Tischtennis: DTTB-Rangliste
Wiggers krasse Außenseiterin, aber voller Vorfreude

Ottmarsbocholt -

Beim Top-48-Ranglistenturnier am Wochenende in Duisburg-Obermarxloh steht auch eine Spielerin des Regionalligisten SC BW Ottmarsbocholt an der Platte. Das gab’s noch nie. Ob Selina Wiggers überhaupt etwas zu verlieren hat?

Donnerstag, 05.10.2017, 18:44 Uhr aktualisiert: 06.10.2017, 15:43 Uhr
Erfolgsaussichten gering, Vorfreude riesig: Selina Wiggers nimmt am Bundesranglistenturnier teil. Für sie wie für ihren Verein ist es eine Premiere. Foto: Christian Besse

Vor 14 Tagen – das WTTV-Ranglistenturnier in Beelen stand unmittelbar bevor – haben die WN Selina Wiggers nach ihren Aussichten im Kreis Warendorf gefragt. „Wenn alles gut läuft, die Gruppenphase überstehen“, lautete die zurückhaltende Antwort der jungen Ottmarsbocholterin. Es folgte: ein nie für möglich gehaltener dritter Platz. Verbunden mit der Quali für das Bundesranglistenturnier an diesem Wochenende in Duisburg-Obermarxloh.

Dort misst sich die 19-Jährige mit einigen der besten deutschen Tischtennisspielerinnen, 48 insgesamt. Zwar sei die erste Riege – etwa jene Damen, die bei der Team-EM in Luxemburg Gold nur um Haaresbreite verpassten – nicht dabei, so Turnierorganisator Michael Lange. Aber immerhin fünf Erstliga-Frauen schlagen in der Walter-Schädlich-Halle auf, dazu überwiegend Spielerinnen mit Zweit- und Drittligaerfahrung.

Lehrstunde ausdrücklich erwünscht

Wiggers – Regionalliga, unteres Paarkreuz – gibt sich folglich keinen Illusionen hin: „Im Normalfall kann ich in Duisburg wenig ausrichten.“ Trotzdem sei die Vorfreude „riesig“. Am liebsten würde sie in ihrer Sechsergruppe, die am Freitagabend ausgelost wird, auf eine der Spielerinnen aus der Beletage treffen. „Selbst wenn ich wahrscheinlich jeden der drei Sätze hoch verlieren würde: Irgendwas abschauen kann ich mir bestimmt“, glaubt die gebürtige Appelhülsenerin.

Bis gestern war noch nicht klar, ob Wiggers in Duisburg von BWO-Sportwart Frank Weitkamp gecoacht wird: „Eigentlich werden die NRW-Teilnehmerinnen von den Verbandstrainern betreut. Ich würde mich aber wohler fühlen, wenn ich mit Frank eine Vertrauensperson an meiner Seite hätte.“

So oder so: Zu verlieren hat Wiggers, die am gestrigen Donnerstag ihr duales Studium in Köln und Krefeld (beim Branchen-Riesen Butterfly) aufgenommen hat, rein gar nichts. Meint auch Brunno Rennack: „Alles, was Selina am Wochenende erreicht, ist reines Zubrot.“ Die einzige Sorge des BWO-Abteilungsleiters: „Dass allmählich die Runde macht, wie gut sie wirklich ist und es entsprechende Abwerbeversuche gibt.“ Wiggers kann Rennack an der Stelle beruhigen: „Irgendwann mal eine Klasse höher spielen? Warum nicht, wenn es der Beruf zulässt. Momentan fühle ich mich aber in der Regionalliga und vor allem in Ottmarsbocholt bestens aufgehoben.“

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