Fußball: 3. Liga
Ex-Preuße Schweers trifft mit Würzburg auf seinen alten Verein

Münster -

Lion Schweers galt als eines der großen Preußen-Talente. Nach vier Jahren bei den Profis hat der 23-Jährige nun den Verein verlassen und sich den Würzburger Kickers angeschlossen. Am Samstag gibt es ein Wiedersehen. Allzu sentimental gibt sich der Verteidiger nicht.

Donnerstag, 15.08.2019, 22:34 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 09:11 Uhr
Lion Schweers (l.) trägt seit dieser Saison das Trikot der Würzburger Kickers und kämpft noch um einen Stammplatz. Foto: imago-images/foto2press

Als Eigengewächs, das zumindest noch ein Jahr in der U 19 der Preußen spielte, galt Lion Schweers lange als Versprechen für die Zukunft. Doch im Frühjahr einigten Verein und Abwehrspieler sich, für manchen Beobachter etwas überraschend, auf die Trennung am Saisonende. Beim Drittliga-Rivalen Würzburger Kickers hat er nun eine neue Heimat gefunden. Am Samstag (14 Uhr) kommt es am Dallenberg zum Wiedersehen mit dem Ex-Club.

Für den gelassenen Westfalen „natürlich ein besonderes Spiel“, aber eben auch nicht mehr. „Dass mein alter Verein der Gegner ist, steht absolut nicht im Vordergrund.“ Auch der Kontakt zu den ehemaligen Kollegen reduzierte sich in den vergangenen Tagen. Bei den Mainfranken war ja zuletzt auch eine Menge los. Dem Auftaktsieg gegen Bayern München II folgten drei Niederlagen in der englischen Woche und zuletzt nach bravouröser kämpferischer Vorstellung das Aus im DFB-Pokal gegen Bundesligist 1899 Hoffenheim im Elfmeterschießen (4:5). Zum Auftakt hatte Schweers einen Kurzeinsatz, beim 0:3 in Ingolstadt spielte er vor 14 Tagen durch, ansonsten musste sich der Innenverteidiger bislang gedulden. Kein Wunder, kam er doch erst wenige Tage vor dem Ligabeginn nach Würzburg. „So ist der Transfermarkt eben, manchmal etwas schwierig“, sagt er. In der neuen Umgebung und in der Mannschaft hat sich der 23-Jährige dennoch gut eingefunden. „Die Jungs sind super, die Stadt ist wunderschön und hat Flair. Aber ich bin hauptsächlich hier, um Fußball zu spielen Wir haben viel Potenzial, die Leistungen waren auch gut.“

Ob Schweers am Samstag gegen den SCP beginnt, vermag er nicht zu sagen. „Ich weiß aber, dass Münster eine junge, hungrige Truppe hat, ähnlich wie wir. Gefühlt ist die Mannschaft bisher jedes Mal taktisch und personell anders aufgelaufen.“ Nach 96 Drittliga-Partien (die allermeisten überzeugend) in vier Senioren-Jahren für die Preußen steht der gebürtige Dortmunder nun erstmals auf der anderen Seite. Zeit für den einen oder anderen Plausch wird er sich aber ganz sicher nehmen dürfen.

Hübscher hat die Qual der Wahl

Der Plan steht praktisch, Preußen Münster will bei den Würzburger Kickers am Samstag (14 Uhr) mehr als nur eine gute Figur machen. Freitag findet das Abschlusstraining noch auf dem heimischen Gelände statt, dann wird gemeinsam gegessen, ehe sich der Trainerstab und der 18-köpfige Spieltagskader aufmacht gen Mainfranken. Trainer Sven Hübscher schöpft dabei fast aus dem Vollen. Jannik Borgmann meldete am Donnerstag Probleme mit einem Zeh, er „wackelt für Würzburg“, so Hübscher. Ein Ausfall würde ihm die Qual der Wahl ein wenig nehmen. Über die Woche hatte er 21 Feldspieler auf dem Trainingsfeld, ein Trio muss also gestrichen werden. Fällt Borgmann aus, wären es noch zwei. Der Coach spürte den höheren Konkurrenzkampf zuletzt förmlich. Loris Deiters fällt länger aus. Er war nominell die einzige Vertretung für Niklas Heidemann, der 20-Jährige ist gelernter Linksverteidiger. Nach einem Eingriff am Knie wird er wohl erst in sechs Wochen wieder ins Training zurückkehren. Damit hat vor allem die U 23, Aufsteiger in die Oberliga, ein Problem. Deiters sollte da Wettkampfpraxis sammeln und sich in den Einheiten der Profis empfehlen. Rufat Dadashov steht erneut im Kader der Nationalmannschaft Aserbaidschans. Er wurde für die EM-Qualifikationsspiele in Cardiff gegen Wales (6. September) und in Baku gegen Kroatien (9. September) berufen.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6851823?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F
A2: Ein Toter und vier Verletzte
Rettungshubschrauber landeten am Samstagabend auf der A2-Abfahrt Hamm-Uentrop und flogen zwei Schwerverletzte in Krankenhäuser. Für einen 18-jährigen Ahlener kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.
Nachrichten-Ticker