Rennsport: 109. Renntag in Drensteinfurt
Holzschuh holt das Triple im Drensteinfurter Erlfeld

Drensteinfurt -

Es war der 109. Renntag, mit dem Sonntag im Sportpark „Erlfeld“ der Dreingaustadt aufgewartet wurde. Trotz der widrigen Witterungsbedingungen kamen viele Zuschauer und Rennsportfreunde zum Freiluftspektakel. Die Fanschar ist dem Rennverein Drensteinfurt als Ausrichter dieser traditionsreichen Grasbahnveranstaltung weiterhin treu geblieben. Geboten wurde auch dieses Mal mitreißender Rennsport.

Montag, 19.08.2019, 16:26 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 19:00 Uhr
Winfried Kelm und Furienza führten das Feld dieses Rennens an. Bei den Trabreitern (kl. Bild oben rechts) siegte Sytske de Vries und ihr Merlin. Anne Lehmann und Dream Gibus (kl. Bild oben links) wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht. Foto: Heinz Schwackenberg

Spektakulär präsentierten sich die Sulkyfahrer bei ihren Vorstellungen. Spektakulär waren aber auch die Wetteinsätze, die im Verlauf des Renntages zu hohen Gewinnquoten führten.

Auf der Zeittafel standen 13 Prüfungen. Eine unter ihnen als Trabreiten ausgeschrieben. Anspruchsvollste Prüfung dieses Renntags war hierbei der Große Preis der Sparkasse Münsterland Ost, für vier bis 14-jährige Vierbeiner mit 5000 Euro dotiert. Dort gelang es Nicole Hildebrand mit Irrwisch auf der Schlussgeraden noch hauchdünn an Jochen Holzschuh vorbeizuziehen, der mit Immosand über lange Zeit geführt hatte und sich nun mit dem zweiten Platz begnügen musste. „Ein Start, ein Sieg, 100 Prozent Erfolg“, kommentierte die vor Freude überschäumende Amazone ihren Erfolg. Bronze ging, das sei noch nachgetragen, an Günther Lühring und den in Frankreich gezogenen Ricmic de Val.

Hildebrand gewinnt Großen Preis

Holzschuh gleichwohl konnte es wohl verschmerzen: Insgesamt vier Rennen beendete er als Erster und holte das Triple; bereits zum dritten mal in Serie beanspruchte den Fahrercup für sich.

Vorangestellt war die siebte Prüfung des Drensteinfurter Renntages, der Preis der Oelder Pott´s Brauerei – nach seinen Anforderungen auch „Franzosenrennen“ genannt. Wohl deshalb, weil es in Frankreich bei gleicher Gelegenheit durchaus über 2900 Meter gehen kann. Die dreieinhalb Runden waren für das Erlfeld ein Novum. Dort wurde bisher ausnahmslos mit Prüfungen über 2100 Meter aufgewartet.

Anne Lehmann, klare Favoritin mit ihrem in Frankreich gezogenen Dream Gibus, wie alle weiteren Vierbeiner in dieser Prüfung übrigens auch, wurde in der zweiten Runde aus dem Rennen genommen. Damit war für den achtjährigen Bikini de Larcy, Wallach von Onward du Clos und Mutter Queenie, der Weg frei für Gold. Nach dem Formenspiegel ein überraschender Sieg. Auf den Plätzen folgten Marco Menger mit Chronos und Dr. Sjoerd van der Galien mit Baltic du Calorne.

Erstmals ein „Franzosenrennen“ im Erlfeld

Spektakulär war nicht zuletzt das Trabreiten und damit der Preis der Westfälischen Nachrichten. Zum zehnköpfigen Starterfeld dieser Prüfung zählte auch Ronja Walter, Tochter des erfolgreichen Sulkyfahrers Manfred Walter, der im Erlfeld in der Vergangenheit immer wieder überzeugte.

Kurzinterview mit Klaus Storck, Vorsitzender des Rennvereins

Der 109. Renntag ist Geschichte. Trotz Regens fanden sich mehrere tausend Zuschauer ein. Redakteur Ulrich Schaper sprach mit Klaus Storck, dem Vorsitzenden des Rennvereins über die Bilanz des Wochenendes.Herr Storc, vorab: Wie unangenehm ist so ein Regenguss für Fahrer und Pferde tatsächlich?Orth: Das ganze wird natürlich etwas langsamer. Aber ansonsten hat es keine Effekt.Macht es das Rennen gefährlicher?Orth: Nein, das hat keine Auswirkungen. Die Fahrer fahren dann etwas umsichtiger – den Bedingungen angepasst. Man sieht das auch daran, dass der ganze Renntag unfallfrei über die Bühne gegangen ist.Wie fällt denn Ihre sportliche Bilanz aus?Storck: Wir hatten ein gutes Feld beisammen, haben gute Rennen gesehen, ausgezeichnete Pferde und Fahrer. Insgesamt hatten wir knapp 108 000 Euro Umsatz. Das ist für die Bedingungen, die wir hatten ein hervorragendes Ergebnis.Und aus Organisatoren-perspektive?Storck: Wir hatten schon so viele unterschiedliche Wetterlagen von Hitze bis Land unter. Es gibt Leute, die sagen: Wir schaffen das. Für unseren Rennverein kann ich behaupten: Wir können das. So etwas wirft uns nicht mehr um. Da sind wir schon drauf eingestellt, so viel Routine.

...

Ronja Walter blickt aktuell auf 60 Siege zurück, bei denen Garry assistierte, ein Tipi/Magic of Love-Sohn. Der läuft und läuft von Sieg zu Sieg – trotz aller Streckenzulagen. Drensteinfurt wird dabei wohl eine Ausnahme bleiben. Denn hier hatte Merlin die Nase vorn. Und nicht nur die Nase. Merlin und Sytske de Vries passierten die Ziellinie mit deutlichem Vorsprung. Ihr schlossen sich Anne Lehmann auf Expensive und Dust und Susan Wiedijk mit Elma Alki bei der Platzierung an.

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