Fußball: Neuer Trainer in Senden
André Bertelsbeck hat noch immer den Preußen-Adler im Herzen

Senden -

André Bertelsbeck kommt als Trainer zum VfL Senden. Der langjährige Spieler des SC Preußen Münster hat eine bewegte Karriere hinter sich. Ansgar Brinkmann spielte dabei eine Rolle, Hannes Bongartz, die Altintop-Zwillinge und seine heutige Ehefrau.

Samstag, 20.05.2017, 09:05 Uhr

Über ein Jahrzehnt lang verteidigte André Bertelsbeck (vorne r.) für den SC Preußen Münster.Noch bis zum Ende dieser Saison trainiert André Bertelsbeck den Sendener Ligakonkurrenten TSG Dülmen.
Über ein Jahrzehnt lang verteidigte André Bertelsbeck (vorne r.) für den SC Preußen Münster.Noch bis zum Ende dieser Saison trainiert André Bertelsbeck den Sendener Ligakonkurrenten TSG Dülmen. Foto: Jürgen Peperhowe

Lange Zeit wurde darüber spekuliert, mit welchem Trainerteam Fußball-Landesligist VfL Senden in die neue Spielzeit gehen wird. Seit Anfang der Woche ist klar: Neben Erfolgscoach Rainer Leifken wird zur Saison 2017/18 André Bertelsbeck , der vom Liga-Konkurrenten TSG Dülmen zum VfL kommt, an der Sendener Seitenlinie stehen (WN berichteten).

Heimischen Fans dürfte Bertelsbeck ein Begriff sein. Der heute 44-Jährige machte sich als langjähriger Spieler von Preußen Münster einen Namen. Gelernt hat er das Fußballspielen bei Brukteria Rorup und der TSG Dülmen. „Zur B-Jugend bin ich zum VfL Bochum gewechselt“, erinnert sich Bertelsbeck. Im zweiten A-Jugendjahr zog er weiter zu Preußen Münster, wo er seine sportliche Heimat fand. Mit einer kurzen Unterbrechung beim 1. FC Bocholt blieb er über ein Jahrzehnt beim SCP.

Deutscher Amateurmeister

Als Bertelsbeck Anfang der 1990er-Jahre zur ersten Mannschaft der Preußen stieß, liefen die Münsteraner in der Oberliga Westfalen auf. Trotz zweier Meisterschaften verpassten sie den Aufstieg in die Zweite Liga. Die Preußen scheiterten in den Aufstiegsrunden am Wuppertaler SV und an RW Essen. Im Jahr 1994 genügte ein zweiter Platz zum Aufstieg in die neu gegründete Regionalliga West/Südwest. Im selben Jahr gewannen die Preußen die Deutsche Amateurmeisterschaft. Bei allen Erfolgen mit dabei: Bertelsbeck als eisenharter Verteidiger. „Meine Zeit bei Preußen war unglaublich schön“, trägt der Bankkaufmann, der unter anderem mit Ansgar Brinkmann zusammen spielte, den Preußen-Adler noch immer im Herzen.

Sieg gegen Wattenscheid 09

Nach über einem Jahrzehnt bei Preußen Münster spielte Bertelsbeck ab der Saison 2000/01 vier Jahre bei Eintracht Rheine in der Oberliga. Gerne erinnert er sich an ein Westfalenpokal-Halbfinale gegen den damaligen Regionalligisten SG Wattenscheid 09 zurück. „Das Spiel war am 30. April 2003. Wattenscheids Trainer war Hannes Bongartz, als Spieler waren die jungen Altintop-Zwillinge mit dabei. Wir haben bei strömendem Regen nach Elfmeterschießen gewonnen“, sagt Bertelsbeck. Auf der Siegesfeier lernte er seine spätere Frau Stefanie kennen, mit der er heute drei Kinder hat. Durch den Finaleinzug hatten sich die Rheinenser für den DFB-Pokal qualifiziert, scheiterten jedoch in der ersten Runde am VfB Lübeck unter Trainier Dieter Hecking.

Ich möchte mit meinen Jungs unbedingt drinbleiben und in der kommenden Saison zwei Spiele gegen sie haben.

André Bertelsbeck

Nach zwei Jahren beim VfB Hüls, wo Bertelsbeck die 400-Spiele-Marke in der Oberliga knackte, ließ er seine Karriere als Spielertrainer bei Brukteria Rorup ausklingen. Mittlerweile coacht er bereits in der fünften Saison die TSG Dülmen. Als Bezirksliga-Meister und Aufsteiger kämpfen die Dülmener um den Klassenerhalt in der Landesliga. „Das ist mein ganz großes Ziel. Ich möchte mit meinen Jungs unbedingt drinbleiben und in der kommenden Saison zwei Spiele gegen sie haben“, sagt er.

André Bertelsbeck

André Bertelsbeck Foto: Ralf Aumüller

Erst wenn der Klassenerhalt für die TSG gesichert ist, beschäftigt sich Bertelsbeck mit Senden. Ebenfalls vom Dülmener Klassenerhalt hängt übrigens auch Bertelsbecks Planung für das nächste Wochenende ab. Der Dülmener ist Mitglied einer Truppe ehemaliger Preußen-Spieler, die noch heute regelmäßig etwas gemeinsam unternimmt. Am kommenden Donnerstag besuchen sie das Fußballmuseum in Dortmund. Von dort aus startet am Freitagmorgen der ICE in Richtung Pokal-Finale in Berlin. Wenn es für die TSG dann aber noch um den Klassenerhalt geht, bleibt der Trainer zu Hause und schaut sich das Spiel am Fernseher an – hundertprozentiger Einsatz für die eigene Mannschaft, von dem ab der kommenden Saison der VfL Senden profitieren wird.

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