Fußball: 3. Liga
Preußen-Rackerer Rodrigues Pires lebt von seiner Konstanz

Münster -

Kevin Rodrigues Pires hat sich auf Anhieb einen Stammplatz bei den Preußen erkämpft. Am Montag trifft der Mittelfeldspieler auf seinen Ex-Club SF Lotte. Bei einem Tor, die Frage musste ja kommen, wäre ein Jubel zumindest nicht ausgeschlossen.

Freitag, 10.08.2018, 13:12 Uhr

In Lotte spielte Kevin Rodrigues Pires (l.) oft neben André Dej und Tim Wendel, in Münster heißen seine Nebenleute nun René Klingenburg und Sandrino Braun (r.). Foto: Jürgen Peperhowe

Allzu große Wankelmütigkeit lässt sich Kevin Rodrigues Pires nun wirklich nicht vorwerfen. In drei Drittliga-Spielen für Preußen Münster – alle über die volle Distanz – erhielt der Neuzugang immer eine glatte 3 als Note. Spektakuläre Glanzlichter setzten vielleicht andere: Lucas Cueto, vor allem René Klingenburg, zuletzt natürlich Martin Kobylanski. Dafür trat der Deutsch-Portugiese überaus solide, fleißig und zuverlässig auf. Siehe Zensur.

„Ich habe diese Konstanz in den vergangenen drei Jahren ganz gut reinbekommen“, sagt er. „Früher hatte ich immer so meine Höhen und Tiefen.“ Trainer Marco Antwerpen schätzt den 26-Jährigen dafür, dass er genau weiß, was er bekommt. Viele Wege, eine leidenschaftliche Zweikampfführung, eine gute Passquote und, nicht zu vergessen, fußballerische Qualität. „Ich bin schon einer, der viele Bälle fordert. Aber Laufarbeit gehört eben auch dazu“, sagt Rodrigues Pires. „So sah mein Spiel immer aus.“

Am Autobahnkreuz werden sie das bestätigen. Im Sommer wechselte der Mittelfeldspieler von den SF Lotte zum SCP, nun erwartet ihn am Montag (19 Uhr) das erste Wiedersehen mit seinem Ex-Club, für den er in 44 Drittliga-Partien fünf Treffer erzielte und 13 Vorlagen beisteuerte. Der erste Scorerpunkt im schwarz-weiß-grünen Dress fehlt noch, auch wenn sein Anteil am Treffer zum 3:0 in Köln am ersten Spieltag groß war. Seinen Freistoß verlängerte Simon Scherder an den Pfosten, Klingenburg staubte ab. Die Standards führen, zumindest wenn Kobylanski nicht auf dem Feld ist, über ihn. „Aber die können noch etwas besser kommen.“

Zum Auftakt und gegen Jena agierte er noch als offensiver Part im zentralen Dreier-Mittelfeld, zuletzt in Kaiserslautern beim 2:1 wurde er zurückgezogen in die Achter-Rolle. „Ein reiner Abräumer bin ich nicht, meine Stärke bleibt die spielerische Komponente.“ Sie trug zur starken Ausbeute bislang bei. „Wir haben eine sehr gute Mischung und können bislang relativ zufrieden sein“, sagt der gebürtige Kölner, der fast schon zu den Ältesten im Kader zählt. „Fast schon bitter, dass wir gegen Jena nichts geholt haben. Der perfekte Start war ja durchaus möglich.“

Ganz anders sieht die Welt bei seinem alten Arbeitgeber aus, der nur einen von neun Zählern holte und Vorletzter ist. „Natürlich verfolge ich noch, was da los ist – auch wenn viele Neue da sind. Aber mit einigen stehe ich noch in Kontakt.“ Auch mit Jeron Al-Hazaimeh, der im Sommer exakt den anderen Weg von Münster nach Lotte nahm. „Wir sind ja 2016 gemeinsam aufgestiegen.“

Ob er einen Treffer gegen seine alten Kollegen am Montag ausgelassen feiern würde, lässt Rodrigues Pires noch offen. „Freuen würde ich mich auf jeden Fall.“

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