Fußball: 3. Liga
Preußen Münster auf Klettertour

Münster -

Die Spieler des SC Preußen Münster sind zur rechten Zeit mit flankierenden Maßnahmen für die anstehenden Stadiongespräche des Clubvorstands mit der Stadt Münster zur Stelle. Der 2:1-Sieg gegen den VfR Aalen beschert den Preußen mit Platz zwölf die beste Saisonplatzierung seit dem Start im August.

Samstag, 25.03.2017, 16:03 Uhr

Fußball: 3. Liga : Preußen Münster auf Klettertour
Foto: Jürgen Peperhowe

Der SC Preußen Münster setzt seine Klettertour in der Tabelle mit raumgreifenden Schritten fort. Der 2:1 (1:1)-Erfolg über den VfR Aalen beschert den Preußen den dritten Dreier in Serie und viel Luft im Abstiegskampf. Martin Kobylanski (12.) und Jeron Al-Hazaimeh (62.) sorgten für einen hoch verdienten, wenn auch nicht ungefährdeten Sieg gegen den VfR, der bereits nach fünf Minuten durch Maximilian Welzmüller in Führung gegangen war. Gästetrainer Peter Vollmann lobte anschließend das „griffige“ Spiel der Preußen und gratulierte zum „verdienten Sieg“. Dem konnte sich Preußen-Trainer Benno Möhlmann guten Gewissens anschließen und führte als Grundlage des Erfolges ein ganz simples Grundrezept an: „Wir wollten gewinnen.“ So einfach kann das manchmal sein. Auch, wenn der Trainer -- zu Recht -- die mangelnde Chancenverwertung seiner Schützlinge bemängelte.

Einzelkritik: Preußen Münster - VfR Aalen

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  • Spielernoten_960x640mm Foto: Jürgen Peperhowe
  • Maximilian Schulze Niehues: Nicht ganz fehlerloser Auftritt in der Frühlingssonne. Hatte nicht viel zu tun, aber wenn Hände und Füße an der richtigen Stelle -- nur beim 0:1 nicht ganz glücklich. (3,5)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lennart Stoll: Auf ungewohnter Position, aber hinten rechts überzeugend. Aalens Morys war bei ihm abgemeldet. Dafür wirkte Stoll im Vorwärtsgang allerdings nicht wirklich überzeugend. (3)

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  • Lion Schweers: Immer da, immer nah. Unauffällig, aber immer souverän. Starker Auftritt  (2,5)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sebastian Mai: Sein Kopfball leitete das 0:1 ein. Im Aufbauspiel  noch ausbaufähig. (4)

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  • Jeron Al Hazaimeh: Zu Beginn meistgesuchter Offensivmann, weil hinten links nichts zu tun war. Dann mit seinem zweiten Saisontor der Sieggarant. (2,5)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz: Denker und Lenker im Mittelfeld. Spielt den entscheidenden Pass zum 1:1. Muss nach seiner gelben Karte allerdings vergleichsweise früh das Feld räumen. (3)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun: Wer viel arbeitet, der macht auch Fehler. Die seien dem Sechser verziehen nach einem engagierten Auftritt. (2,5)

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  • Michele Rizzi: Übernahm die Amtsgeschäfte im Zentrum nach 70 Minuten, da war allerdings schon die finale Hektik als Spielverderber im Einsatz.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Martin Kobylanski: Wirbelte von der ersten Minute an, glänzt als Torschütze und darf sich drum ein etwas hüftlahmes Ende nach 82 Minuten gönnen. Auc h von ihm ein starker Auftritt. (2)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mirkan Aydin: War draußen, bevor er richtig drin war. Nach 20 Minuten humpelte der Offensivmann, nach 30 Minuten war Feierabend. (3,5)

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  • Tobias Rühle: Sammelte erneut Fleißpunkte, hatte aber weniger auffällige Szenen als zuletzt. (3)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sinan Tekerci: Durfte nach 30 Minuten ran, versuchte viel, nicht alles gelang. Dennoch ein psoitiv auffälliger Auftritt. (3)

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  • Cihan Özkara: Durfte acht Minuten Spielpraxis sammeln, nutzte aber die kurze Zeit für zwei, drei eher unglückliche Situationen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Adriano Grimaldi: Sicherte sich einen Scorer-Punkt und ist ein ständiger Gefahrenherd. Allerdings darf er bei der Anzahl von Chancen, gerne auch mal einen Ball versenken. (3)

    Foto: Jürgen Peperhowe

Personell steckt der SC Preußen Münster derzeit mit beiden Beinen in der vorösterlichen Fastenzeit: Danilo Wiebe saß seine Gelbsperre ab, Sinan Tekerci und Michele Rizzi nahmen nach krankheitsbedingten Trainingsrückstand zunächst nur auf der Bank Platz und Sturmtalent Tobias Warschewski verbrachte beim 2:0-Sieg der deutschen U19- Nationalmannschaft gegen Serbien im fernen Hessen 90 Minuten als Zuschauer auf der Bank.

