Fußball: 3. Liga
Litka könnte Preußen gegen Uerdingen neue Kreativität liefern

Münster -

Sieben Punkte aus fünf Partien, zu Hause zwei Siege, auswärts zwei Niederlagen und ein Remis. Klingt nach Mittelfeld für den SC Preußen. Was okay wäre. Mit dem KFC Uerdingen stellt sich nach Würzburg nun der nächste angeschlagene Gegner vor.

Freitag, 23.08.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 16:15 Uhr
Maurice Litka (r.) könnte als Zehner und Freigeist gegen Ex-Club Uerdingen in die Startelf der Preußen zurückkehren. Foto: Jürgen Peperhowe

Langsam, aber sicher sortiert sich das Feld in der 3. Liga. Ingolstadt, Duisburg und Braunschweig ganz oben – das macht schon jetzt irgendwie Sinn. Chemnitz und Jena im Tabellenkeller, das könnte auf Strecke so sein. Der KFC Uerdingen könnte ein solches Problem, die Zugehörigkeit zum unteren Tabellendrittel auf Dauer, bekommen, wenn das Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster verloren geht. Nun gut, sechster Spieltag in der 3. Liga, doch eine Tendenz wäre dann schon zu erkennen.

Ohne respektlos sein zu wollen, aber Uerdingen blieb bislang hinter den Erwartungen.

Sven Hübscher

Münsters Trainer Sven Hübscher freut sich auf die Begegnung am Samstag (14 Uhr) gegen die Krefelder. Zu Hause lief es bei zwei Versuchen gegen Jena (2:0) und Kaiserslautern (3:2) nicht nur ansehnlich, sondern auch erfolgreich. Diese kleine Serie soll weiterentwickelt werden. Wobei der 40-Jährige auch sagt: „Ohne respektlos sein zu wollen, aber Uerdingen blieb bislang hinter den Erwartungen.“ Was nicht mehr oder weniger bedeutet, als dass er den Kader der Gäste für gut befindet. Aber der 40-Jährige tritt auch selbstbewusst für seine Schützlinge ein, Angst vor dem Gegner sieht anders aus: „Uerdingen hat viel Tempo, viel individuelle Qualität. Aber warum sollen wir den KFC nicht schlagen können?“ Das ist eine rhetorische Frage.

Startelfdebüt für Okan Erdogan

Große personelle Überraschungen erwartet er beim Gegner nicht. Dass Ex-Preuße Adriano Grimaldi erste Wahl ist, scheint zumindest einigermaßen sicher. Damit steht Münsters Innenverteidiger Okan Erdogan bei seinem Drittliga-Startelfdebüt gleich mal vor einer ambitionierten Aufgabe. Der 28 Jahre alte Torjäger Grimaldi schoss für Münster in 71 Drittliga-Partien 30 Tore, gerade seine letzte Saison 2017/18 blieb beim Anhang in guter Erinnerung. „Machen wir kein Theater darum. Okan wird Ole Kittner ersetzen. Er ist angekommen in der 3. Liga, er zeigt das in jedem Training. Ich habe großes Vertrauen in ihn“, sagt Hübscher. Grimaldi oder sonst wer als Gegner – das Abwehrtalent würde so oder so am Samstag für Kittner spielen.

7000 Zuschauer erwartet

Zudem rückt Niklas Heidemann auf der linken Abwehrseite wieder in die Startelf, nachdem Ugur Tezel beim 2:3 in Würzburg keinen guten Tag erwischt hatte. Er war an allen Gegentoren beteiligt, nun wird das Thema aufgearbeitet, Hübscher ist auch als Psychologe gefragt: „Das gehört im Profifußball dazu. Dass es letzten Samstag so lief, nehme ich auch auf meine Kappe. Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen.“ Soll auch heißen, Tezel, Spitzname Uli, wird weitere Chancen erhalten. Ein Schwalbe macht noch keinen Sommer, ein schwaches Spiel ist ergo auch nicht das Ende.

Ansonsten dürfte Maurice Litka, der in Würzburg in der offensiven Mittelfeldzentrale nach der Pause für Power gesorgt hatte, auch in die Startelf rücken. Möglicherweise ist Heinz Mörschel der Leidtragende und muss raus.► Die Preußen rechnen mit rund 7000 Zuschauern und bis zu 600 Gäste-Fans. ► SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Erdogan, Scherder, Heidemann – Wagner, Rodrigues Pires – Özcan, Litka, Schnellbacher – Dadashov

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