Fußball: 3. Liga
Erstes Endspiel der Preußen gegen Frankfurt

Münster -

Zwölf Spieltage stehen in der 3. Liga noch an, doch der SC Preußen Münster kommt seit Anbeginn der Saison nicht aus der Abstiegszone raus. Nach der 0:1-Auswärtsniederlage ist allerdings auch vor dem Heimspiel gegen den FSV Frankfurt am Dienstag. Startet das Team von Benno Möhlmann gegen den Zweitliga-Absteiger endlich wieder eine positive Serie?

Sonntag, 12.03.2017, 14:03 Uhr

Kurz nachdenklich, dann kämpferisch: Benno Möhlmann in Magdeburg, aber er bleibt optimistisch.
Kurz nachdenklich, dann kämpferisch: Benno Möhlmann in Magdeburg, aber er bleibt optimistisch. Foto: Jürgen Peperhowe

Noch 36 Punkte kann der SC Preußen Münster in dieser Saison holen. Zwölf Spiele stehen auf der Agenda. Nicht unwahrscheinlich ist, dass das Team von Trainer Benno Möhlmann mächtige sechs Siege benötigt, um am Ende der Saison über dem Strich und über den drei letzten Teams stehen zu können.

Nach der bitteren 0:1-Niederlage beim 1. FC Magdeburg spitzt sich die prekäre Lage noch ein Stückchen zu – als ob das nicht schon sowieso brandgefährlich wäre. Und jetzt, am Dienstag, steht ein Schlüsselspiel gegen den punktgleichen FSV Frankfurt an. Die Hatz um den Ligaerhalt wird immer schneller, hektischer, brutaler, verzweifelter. Ein Sieg muss her, ein Sieg muss her. Wie das erreicht wird? Egal. Ein Sieg muss her im ersten von zwölf Abstiegs-Endspielen.

1. FC Magdeburg - SC Preußen Münster - die Einzelkritik

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  • Spielernoten_960x640mm_image_1024_width_image_1024_width_image_1024_width Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torwart Max Schulze Niehues, Note 3, hatte gar nicht mal so viel zu halten und machte das sehr ordentlich. War chancenlos beim exzellent geschossenem Elfmeter von Richard Weil.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Stephane Tritz, Note 4,5, lieferte eigentlich eine solide Partie in der Defensive ab, setzte keine Impulse nach vorn und entschied aber die Partie mit einem überhasteten Einstieg im Strafraum. Trainer Möhlmann kritisierte ihn zwar nicht, aber mit etwas Vorsicht beim Franzosen wäre nichts passiert und Gegenspieler Tarek Chahed einfach aus dem Strafraum gedrängt worden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Lion Schweers, Note 3, beschränkte sich auf seine defensiven Aufgaben und war da immer auf der Höhe. Allerdings leistete sich der junge Abwehrmann bei der Spieleröffnung eine Reihe von Fehlpässen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Sebastian Mai, Note 2,5, war bis auf einen Wackler ein sicherer Chef im Abwehrzentrum, zeigte eine gute Partie mit vielen gewonnenen Zweikämpfen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Tobias Rühle, Note 3,5, in einigen Aktionen mit  Tempo und Spielwitz - um im gleichen Moment die Dinge falsch zu Ende zu spielen. Hätte der Matchwinner werden können, wurde es aber nicht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Sandrino Braun, Note 3, agierte nach einer gewissen Anlaufphase immer besser. Leistete sich vor der Pause einige Abspielfehler. Nach dem Wechsel deutlich besser in der Zentrale.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Danilo Wiebe, Note 3, war von Beginn an der Situation im Hexenkessel von Magdeburg gewachsen, taktisch und läuferisch wie immer gut, in Sachen Passqualität kann er noch zulegen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Lennart Stoll, Note 3, war anfangs offenbar beeindruckt von der Kulisse, rechtfertigte im weiteren Spielverlauf seinen Einsatz, steigerte sich, zeigte sich kämpferisch und tauchte ab und an gefährlich vor dem FCM-Tor auf.

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  • Angreifer Martin Kobylanski, Note 4, setzte zu wenig Impulse im Offensivspiel als „hängende Spitze“, bemüht, aber mehr auch nicht.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Angreifer Adriano Grimaldi, Note 4, war lange Zeit der ärmste Kerl beim SCP, weil beim Mittelstürmer kaum mal ein brauchbarer Ball ankam. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Einwechselspieler Mirkan Aydin, keine Note, durfte dieses Mal nur in den letzten zehn Minuten für Kobylanski ran und brachte keinen frischen Wind in die Angriffe.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Einwechselspieler Tobias Warschewski, keine Note, hatte wie Aydin nur wenig Zeit als Ersatz für Lennart Stoll, etwas zu bewegen, blieb mit seinen Dribblings hängen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jeron Al-Hazaimeh, Note 3: Mit seinen Kollegen in der Viererkette hielt er den Laden weitgehend dicht. Gerade nach der Pause auch ab und an beteiligt am Offensivspiel mit ordentlichen Vorstößen. 

