Fußball: 3. Liga
Hübscher dürfte Werder Richtung Preußen verlassen – Verteidiger Slamar im Visier

Münster -

Die Suche nach einem neuen Trainer soll beim SC Preußen bis zum Ende dieses Monats abgeschlossen sein. Mit Sven Hübscher ist der heißeste Kandidat ausgemacht. Sein aktueller Verein Werder Bremen würde den 40-Jährigen wohl freigeben. Aber will er das auch?

Mittwoch, 13.03.2019, 14:20 Uhr aktualisiert: 13.03.2019, 15:32 Uhr
Sven Hübscher Foto: Witters

Die Personalie Sven Hübscher konkretisiert sich. Mittlerweile bestreiten zumindest weder Preußen-Sportchef Malte Metzelder noch Björn Schierenbeck als Direktor des Nachwuchsleistungszentrums von Werder Bremen , dass es Kontakte gibt im Werben um einen Trainer für die neue Saison. Und das heißt im Fußballgeschäft ja eine ganze Menge.

Münsters (Wunsch-)Kandidat hat seinen Vorgesetzten mitgeteilt, dass er im Austausch mit einem anderen Verein steht. „Wir hoffen, dass wir die besseren Argumente haben, sind aber gesprächsbereit. Wir werden ihm aufzeigen, was er an der Aufgabe bei uns hat“, sagte Schierenbeck der „Deichstube“. Er betonte aber auch: „Sven hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er das Ziel hat, perspektivisch in den Profibereich zurückzukehren.“

Ablösesumme fällig?

Demnach würden dem 40-Jährigen keine Steine in den Weg gelegt, wenn er wirklich die Herausforderung in der 3. Liga annehmen will. Noch aber möchte Werder den Coach der U 23 nicht so einfach aufgeben. Die Verhandlungen könnten sich also noch ein paar Tage ziehen, vielleicht braucht Hübscher auch selbst noch etwas Zeit. Die Hanseaten schauen sich jedenfalls laut Schierenbeck schon mal professionell nach Alternativen um. Denkbar sogar, dass die Preußen ohne Ablösesumme auskommen.

Trainerkandidaten für den SC Preußen Münster

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  • Immer die Augen offen, hält Malte Metzelder! Der Sportdirektor des SC Preußen ist auf der Suche nach einem neuen Trainer für die nächste Saison.

    Immer die Augen offen, hält Malte Metzelder! Der Sportdirektor des SC Preußen ist auf der Suche nach einem neuen Trainer für die nächste Saison.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Pavel Dotchev: War schon einmal recht erfolgreich mit den Preußen und ist zurzeit vereinslos. Sein Marktwert könnte allerdings zu hoch für den SCP sein.

    Foto: Axel Heimken
  • Auch Marc Fascher kennt sich in Münster aus. Der Aufstiegsheld von 2011 soll aber bereits abgewiegelt haben.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Peter Vollmann ist eine Art Preußen-Urgestein. Malte Metzelder sucht aber wohl einen Trainer mit anderem Profil.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Farat Toku trainiert derzeit noch in Wattenscheid. Er gehört zu der jungen Regionalliga-Generation. Sein Vertrag läuft zudem am Saisonende aus.

    Foto: Johannes Oetz
  • Enrico Maaßen ist auf der Erfolgsspur. Bei seinem aktuellen Arbeitgeber Rödinghausen läuft es gut. Demnächst auch als Trainer des SC Preußen?

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ismail Atalan war sehr erfolgreich in Lotte, in Bochum eher weniger. Geht es für ihn mit dem SC Preußen wieder bergauf?

    Foto: Johannes Oetz
  • Nils Drube war jahrelang Jugendtrainer beim SCP. In dieser Saison trat er seine erste Profistation in Lotte an und führte die Mannschaft vom Autobahnkreuz vom letzten Platz der 3. Liga ins Mittelfeld.

    Foto: Alfred Stegemann
  • Große Namen wie Stefan Effenberg, Peter Neururer oder Lothar Matthäus fallen immer wenn irgendwo ein Trainer gesucht wird. Bei den Preußen wird es aber wohl keiner der drei genannten werden. Alleine schon wegen dem teuren Gehalt, das diese verlangen würden.

