50. Nationale Tennis-Hallenmeisterschaften für Senioren in Essen
Verletzungspech trübt die Freude

Gronau -

Mit vier Teilnehmern aus dem Herren 50 Westfalenliga-Team war der Tennisverein Grün-Gold Gronau bei den 50. Nationalen Tennis-Hallenmeisterschaften von Deutschland für Seniorinnen und Senioren in Essen in der höchsten nationalen Kategorie S1 hervorragend vertreten.

Mittwoch, 21.03.2018, 06:03 Uhr

Friedrich Sievert zog in das Achtelfinale der Hauptrunde ein, war dort gegen die Nr. 8 der Deutschen Herren 55 Rangliste aber nahezu chancenlos. Foto: sh

„Echte Titel“ gab es zwar keine für die Gronauer, die waren aber auch nicht wirklich zu erwarten. Das Abschneiden kann sich insgesamt aber sehen lassen. Doch es gab nicht nur Anlass zur Freude, Verletzungen trübten den guten Gesamteindruck.

In der Altersklasse Herren 50+ gingen Wolfgang Nolze und René Maseland an den Start, bei den Herren 55+ Friedrich Sievert und in der Altersklasse 60+ war das Team durch seinen „Senior“ Uwe Steinacker vertreten.

Das beste Hauptrunden-Ergebnis erreichte dabei Friedrich Sievert, der die dritte Runde (Achtelfinale) erreichte. Die erste Runde überstand er dabei zwar noch kampflos, weil sein Gegner absagen musste. Aber danach besiegte er mit Markus Bündgens aus Köln einen Spieler, der mit Leistungsklasse (LK) 8 zwei Klassen höher notiert ist als Sievert (LK 10). Im Achtelfinale schied er gegen Joachim Gersdorf von der TG Plochingen (Württemberg) allerdings aus. Gegen die Nr. 8 der Deutschen Herren 55 Rangliste (DTB) war Sievert beim 0:6, 2:6 erwartungsgemäß weitgehend chancenlos. Dennoch ein schöner Erfolg für Sievert, der dadurch wertvolle Ranglisten- und Leistungsklassenpunkte sammeln konnte.

Von Wolfgang Nolze, LK 6 und mit Nr.83 der Deutschen Herren 50 Rangliste der Bestplatzierte im Gronauer Team, konnte man je nach Auslosung ein ähnliches Ergebnis erhoffen.

Als ungesetzter Spieler hatte er es zum Hauptrunden-Auftakt zwar nicht mit einem der Turnierfavoriten zu tun, jedoch mit Peter Lucas (TC Blau-Weiß Wuppertal-Elberfeld , DTB 102) einen sehr starken Gegner, gegen dessen druckvolles und platziertes Spiel er sich nach Kräften wehrte, nach knapp zweistündiger Spielzeit jedoch eine 3:6, 3:6-Niederlage nicht verhindern konnte. Lucas vergab in der darauffolgenden Runde zwei Matchbälle gegen den späteren Halbfinalisten Guido Steil (Marienburger TC, DTB 14).

Nolze kam damit in die Nebenrunde mit allen Spielern, die ihr Auftaktmatch verloren hatten. Und wie schon im Vorjahr konnte er dort den Titel gewinnen, schlug mit Ingo Balters (TC Essen-Bredeney, DTB 66; 5:7, 7:5, 10:6) sowie Gerhard Bartscher (TC Rot-Weiß Hangelar, DTB 42; 6:4, 6:2) höher platzierte Spieler und sammelte ebenfalls wertvolle Punkte für die Deutsche Rangliste und seine LK.

In der gleichen Altersklasse war mit René Maseland ein weiterer Spieler der Herren 50 von Grün-Gold am Start. Maseland, derzeit LK10, musste zunächst in die Qualifikation zum Hauptfeld. Mit Guido Silberbach vom TC Grävingholz wartete dort auf ihn zwar eine schwere, aber dennoch lösbare Aufgabe. Großes Pech für ihn, denn beim Stand vom 3:6, 0:1 verletzte er sich am Knie und fällt mit einer Bänderverletzung voraussichtlich mehrere Wochen aus.

In der Altersklasse 60+ sorgte Uwe Steinacker für Aufsehen, bevor auch er sich verletzte. In seiner Auftaktbegegnung hätte er gegen den deutlich vor ihm eingestuften Reinhard Schroeck vom TC Neuwied (Rheinland-Pfalz, DTB 37) fast für eine Überraschung gesorgt, unterlag nach fast dreistündigem Kampf allerdings sehr knapp mit 4:6, 6:4, 4:6.

Somit wartete wie für Nolze auch auf ihn die Nebenrunde. Nach Freilosen zum Auftakt erreichte er dort mit einem hart erkämpften 7:6, 6:4-Sieg über Bernhard Bockstiegel vom TC Römerberg (Rheinland-Pfalz) das Finale. Doch wie für Maseland ereilte auch Steinacker dort das Verletzungspech. Gegen Thomas Profazi vom TC St. Mauritz Münster musste er mit einer Rückenverletzung aufgeben.

Je nach Diagnose fällt auch Steinacker längere Zeit aus, was dem Gronauer Westfalenliga-Team angesichts der anstehenden Sommer-Meisterschaftsrunde nicht zu wünschen wäre.

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