    Foto: Jürgen Peperhowe

„Wir haben“, sagte der 62-Jährige Möhlmann nach dem Ausflug nach Sachsen-Anhalt, „das notwendige Selbstbewusstsein, um die Lage zu meistern“. Tatsächlich war zumindest ein Punktgewinn vor 17 741 Zuschauern möglich gewesen, hätte nicht Stephane Tritz Gegenspieler Tarek Chahed ungeschickt im Strafraum zu Fall gebracht. Den notwendigen Strafstoß verwandelte Richard Weil zum Endstand nach 67 Minuten. Die Preußen unterstrichen damit ungewollt ihre Rolle als Punktelieferant bei Gastspielen, kein Drittligist holte auswärts weniger Zähler.

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Fatale Durststrecke

Also, der Start in die englische Woche floppte. Stattdessen ist der SCP nun am Dienstag im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt verdammt zu gewinnen und muss drei Tage später im Auswärtsspiel bei Werder Bremen II den „Fluch der Fremde“ beenden. Die Zeit rennt, und nur Punkte, besser noch Siege, helfen weiter. Seit dem ersten Spieltag hängt der Club nun im Tabellenkeller fest, praktisch beim letzten Auftritt im Herbst 2015 in Magdeburg (0:3) begann die bis heute dauernde fatale Durststrecke. Mittlerweile schwebt der Abstieg in die Regionalliga wie ein Damoklesschwert über dem Club.

Was gibt Hoffnung? Ein bisschen die Heimstärke der letzten Monate. Aber auch, dass in Magdeburg der Ausfall der zentralen Mittelfeldachse mit Michele Rizzi und Benjamin Schwarz (beide gesperrt) kompensiert werden konnte. Danilo Wiebe und Sandrino Braun machten ihre zentralen Hausaufgaben ordentlich. Überhaupt zeigte die Defensive um Lion Schweers und Sebastian Mai, dass sie Druck aushalten kann. Auch das: Keiner ließ sich hängen, keiner lief total neben der Spur.

Was fehlt? Es bleibt dabei, dass in der Offensive zu wenig aus Ballbesitz und Kontern gemacht wird. Guten Ansätzen folgt zu oft mangelhafte Fortführung. Gerade das wollte die Sportliche Leitung mit den drei Wintertransfers ausbügeln, es klappt noch zu selten. Neuer Anlauf am Dienstag, ab 19 Uhr, der FSV Frankfurt kommt da doch gerade recht, oder?

26. Spieltag: 1. FC Magdeburg - SC Preußen Münster

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  • Elfmeter für den 1. FC Magdeburg zum 1:0. Zugleich auch der Endstand.

    Elfmeter für den 1. FC Magdeburg zum 1:0. Zugleich auch der Endstand.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Al-Hazaimeh und Sandrino Braun mit Marius Sowislo.

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  • Benno Möhlmann schmeckt die Niederlage in Magdeburg überhaupt nicht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ala Hazaimeh und Sandrino Braun

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  • Diskussion nach dem Spiel: Schulze Niehues, Al-Hazaimeh und Grimaldi

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  • Nachdenklich: Benno Möhlmann wird sich für das kommende Spiel etwas einfallen lassen müssen.

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  • Schulze Niehues, Al-Hazaimeh und Grimaldi.

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  • Rühle wirkt ratlos.

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  • Benno Möhlmann nach der Auswärtsniederlage gegen Magdeburg.

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  • Schulze Niehues, Al-Hazaimeh und Grimaldi

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  • Redebedarf nach dem Spiel: Schulze Niehues, Al-Hazaimeh und Grimaldi.

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  • Laprevotte gegen Braun.

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  • Sowislo gegen Tritz.

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  • Grimaldi im Laufduell mit Richard Weil.

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  • Unzufrieden: Preußens-Trainer Benno Möhlmann.

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  • Kobylanski vor Laprevotte am Ball.

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  • Grimaldi gegen Nico Hamann und Laprevotte.

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  • Kopfballduell: Rühle gegen Michel Niemeyer.

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  • Grimaldi gegen Laprevotte.

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  • Sowislo gegen Braun.

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  • Schweers klärt vor Beck.

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  • Rühle gegen Michel Niemeyer und Laprevotte.

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  • Grimaldi gegen Richard Weil.

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  • Rühle gegen Michel Niemeyer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
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