Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Antwerpen hat vorne die freie Auswahl

Münster -

Woche für Woche zerbricht sich Marco Antwerpen den Kopf, wie er seine Offensive aufstellen soll. Sein Glück: Er hat acht verschiedene Kandidaten, siebten davon sind fit. Sein Problem: Er hat oft nur zwei, allerhöchstens drei Stellen frei.

Montag, 20.08.2018, 19:23 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 20.08.2018, 14:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 20.08.2018, 19:23 Uhr
Acht Kandidaten für zwei bis drei Stellen (o. v. l.): Philipp Hoffmann, Tobias Rühle, Tobias Warschewski, Rufat Dadashov, (u. v. l.) Martin Kobylanski, Lucas Cueto, Moritz Heinrich und Philipp Müller. Foto: Peperhowe

Relativ schnell hat sich bei Spitzenreiter Preußen Münster eine Achse gebildet, an der es nach neun Punkten aus vier Partien auch erst mal wenig zu rütteln gibt. Im Mittelfeld besteht das Zentrum aus Sandrino Braun, René Klingenburg und Kevin Rodrigues Pires, flankiert wird das Trio außen von den unantastbaren Fabian Menig und Niklas Heidemann. Und in der Defensive hat sich die Dreierkette um Ole Kittner, Simon Scherder und Jannik Borgmann bewährt.

So bleiben, zumindest in dieser taktischen Formation, meist nur zwei Plätze im Offensivbereich übrig, im Falle einer Viererreihe (wie in den ersten beiden Partien praktiziert) wären es zumindest drei. Für diese wenigen Positionen hat Trainer Marco Antwerpen einen großen Fundus aus völlig unterschiedlichen Spielertypen zur Auswahl. Zwischen bis zu acht Akteuren muss sich der 46-Jährige entscheiden. Das überzeugende 7:0 im Westfalenpokal gegen den BSV Schüren hat ihm die Sache nicht erleichtert. Wen der Coach am Samstag (14 Uhr) im Derby beim VfL Osnabrück aufbietet, lässt sich schwer prognostizieren. Kontrahenten und Beobachter so einmal mehr vor ein Rätsel zu stellen, dürfte ihm bestens gefallen.

SC Preußen gegen Sportfreunde Lotte

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  • Es ging schleppend los: Schon in der vierten Minute kassierte Niklas Heidemann für ein Foul eine Gelbe Karte.

    Es ging schleppend los: Schon in der vierten Minute kassierte Preuße Niklas Heidemann (links) für ein Foul eine Gelbe Karte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ex-Preuße Marcus Piossek diskutiert mit René Klingenburg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Chance für Preuße Tobias Rühle, aber Lottes Tormann Steve Kroll hält.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ex-Preuße Jeron Al-Hazaimeh (rechts) traf auf seine alten Wegbegleiter.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Das tat weh: Preuße Tobias Rühle am Boden, Lottes Jeron Al-Hazaimeh kümmert sich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preuße Jannik Borgmann (hinten) klärt vor Lottes Jaroslaw Lindner.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lottes Tormann Steve Kroll klärt per Kopf vor Preuße Tobias Rühle.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Münsters Abwehrspieler Niklas Heidemann (links) schaltete sich immer wieder in den Angriff ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Freistoß von Lottes Marcus Piossek, brachte nichts ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lottes Michael Schulze (rechts) und Nico Neidhart (links) klären vor Münsters Kapitän Simon Scherder.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • René Klingenburg geht nach dem Sieg und der Tabellenführung auf Tuchfühlung mit den Fans.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preuße Sandrino Braun genießt in dieser Szene Lufthoheit.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ohne Worte – Münster im Freudentaumel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preuße Sandrino Braun gewinnt das Kopfballduell gegen Lottes Sinan Karweina.

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  • Lottes Tormann Steve Kroll fliegt gut, aber umsonst, der Ball geht vorbei.

