Fußball: 3. Liga
Preußen Münster erreicht historischen Tiefpunkt

Münster -

(Mit Spielszenen und Spieler-Einzelkritik) Der Schlusspfiff erlöste 4141 unentwegte Fans im Preußenstadion, für den Preußenvorstand dürfte der Abend in die Verlängerung gehen. Es gibt Gesprächsbedarf. Mit 1:4 unterlag Münster gegen Großaspach und beschließt die Vorrunde mit 18 Zählern - einem historischen Tiefstand. Es wird eng für Trainer Benno Möhlmann.

Samstag, 09.12.2017, 17:12 Uhr

Preußen Münster gegen Großaspach Foto: Jürgen Peperhowe

Sollte Preußen-Trainer Benno Möhlmann eine besinnliche Vorweihnachtszeit auf seinen weihnachtlichen Wunschzettel geschrieben haben, dann sollte er sich schon mal über Alternativen Gedanken machen. Die 1:4 (0:2)-Heimpleite gegen die SG Sonnenhof Großaspach dürfte aber nicht nur dem Trainer und seinen Schützlingen, sondern auch den Entscheidern beim SCP unruhige Adventswochen bescheren. Dabei ließ sich dieser Wintersamstag gut und durchaus sehenswert an: Die Preußen verbuchten ihre erste Chance nach nur 23 Sekunden, als erst Martin Kobylanski und dann Fabian Menig mit ihren Schussversuchen scheiterten. Initiator der Blitzoffensive war Tobias Rühle, der auch in der Folge auffällig agierte und sein Team zur spielbestimmenden Kraft auf dem Feld formte.

Wir haben es uns selbst sehr schwer gemacht. Wir haben in den ersten 15 Minuten drei Chancen gehabt, die wir hätten nutzen müssen, um 1:0 in Führung zu gehen.

Benno Möhlmann (Trainer Preußen Münster)

 

Preußen Münster gegen Großaspach

1/34
  • Rinderknecht gegen Gyau

    Rinderknecht gegen Gyau

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Scherder gegen Daniel Hägele

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Großaspach

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 0:1 durch ein Eigentor von Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Großaspach

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle gegen Michael Vizthum

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  • Kobylanski gegen Pascal Sohm

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schweers gegen Saliou Sane

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi gegen TW Kevin Broll

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster gegen Großaspach Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rizzi gegen Gyau

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann

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  • Benno Möhlmann

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  • Schweers und Kittner

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  • Malte Metzelder mit Benno Möhlmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

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  • Kobylanski gegen Yannick Thermann und TW Kevin Broll

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rizzi gegen Gyau

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Menig gegen Gyau

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  • Schweers und Kittner

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann und Sven Kmetsch

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  • Malte Metzelder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mannschaftsbesprechung nach Spielschluss

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • chweers und Kittner

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor durch Timo Röttger

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor durch Timo Röttger

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  • Malte Metzelder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tritz gegen Saliou Sane

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Scherder

    Foto: Jürgen Peperhowe

 

Fast schon tragisch, dass das erste Tor des Tages zwar von einem Preußen erzielt wurde, auf der Anzeigetafel aber den Gästen zugeschlagen wurde. Nach 32 Minuten bugsierte ausgerechnet Adriano Grimaldi den zweiten von Michael Vitzthum getretenen Eckball zum zu diesem Zeitpunkt unverdienten 0:1 ins Tor des machtlosen Max Schulze Niehues. Am 29. Juli hatte der Preußen-Kapitän sein zweites und bislang letztes Saisontor erzielt. Auf diese Nummer drei hätte er nur zu gerne verzichtet.

Nach einem ordentlichen Start kam gar nichts mehr. Wir sitzen heute Abend zusammen, wie nach jedem Spiel.

Malte Metzelder (Sportdirektor Preußen Münster)

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Großaspach nahm das Geschenk gerne an und legte prompt nach: Nach 39 Minuten formierte sich der gesamt Preußenverbund zu einem sehenswerten Geleitschutz für die Gästespieler: Timo Rötger wurde von der Mittellinie aus gut 20 Meter eskortiert. Joseph-Claude Gyau durfte links schalten und walten, wohlwollend beobachtet von Preußen-Verteidiger Stephane Tritz, das Finale gehörte dann Saliou Sané, der im Strafraum Zeit und Muße hatte, zum 2:0 nachzulegen. Stark stimmungsreduziert ging es mit diesem ernüchternden Zwischenstand in die Pause.
Anschließend durfte Moritz Heinrich für den enttäuschenden Philipp Hoffmann ran. An den Machtverhältnissen auf dem Feld änderte das wenig.

