den Männern aus. Max Weißkirchen hatte zuletzt bei der DM in Bielefeld knapp die Nase vorn. „Dafür ist Kai der international Erfahrenere“, macht Christoph Schnaase der aktuellen Nummer zwei in Deutschland Mut. Denkbar sei, dass – je nach Gegner – mal Weißkirchen, mal Schäfer zum Einsatz komme, so der Einzel-Bundestrainer und Union-Coach.

Doppelter Einsatz für Efler ?

Linda Efler, wie die Vereinskollegen zum ersten Mal bei der Mixed-Team-EM am Start, kommt laut DBV-Sportdirektor Martin Kranitz gar für zwei Einsätze pro Partie in Betracht: „Russland ist das Schlüsselspiel auf dem Weg zu einer neuerlichen Medaille. Da werden wir nicht taktieren, sondern das stärkste Damen-Doppel und das beste Mixed aufbieten.“ Bei der DM triumphierte die Lüdinghauserin an der Seite der Bischmisheimer Marvin Seidel und Isabel Herttrich in beiden Disziplinen. Vor zwei Jahren, im polnischen Lubin, gewann Deutschland Bronze. In der Vorschlussrunde scheiterten Josche Zurwonne und Co. an – na? – logisch, Dänemark.

Zum Thema

Auf Einladung des europäischen Badmintonverbandes berichten die WN in den nächsten Tagen exklusiv von der Mixed-Team-EM.

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