    Foto: Uwe Anspach

Die würde bei Dennis Slamar ebenfalls nicht fällig. Am Allround-Verteidiger von Drittliga-Konkurrent Carl Zeiss Jena haben die Münsteraner großes Interesse. Sein Vertrag bei den Thüringern, die akut abstiegsbedroht sind, läuft am Saisonende aus.

Der 24-Jährige hat in dieser Saison 26 Einsätze bestritten, zuletzt beim 1:4 in Kaiserslautern wurde er nur eingewechselt. Slamar (1,88 Meter) kann innen in einer Viererkette spielen, aber auch auf beiden defensiven Außenbahnen.

Die Trainer des SC Preußen Münster seit 2010

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  • Marco Antwerpen

    Im Dezember 2017 trat Marco Antwerpen den Trainerjob bei Preußen Münster an. Seinen bis Sommer 2019 laufenden Vertrag wird er nicht verlängern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann kam im Herbst 2016 in höchste Not und rettete mit einer starken Rückserie den SCP vor dem Abstieg. Der Routinier war im Verein extrem beliebt, doch im Dezember 2017 musste auch er gehen, nachdem die Preußen wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht waren und der Trend fatal wirkte. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Horst Steffen kam an Heiligabend 2015 als Nachfolger von Ralf Loose und musste Anfang Oktober 2016 die Preußen wieder verlassen. Als Trainer ist er gescheitert, das belegte die Tabelle, die saisonübergreifende Schreckensbilanz des 47-Jährigen und vor allem die allzu häufig leb- und ratlosen Vorstellungen der Spieler. Dennoch hat Steffen in Münster Eindruck hinterlassen. Er war immer gesprächsbereit, stets offen, selbstkritisch und bei Fans wie Spielern beliebt – vor allem war er angetreten mit der Idee eines sehenswerten Offensivfußballs. Leider schaffte diese Idee viel zu selten die Platzreife. Außerhalb des Platzes stimmte die Chemie – auf dem Feld verpuffte das Experiment mit einem leisen Zischen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nach einer Talfahrt trennte sich der SC Preußen im Dezember 2015 von Ralf Loose (5.9.2012 bis 19.12.2015). Der 52-Jährige war der elfte Trainer, der im dritten Jahrtausend die Adlerträger betreute, der neunte, der vorzeitig seine Aufgabe beenden musste, aber wohl auch der, der mit der hochkarätigsten Platzierung seinen Dienst quittieren musste. Loose hinterließ seinen SCP auf Platz sechs der 3. Liga. Lediglich Georg Kreß war im April 2007 besser platziert.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Carsten Gockel war vom 5. bis 15.9.2012 Interimstrainer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Pavel Dotchev trainierte die Preußen vom 24.1.2012 bis 5.9.2013. Dotchev hatte den SCP im Januar 2012 im Abstiegskampf ans sichere Ufer geführt, dann fußballerisch weiterentwickelt. Der Vertrag des 47-Jährigen wäre noch bis Sommer 2014 gelaufen und hätte sich im Fall des Zweitliga-Aufstiegs bis 2015 verlängert. In der Vorsaison aber verpasste der SCP auf der Zielgeraden den Zweitliga-Aufstieg und stolperte bis auf Rang 16 – drei Punkte vor einem Abstiegsrang. Beim Abschied des Trainers schwang viel Sympathie mit. Einige Spieler rangen mit den Tränen, auch Dotchev kämpfte um Fassung. Interimsmäßig sprangen Gockel und Co-Trainer Babacar N´Diaye ein.

    Foto: Christian Butzhammer
  • Marc Fascher trainierte die Preußen vom 21.3.2010 bis 23.1.2012. Der gebürtige Hamburger hatte im März 2010 beim damaligen Regionalligisten aus Münster den beurlaubten Roger Schmidt ersetzt. In der Saison 2010/11 gelang der Gewinn der Meisterschaft und der Aufstieg in die 3. Liga. Es war Münsters erster Aufstieg seit 1989, Faschers Renommee glich ab sofort fast schon dem eines Helmut Horsch. Letztgenannter hatte 1989 den SCP in die 2. Bundesliga geführt. Nach einer Talfahrt der Preußen beendete Fascher im Januar 2012 die Debatten um seine Person, die Hängepartie um eine Vertragsverlängerung, mit einem Handstreich, und ging.

    Foto: Wilfried Hiegemann
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