Fußball: Kommentar
Ein riesengroßer Schritt für die Preußen

Münster -

Sechs Punkte binnen 72 Stunden - das war für Preußen Münster eine Woche wie gemalt. Mit dem 1:0-Sieg in Bremen hat das Team nicht nur einen riesengroßen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht, sondern auch nach langer Zeit mal wieder auswärts einen stimmigen Auftritt hingelegt.

Samstag, 18.03.2017, 10:03 Uhr

Torjubel beim SC Preußen Münster.
Torjubel beim SC Preußen Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Dienstag gegen 20.45 Uhr sah die Preußen-Welt noch alles andere als rosig aus. Alles deutete auf ein maues Remis nach durchwachsener Leistung gegen den FSV Frankfurt hin. Der Abstiegsplatz 18 schien fürs Erste zementiert.

Dann kam Tobias Rühle mit seinem fulminanten 2:1-Siegtor. Und drei Tage später legten seine Kollegen bei Werder Bremen II mit einem 1:0-Erfolg nach. Diesmal nicht glücklich, nicht auf den letzten Drücker, sondern völlig verdient und dank einer über weite Strecken überzeugenden Leistung.

So schnell kann es gehen. Im Augenblick spricht das Momentum für den SCP . Die Mannschaft zeigte sich an der Weser laufbereit, positionstreu, taktisch diszipliniert und in dem einen entscheidenden Moment, als Adriano Grimaldi den Treffer des Tages erzielte, auch noch abgeklärt.

Saison 2016/17 - 28. Spieltag: Werder Bremen 2 - Preußen Münster

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  • Am 28. Spieltag empfängt die Zweitvertretung des SV Werder Bremen den SC Preußen Münster - eine wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga. Auf dem Platz begegneten sich auch SCP-Mittelfeldmann Sandrino Braun (r.) und Bremens Björn Rother.

    Am 28. Spieltag empfängt die Zweitvertretung des SV Werder Bremen den SC Preußen Münster - eine wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga. Auf dem Platz begegneten sich auch SCP-Mittelfeldmann Sandrino Braun (r.) und Bremens Björn Rother.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der SCP trat mit gestärktem Selbstvertrauen an, nachdem der Club zuvor das Kellerkinderduell gegen den FSV Frankfurt gewonnen hatte. Hier versucht SCP-Spieler Martin Kobylanski sich gegen die Bremer Niklas Schmidt und Thore Jacobsen durchzusetzen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Münsters Martin Kobylanski (l.) bekam es in diesem Zweikampf mit dem Erstliga-Akteur Ulisses Garcia zu tun.

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  • Für beide Teams stand viel auf dem Spiel. Verbissen geführt wurde auch dieses Duell zwischen Martin Kobylanski (l.) gegen Björn Rother.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Es folgen weitere Impressionen von der Partie...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Saison 2016/17 - 28. Spieltag: Werder Bremen 2 - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe

Vieles lief bislang suboptimal in dieser Saison. Kämpferisch war den Preußen allerdings selten bis nie ein Vorwurf zu machen. Der Schulterschluss mit der eigenen Anhängerschaft war in der Hansestadt nach dem Schlusspfiff buchstäblich zu spüren. Fans und Mannschaft feierten gemeinsam und ausgelassen. Zuvor hatten die Münsteraner im Publikum Heimspielatmosphäre erzeugt.

Werder Bremen 2 - Preußen Münster: die Einzelkritik

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  • Spielernoten_960x640mm_image_1024_width Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torwart Patrick Drewes - Note 3:

    Er reagierte gleich zu Beginn glänzend und war auf Betriebstemperatur. Der Stellvertreter des erkrankten Max Schulze Niehues hatte im weiteren Verlauf wenig zu tun, war aber immer auf der Hut.  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Stephane Tritz - Note 3:

    Er machte in der Defensive alles richtig. Bei seinen Vorstößen fehlt ihm oft die Präzision. Aber auf den Franzosen ist Verlass, mittlerweile eine feste Größe in der Abwehr.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Lion Schweers - Note 3:

    Mit vielen starken Szenen, aber auch mit zwei, drei Schwächen, die aber nicht bestraft wurden. Kämpfte bis zum Umfallen, eine engagierte Leistung.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Sebastian Mai - Note 2,5

    Dieses Mal mit einer rundum überzeugenden Partie. Kaum Fehler, jede Menge gewonnene Zweikämpfe - und das gegen Erstliga-Spieler Ousman Manneh.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh - Note 3

    Er hatte keine leichte Aufgabe mit dem schnellen Justin Eilers zu lösen. War aber voll bei der Sache, ließ hinten nichts anbrennen. In der Vorwärtsbewegung eher unauffällig dieses Mal.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Martin Kobylanski - Note 3,5

    Er wollte es unbedingt wissen bei seinem Ex-Verein, allerdings überhastet bei seinen Torabschlüssen, dennoch stärker als zuletzt gegen Frankfurt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Michele Rizzi - Note 2,5

    Steigerte sich Minute für Minute und sorgte für Stabilität im Mittelfeld. War etwas weiter vorne dabei besser aufgehoben.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Sandrino Braun - Note 2,5:

    Überzeugte! Nach monatelanger Verletzungspause scheint der Knoten geplatzt, zeigte eine starke Partie mit guten Offensivszenen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Mirkan Aydin - Note 4:

    Fand nicht wirklich ins Spiel, mühte sich ab, musste nach 56 Minuten aber Tekerci weichen. Ihm war der Kräfteverschleiß nach der englischen Woche besonders anzumerken.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angreifer Adriano Grimaldi - Note 3:

    Er war erst nicht zu sehen, explodierte dann förmlich beim Tor. Ein echter Goalgetter. Das gab ihm Selbstbewusstsein zurück, im weiteren Spielverlauf rackerte er bei den Kopfballduellen im Mittelfeld wie ein Pferd.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Sinans Tekerci - Note 3:

    Kam für Aydin und sorgte auf der linken Seite für mehr Wirbel, verteidigte zudem energisch. Nach Verletzungspause zeigt sein Formbarometer wieder nach oben, mehr als nur eine Alternative. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Tobias Warschewski - keine Note:

    Er machte gleich Alarm und gab der Werder-Abwehr Rätsel auf in der Schluss-Viertelstunde. Machte da weiter, wo Grimaldi mit der Auswechselung aufgehört hatte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler  Lennart Stoll - keine Note:

    Er war in den wenigen Momenten auf dem Platz gleich aufrührerisch im gegnerischen Strafraum unterwegs.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Wo andernorts längst die Fetzen geflogen wären nach sovielen Enttäuschungen im Saisonverlauf, stand die Kurve immer hinter der Elf. Das ist ein Fundament, auf dem sich aufbauen lässt. Das gilt gleichsam für die Art und Weise, mit der der SCP in Bremen zu Werke ging. Jetzt gilt für alle: nur nicht nachlassen.

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