Fußball: 3. Liga
Schwacher Preußen-Start – doch 2016 lief es noch schlechter

Münster -

So schwach wie jetzt starteten die Preußen nicht zum ersten Mal in der 3. Liga. Der Trend zeigt deutlich nach unten – und alle Niederlagen in der Meisterschaft mussten letztlich auch unter hochverdient verbucht werden. Schwierige Zeiten.

Dienstag, 17.09.2019, 14:48 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 09:01 Uhr
Sven Hübscher steht unter Druck.  Foto: Gunnar A. Pier

Eigentlich startete der SC Preußen Münster , seit er 2011 aus der Regionalliga in die 3. Liga aufstieg, meist eher gut als schlecht in die Saison. Zumindest, wenn man den achten Spieltag als Maßstab nimmt. Pavel Dotchev , aktuell Trainer von Drittliga-Konkurrent Viktoria Köln , ließ es sich nicht nehmen, am Samstag nach dem 3:2-Erfolg beim SCP kleine Spitzen zu verteilen.

Er wisse ja schon, dass in Münster die Stimmung gereizt sei nach so einem Saisonstart. Er war damals beurlaubt worden, als der Club nur auf Rang 17 lag, mit sieben Punkten aus sieben Partien. Wobei er vergaß zu erwähnen, dass bei den Preußen da noch dem verpassten Zweitliga-Aufstieg wenige Monate zuvor hinterher getrauert wurde.

Dotchevs 72 Punkte reichten in der Saison 2012/13 zum vierten Rang, nicht zum Sprung in die 2. Bundesliga. In der neuen Spielzeit fand der SCP nicht wirklich in die Spur.

Und darin unterscheidet sich natürlich auch die Situation im Hier und Jetzt. Trainer Sven Hübscher dürfte alles andere als erfreut über die Ausbeute sein: Platz 16, acht Punkte, 11:13 Tore – die Zahlen machen wenig Spaß. Beim Gastspiel am Samstag bei Überraschungsspitzenreiter Hallescher FC gilt es, den negativen Trend einzudämmen – nur ein Punkt auf zuletzt vier Partien.

Möglicherweise kehrt dann Abwehrchef Ole Kittner zurück, der SCP sucht händeringend nach einem Anführer auf dem Feld. Man wird sehen, was sich Hübscher sonst noch einfallen lässt.

Münster hat jedenfalls schon deutlich bessere Startphasen in der 3. Liga aufs Parkett getanzt. Zum Beispiel nach dem Aufstieg im Spätsommer 2011, als der Aufsteiger 13 Punkte (9:6 Tore) als Fünfter gesammelt hatte.

Unter Trainer Ralf Loose war der SCP sogar einmal Dritter mit 15 Punkten (12:6 Toren), das war 2015. In fünf von neun Startphasen hatte das Team nach acht Runden zweistellig Punkte gesammelt. So gar nicht glorreich war es dagegen 2013 (Platz 17/sieben Punkte), und 2017 (Platz 14/acht Punkte), diese Tabellenstände gleichen dem aktuellen Ranking der Preußen.

Und so schlimm wie 2016 kann es auch nicht mehr werden, als der SCP unter Horst Steffen das Teilnehmerfeld in der 3. Liga auf Rang 20 abschloss. Letzter mit vier Punkten – wenig später übernahm Benno Möhlmann den Trainerstuhl und führte Münster mit viel Erfahrung frühzeitig zum Ligaerhalt.

► Marian Prinz, Torwart im Drittliga-Aufgebot, ist zum DFB-Torwartcamp der Talente der Jahrgänge 2000 bis 2005 in der Sportschule Bitburg von Sonntag bis Dienstag eingeladen worden.

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