Fußball: 3. Liga
Antwerpen attestiert dem SC Preußen Münster eine „gute Einheit“ zum Auftakt

Münster -

Grau in grau: Die vorherrschenden Farben des Winters in Westfalen werden die Spieler des SC Preußen Münster durch die Trainingswochen bis zum Neustart der Saison am 25. Januar in Jena begleiten. Dennoch ging es beim Auftakttraining nicht eintönig zu.

Sonntag, 06.01.2019, 15:54 Uhr aktualisiert: 06.01.2019, 19:38 Uhr
Klare Anweisungen: Trainer Marco Antwerpen gab die Kommandos, die Preußen-Spieler setzten sie mit großem Engagement um. Foto: Peter Leßmann

Für die Aufbruchstimmung mussten Team, Trainer und Geschäftsführ er des SC Preußen Münster schon höchstpersönlich sorgen. Die Rahmenbedingungen beim ersten Training im neuen Jahr zumindest waren keine große Hilfe: Grauverhangener Himmel, Nieselregen, rutschiges Geläuf und eine handverlesene Schar von Unentwegten am Spielfeldrand begleiteten Trainer Marco Antwerpen und seine Schützlinge ins neue Jahr – Fußballrealität in Münster im Jahr 2019. Testspieler waren erwartungsgemäß und mangels Aussicht auf Annäherung gar nicht erst erschienen, nicht einmal die Sternsinger ließen sich an diesem trostlosen Dreikönigstag auf der Anlage blicken. So entließ Sportdirektor Malte Metzelder nach einer kurzen Einstimmung in der Kabine 18 Feldspieler und drei Torleute zur ersten Übungseinheit auf den Platz. Danilo Wiebe befindet sich noch voraussichtlich bis März in der Reha-Phase in Köln, Tobias Warschewski und Tobias Rühle hatten sich mit akuten Erkältungsbeschwerden abgemeldet, Geburtstagskind Niklas Heidemann startete nach überstandener Wadenverletzung vorsichtshalber mit einer Individualeinheit ins Jahr.

Nach 20 Minuten verabschiedete sich dann auch noch Martin Kobylanski vorzeitig mit harter Wade in die Kabine – den Rest der Truppe schickte Antwerpen dann 70 Minuten später mit einem aufmunternden „gute Einheit, Jungs“ zurück ins Trockene. Gemeint war nicht nur die intensive und hoch motivierte Vorstellung auf dem Trainingsplatz, sondern wohl auch die Einschätzung des positiven Mannschaftsgefühls im schmalen SCP-Kader.

Der SC Preußen wird sich auch in den kommenden Wochen bis zum Saison-Neustart am 25. Januar in Jena in einem durchweg grauen Umfeld bewegen, wird sich in heimischen Gefilden auf einen langen Saisonendspurt einstimmen, bei der genau diese westfälisch bodenständige Herangehensweise gefragt sein dürfte. Ein Trainingslager in der Sonne mit Meerblick und teambildenden Sonderschichten vermisst Antwerpen nicht. „Wir müssen das Team nicht bilden, wir müssen trainieren“, sagt der Trainer, „die Jungs kennen sich gut genug.“

Am Sonntagnachmittag stand der gemeinsame Besuch bei den WWU Baskets in der benachbarten Sporthalle am Berg Fidel an – ansonsten wird in den kommenden Wochen ohne Schnörkel und Schleifchen daran gearbeitet, sich den Frust des Jahresfinales aus den Kleidern zu schütteln und an die guten Leistungen anknüpfen, die das Team über weite Strecken des abgelaufenen Jahres gezeigt hatte. Trainingsbegleitend wird Metzelder in den nächsten Tagen häufiger Vier-Augen-Gespräche mit seinem Personal suchen. „Vor allem um schon einmal mit Blick auf die kommende Saison ins Gespräch zu kommen“, sagt der Sportchef. „Zuerst natürlich mit denen, bei den wir schon klare Vorstellungen haben – in beide Richtungen.“

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