Ich bin rundumzufrieden mit meiner Mannschaft. Wir wollten brutale Disziplin haben auf dem Platz, das haben sie sehr gut gemacht.

Sascha Hildmann (Trainer Großaspach)

Miserabler Auftritt der Preußen

Immerhin hatten die Preußen die erste Chance der zweiten Halbzeit: Stephane Tritz verzieht von der Strafraumgrenze nur knapp (56.). Doch die aufkeimende Hoffnung entpuppte sich als Fata Morgana, fast im Gegenzug ließ erneut Tritz Gyau auf der linken Seite marschieren und zum Abschluss kommen: 3:0 nach 58 Minuten - der Gnadenstoß für die Preußen kurz vor dem zweiten Advent. Daran änderte auch der prompte Ehrentreffer durch Grimaldi, diesmal auf der richtigen Seite, wenig. Sein 1:3 sorgte nicht für frischen Wind im Preußenangriff. Im Gegenteil: Hinten blieb die Truppe anfällig und wehrlos wie selten zuvor. Nach 72 Minuten machte sich Gästespieler Timo Röttger von der Mittellinie aus auf den langen und komplett ungestörten Weg zum 4:1. Eine Szene, die stellvertretend für den am Ende miserablen Auftritt der Preußen stand.
Der Schlusspfiff erlöste zumindest die Fans, in den Führungsgremien des Vereins wurde damit ein langer Diskussionsabend eingeläutet.

Heute ist einfach ein Scheißtag, Entschuldigung.

Benno Möhlmann (Trainer Preußen Münster)

Preußen Münster: Schulze Niehues - Tritz, Schweers,  Kittner, Menig - Scherder - Hoffmann (46. Heinrich), Rizzi, Kobylanski (71. Al Hazaimeh), Rühle - Grimaldi
 
Sonnenhof Großaspach: Broll - Thermann, Leist  Gehring, Vitzthum - Hoffmann (87. Pelivan), Hägele - Sohm, Gyau - Röttger (82. Rodriguez), Sane

Einzelkritik: Preußen Münster - Großaspach

1/13
  • Maximilian Schulze-Niehues

    Maximilian Schulze-Niehues: Alle Bälle, die auf sein Tor kamen, waren drin. Er hatte wenig Chancen, sich auszuzeichnen.

    Foto: SCP
  • Stephane Tritz (5): Legt zum Ehrentreffer vor, war aber irgendwie auch Vorbereiter der Gegentreffer. Das war nix.

    Foto: SCP
  • Ole Kittner (5): Kaum Ballkontakte und vor allem kaum Körperkontakt. So funktionieret Abwehrarbeit nicht.

    Foto: SCP
  • Lion Schweers: Auch er im Wesentlichen als Slalomstange im Einsatz. Ein schwarzer Samstag.

    Foto: SCP
  • Fabian Menig (5): Mit etwas gutem Willen eine 5+ für den besten einer schlechten Viererkette.

    Foto: SCP
  • Simon Scherder (4,5): Überfordert vor der überforderten Abwehr. Zu Beginn mit kleinen offensiven Lichtblicken.

    Foto: SCP
  • Philipp Hoffmann (4,5): Auf der Suche nach seiner Bestform. Da ist noch viel Luft nach oben. Nach 45 Minuten war zurecht Schluss.

    Foto: SCP
  • Michele Rizzi (4,5): Mildernde Umstände gegen seine alte Mannschaft? Wohl kaum. Zwei ordentliche Standards, das war es. Auch er wird diesen Samstag nicht in guter Erinnerung behalten.

    Foto: SCP
  • Tobias Rühle (3,5): Eine glatte eins in der Anfangsviertelstunde, dann ging es auch für den heiratswilligen Offensivmann bergab. Alles zusammen noch befriedigend.

    Foto: SCP
  • Martin Kobylanski (4): Auch er startete ordentlich und ließ dann ordentlich nach.

    Foto: SCP
  • Adriano Grimaldi (3,5): Doppeltorschütze hinten wie vorne. Unter dem Strich dennoch mit am wenigsten verantwortlich für das Defensiv-Desaster.

    Foto: SCP
  • Moritz Heinrich (4,5): Hatte 45 Minuten Zeit, in einer völlig desorientierten Mannschaft für Ordnung zu sorgen. Mission impossible. Heinrich passte sich dem niedrigen Niveau an.

    Foto: SCP
  • Jeron Al Hazaimeh (4): Kam spät und blieb ohne auffällige Aktion

    Foto: SCP
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