Re-Live

Den Liveticker zum Nachlesen finden Sie hier.

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Möhlmann machte aus der Personalnot eine Art Tugend. Allemal bot die Formation, die der Preußentrainer da aus den Resten der Mannschaft zusammengebaut hat, eine engagierte und starke Vorstellung. Mit Benjamin Schwarz als agilem und bissigem Antreiber und einem nimmermüden Martin Kobylanski als Mobilmacher hinter den Spitzen war die Richtung der Partie schnell klar. Um so ärgerlicher, dass gleich der erste Ausflug der Gäste gegen die Einbahnstraße zum 0:1 führte. Maximilian Welzmüller bezwang Namensvetter Schulze Niehues im Preußen-Tor mit einem abgefälschten und deswegen unhaltbaren Schuss nach nur fünf Minuten. Das passte zwar nicht zum Spiel, den Gästen aber bestens in Konzept. Doch Münster hatte an diesem Samstag andere Spielideen, schüttelte sich kurz und setzte seine Sturm- und Drangperiode unbeeindruckt weiter fort. Das 1:1 sieben Minuten später war der hoch verdiente Lohn. Schwarz erobert den Ball in der eigenen Hälfte und bedient mit einem langen Ball Martin Kobylanski, der sich auf und davon macht und unhaltbar für Gästekeeper Daniel Bernhardt den Ausgleich markiert. Bei diesem Zwischenstand blieb es in Durchgang eins, der in der B-Note allerdings deutlich an die Gastgeber ging. Nach 30 Minuten ersetzte Sinan Tekerci ohne Qualitätsverlust Mirkan Aydin, der sich leicht verletzt hatte. Auch in dieser Formation hatte Münster Aalen sicher im Griff.

Saison 2016/17 - 29. Spieltag: Preußen Münster - VfR Aalen

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Auch im zweiten Abschnitt hielt sich der Gast weitestgehend aus spielgestalterischen Aufgaben heraus, die Preußen übernahmen das gerne. Das 2:1 durch den zweiten Saisontreffer von Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh war der verdiente Lohn. Den Assist sicherte sich Vorlagengeber Grimaldi. Das Spiel hatte nach gut einer Stunde das Ergebnis, das zum Spielverlauf passte. Dass es aber bis zum Abpfiff spannend blieb war ebenfalls einzig das Verdienst der Preußen, die erstens die eigenen Konterchancen nicht mehr konsequent zuende spielten und den Gegner im Spiel hielten. Aalen allerdings fehlten an diesem Samstag die Mittel, diese Partie noch einmal zu drehen. Bei Münster räumte Benjamin Schwarz, einmal mehr gelb verwarnt, nach gut einer Stunde das Feld für Michele Rizzi. Sieben Minuten vor dem Abpfiff durfte sich Ausgleichstorschütze Martin Kobylanski, der sich müde gelaufen hatte, feiern lassen. Bis zum Abpfiff sammelte Cihan Özkara seltene Spielpraxis -- und war Teil der Mannschaftskarawane durch die Fankurve. 7141 Zuschauer sahen diesen verdienten Erfolg und feierten ihr Team, das in der durch den Aalener Punktzabzug bereinigten Tabelle bis auf Platz zwölf nach oben kletterte. Rekord in der laufenden Spielzeit

Aufstellung

Münster:

Schulze Niehues

Stoll, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh

Schwarz (69. Rizzi), Braun

Rühle, Aydin (30. Tekerci), Kobylanski (83. Özkara)

Grimaldi

Aalen:

Bernhardt

Traut , R. Müller ,Geyer , Menig

Welzmüller

T. Schulz , Stanese (70. Kartalis), Preißinger

Wegkamp (73. Toshev), Morys

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Tore

0:1 (5. Welzmüller), 1:1 (12. Kobylanski), 2:1 (62. Al-Hazaimeh)

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