Fußball: 3. Liga
Praxis sammeln in der U 23 – neuer Anlauf für Tezel bei den Preußen

Münster -

Preußen Münster sieht dem Ende der Saison entgegen, drei Auswärtsspiele stehen noch an. Am vorletzten Spieltag gastiert der Karlsruher SC in der 3. Liga in Münster. Vielleicht wird der eine oder andere Spieler noch seine Visitenkarte auf dem Feld hinterlegen können, der wenig in Erscheinung getreten ist.

Donnerstag, 25.04.2019, 15:10 Uhr aktualisiert: 25.04.2019, 16:08 Uhr
Konnte sich bislang selten in Szene setzen: Defensivspezialist Ugur Tezel (vorn) Foto: Jürgen Peperhowe

Am Dienstag nach Ostern weilte Malte Metzelder , der Sportchef des SC Preußen Münster , in Frankfurt bei der Managertagung des 3. Liga. Turnusmäßig treffen sich die Verantwortlichen, erhalten Infos über den Stand der Dinge und werden über Neuigkeiten in Kenntnis gesetzt. Metzelder kehrte nach Münster in dem Wissen zurück, dass sein Club nach dem 1:0-Sieg über Großaspach sportlich für die neunte Saison der 3. Liga planen kann. „Da können wir einen Haken dran machen“, sagte der 37-Jährige, und meinte den erfolgreichen Klassenerhalt.

Starke U 23

Teile des Ostermontags hatte er noch in Emsdetten verbracht, da schaute er sich die U-23-Reserve an. Als der Westfalenliga-Spitzenreiter durch den 7:0-Erfolg seinen Vorsprung auf SuS Neuenkirchen auf sechs Punkte ausgebaut hatte, fand Metzelder lobende Worte für das Team von Trainer Sören Weinfurtner.

Zwei Akteure aus dem Drittliga-Aufgebot mischten munter mit: Jannik Borgmann, der zudem aus Emsdetten kommt, sowie Ugur Tezel . Borgmann hatte es mit 16 Einsätzen in der Hinrunde zur Stammkraft in der 3. Liga gebracht. Dann bremste ihn eine Verletzung aus.

Tezel, gekommen von Hertha BSC II aus der Regionalliga, kam nur beim 1:4 in Aalen im Sommer 2018 zum Einsatz, immerhin bereitete er in 45 Einsatzminuten das 1:3 durch Rufat Dadashov vor. Das ist seine Bilanz.

Drittliga-Lizenz

Der SC Preußen hat die Lizenz unter Bedingungen erhalten. Der Verein muss ein wirtschaftliches Delta bis zum 28. Mai schließen. „Die Lage ist nicht anders als in den Vorjahren. Was in den nächsten Wochen passiert an Vertragsabschlüssen, ist Delta-verringernd“, spricht SCP-Geschäftsführer Bernd Niewöhner von einer stabilen Lage und branchenüblichen fehlenden Vertragsabschlüssen. Der SCP hat 4,05 Millionen Euro an Sponsoreneinnahmen im Lizenzantrag als Plan ausgegeben, rund 3,2 Millionen wurden im ersten Anlauf beim DFB anerkannt. Erzielt der Verein über Sportrechtevermarkter Lagardère Einigkeit mit einem Hauptsponsor, dürfte die Differenz gleich um 300 000 bis 350 000 Euro schrumpfen. Aktuell ist Schauinsland-Reisen größter Partner des SCP. Von einer Gefahr für die endgültige Lizenzerteilung geht Niewöhner nicht aus, man werde die „Hausaufgaben“ erledigen. Die Zuschauerzahlen des SCP liegen bei bislang 136 171 Zuschauern (Vorsaison: 126 335, Schnitt 6649) bei den 18 Heimspielen. Im letzten Heimspiel gegen den Karlsruher SC wird mit 9200 Besuchern kalkuliert. Dann hätte der SCP die Zahl auf 145 317 (Schnitt 7648) gesteigert.

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Tezel-Bewertung schwierig

Gerade Tezel ist schwer zu bewerten. Oder? „Er ist nach wie vor ein sehr interessanter Spieler, sehr schnell und hoch veranlagt“, sagt Metzelder. Aber auch: „Er hat ein rabenschwarzes Jahr hinter sich.“ Im zweiten Vertragsjahr könnte der Trainerwechsel von Marco Antwerpen zu Sven Hübscher Tezels neue Chance werden.

Münsters Sportchef Metzelder gefällt, dass sich beide, sowohl Borgmann wie auch Tezel, nicht zu schade sind für die Reserve. Sie wollen spielen, Praxis sammeln, dem Team möglichst helfen – und dann natürlich auch den Aufstieg mitfeiern.

Kehrt Warschewski zurück?

Noch stehen fünf Partien in der Westfalenliga an. Möglicherweise kommt im Saisonfinale mit Tobias Warschewski ein dritter Akteur aus dem Drittliga-Kader dazu. Das 21 Jahre alte Sturmtalent, zuletzt im Dezember gegen Zwickau mit seinem 46. Drittliga-Einsatz sowie Treffer Nummer fünf notiert, wird in der Reserve „aufgepäppelt“. Nach einem Tief zum Jahreswechsel versucht der gebürtige Dortmunder wieder Fuß zu fassen. „Er hält sich an alle Absprachen und Vorgaben. Die Entwicklung geht aktuell in die richtige Richtung“, versprüht Metzelder vorsichtigen Optimismus in dieser Causa.

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