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  • Ab zu den Fans nach dem Tor: René Klingenburg.

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  • Wann hat es die zuletzt gegeben?

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  • René Klingenburg auf dem Preußen-Zaun.

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  • Ohne Worte.

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  • Die passende Kulisse für einen sommerlichen Montagabend.

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  • Münsters Tobias Rühle (rechts) bereitete das 1:0 astrein vor. Lottes Jeron Al-Hazaimeh kommt zu spät.

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  • Fast 10 000 Zuschauer im Preußen-Rund – stark.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ein Beleg für die Tabellenführung.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Außer Rand und Band, diese Preußen.

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  • Schiedsrichter Michael Bacher und Lottes Nico Neidhart verstehen sich – offenbar.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jubel nach dem Spiel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • René Klingenburg (rechts) wird nach seinem Tor von den Mitspielern gefeiert.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Warum so skeptisch, Marco Antwerpen?

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Münsters Co-Trainer Kurtulus Öztürk (links) und Kevin Pires-Rodrigues.

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  • Sieg: Kevin Pires-Rodrigues.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lass dich drücken: Kevin Pires-Rodrigues (vorne) und Tobias Rühle (rechts) herzen den Torschützen René Klingenburg.

    Foto: Jürgen Peperhowe

► Philipp Hoffmann: In der Rückrunde 2017/18 gesetzt, zuletzt oft auch nur eingewechselt. Gegen den Ball, im Pressing zweifellos der Beste, unfassbare Laufbereitschaft. Dazu kann der 26-Jährige über die rechte Bahn viel Tempo aufnehmen. Manko ist die fehlende Torgefahr.

► Tobias Rühle: Er bringt gegnerische Abwehrreihen zur Weißglut, indem er Bälle eng am Fuß behauptet, weite Wege geht, Freistöße herausholt, keine verbale Auseinandersetzung scheut. Dazu ein guter Vorbereiter. Wie Hoffmann allerdings nicht besonders abschlussstark.

► Tobias Warschewski: Hat sich durchaus entwickelt in den letzten Wochen. Der Jungspund kann Bälle behaupten, ablegen, kurz weiterleiten und arbeitet viel nach hinten. Eigentlich vor dem Kasten ein cooler Hund. Noch fehlt aber ein Treffer in dieser Saison. Ab und an verspringt ihm die Kugel.

Rufat Dadashov: Der klassische Knipser, ein echter Strafraumstürmer. Sein Viererpack gegen Schüren hat ihn zurück in eine gute Ausgangslage befördert. Traf auch schon in der Liga, muss sich aber noch an Härte und Schnelligkeit in der 3. Liga gewöhnen und Qualität als „Wandspieler“ nachweisen.

► Martin Kobylanski: Seine Standards sind oft Geniestreiche (siehe das 2:1 in Kaiserslautern), Übersicht, Ballbehandlung und Schusstechnik ein Augenschmaus. Doch am Zweikampfverhalten muss der 24-Jährige immer noch feilen. Fehlende Robustheit brockte ihm zuletzt eher die Jokerrolle ein.

► Lucas Cueto: Ausgemustert, zurückgekämpft, sofort getroffen, gefeiert, zuletzt aber wieder Bankdrücker. Die vergangenen Monate waren eine Achterbahnfahrt. Mit seiner Sprintstärke und Dribbelkunst eine Waffe. Gegen den schmalen Linksfuß spricht höchstens die nicht immer gegebene Effektivität.

► Moritz Heinrich: Viel Geduld ist gefragt. Bisher nie im Liga-Kader, gegen Schüren mal eingesetzt, aber tendenziell vorerst weiter nur auf der Tribüne.

► Philipp Müller: Tolle Ansätze in den ersten Tests, doch seit Wochen setzt den Neuzugang eine Wadenverletzung außer Gefecht. Mit seiner Ballsicherheit und Kreativität kann er eine weitere Komponente einbringen. Rückkehr in Kürze.

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