Fußball: 3. Liga
Münster bleibt auf dem Abstiegsplatz

Münster -

Ein Pünktchen ist derzeit nicht die Ausbeute, die den Preußen im Abstiegskampf weiterhilft, dennoch durften die Münsteraner nach 90 wenig sehenswerten Minuten gegen den Halleschen FC irgendwie mit dem 1:1 zufrieden sein.

Samstag, 04.03.2017, 16:03 Uhr

Fußball: 3. Liga : Münster bleibt auf dem Abstiegsplatz
Konsterniert nach dem Ausgleich: Schulze Niehues, Mai, Rizzi und Aydin. Foto: Jürgen Peperhowe

Nicht Fleisch, nicht Fisch, das klingt nach dem Speiseplan für die Fastenzeit, ist aber auch ein passendes Fazit für das 1:1 (0:0) des SC Preußen Münster gegen den Halleschen FC. 6151 Zuschauer sahen im Preußenstadion kein gutes, am Ende aber durchaus spannendes Drittligaspiel mit den Treffern von Danilo Wiebe (58.) für die Preußen und den postwendenden Ausgleich durch Halles Martin Röser (60.).

Dabei musste die Mannschaft von Preußen-Trainer Benno Möhlmann eine gute Stunde lang in Unterzahl spielen, weil Benjamin Schwarz nach 29 Minuten seine fünfte Rote Karte im Preußen-Dress sah. Unter dem Strich blieb ein Punkt für beide Teams, der den Preußen allerdings nicht aus der Abstiegszone hinaushilft.

Saison 2016/17 - 25. Spieltag: Preußen Münster - Hallescher FC

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  • Torjubel Wiebe

    Torjubel Wiebe

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mit der Punkteteilung sichtlich nicht zufrieden: Benno Möhlmann.

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  • Rico Schmitt vom Halleschen FC

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  • Tritz und Rühle sind nach dem 1:1 nicht zufrieden.

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  • Preußen-Trainer Benno Möhlmann gibt an der Außenlinie alles.

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  • Schulze Niehues gegen Benjamin Pintol

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  • Ex-Preußen-Trainer Pavel Dotchev ist im Stadion.

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  • Rühle ist unzufrieden.

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  • Wiebe schießt in der 58. Minute das 1:0 für den SCP.

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  • Konsterniert nach dem Gegentor: Schulze Niehues, Mai, Rizzi und Aydin.

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  • Al-Hazaimeh und Wiebe

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  • Torjubel nach der zwischenzeitigen Führung.

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  • Schulze Niehues gegen Benjamin Pintol

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  • Wiebe lässst Barnofsky aussteigen und vollendete zum 1:0 für die dezimierten Münsteraner (58.)

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  • Rote Karte für Schwarz durch Schiri Tobias Stieler.

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  • Freistoß durch Martin Röser: In der Mauer stehen Wiebe, Aydin, Mai, Al-Hazaimeh und Rizzi.

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  • Grimaldi kommt vor Torwart Fabian Bredlow an den Ball.

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  • Kopfballduell zwischen Rizzi und Fenell.

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  • Freistoß von Fabian Baumgärtel gegen Schwarz, Aydin, Warschewski,Al-Hazaimeh und Rizzi.

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  • Freistoß durch Martin Röser - Schulze Niehues pariert.

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  • Rote Karte für Benjamin Schwarz.

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  • Duell: Rühle gegen Sascha Pfeffer.

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  • Schiedsrichter Stieler zeigt Benjamin Stieler nach seinem rustikalen Einstieg die rote Karte.

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  • Grimaldi beim Kopfball gegen Max Bamofsky.

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  • Freistoß durch Martin Röser gegen Wiebe, Aydin, Mai, Al-Hazaimeh und Rizzi.

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„Ich glaube Münster kann zufrieden sein mit dem Punkt und wir fahren auch nicht unzufrieden nach Hause", urteilte Gästetrainer Rico Schmitt. Preußen-Trainer Benno Möhlmann sah es ähnlich, haderte aber mit einer möglicherweise spielentscheidenden Fehlentscheidungdes Unparteiischen, der einem Treffer von Tobias Warschewski nach vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. "Und auch bei der Situation mit Benny Schwarz hätte man die Rote Karte auch mal stecken lassen können."

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Abseits-Tor von Warschewski

Benno Möhlmann hatte erstmals in diesem Kalenderjahr seinen frisch gebackenen U19-Nationalspieler Tobias Warschewski in der ersten Elf aufs Feld geschickt. Von Sonntag bis Mittwoch wird der 19-Jährige unter Leitung der DFB-Trainer Frank Kramer und Hanno Balitsch im hessischen Grünberg einen Kaderlehrgang im Nationaltrikot absolvieren.

SC Preußen Münster - Hallescher FC - die Einzelkritik

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  • Spielernoten_960x640mm_image_1024_width_image_1024_width Foto: Jürgen Peperhowe
  • Max Schulze Niehues: Wenig gefordert gegen harmlose Hallenser. Beim Freistoß von Martin Röser mit einer Glanzparade (44.). Nach der Pause kleinere Unsicherheiten in der Strafraumbeherrschung. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stéphane Tritz: Der Franzose ließ über seine rechte Seite mal so gar nichts anbrennen. Bis auf eine verunglückte Flanke vor der Pause aber auch kaum Offensivakzente. Wie gewohnt mit gutem Stellungsspiel und zweikampfstark. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lion Schweers: In der Luft mit gutem Timing, im Zweikampf fast immer passend zur Stelle. Dafür dass der SCP 55 Minuten in Unterzahl bestreiten musste, kam der HFC zu wenigen Chancen. Auch sein Verdienst. Note: 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sebastian Mai: Das Aufbauspiel lag zumeist in seinen Händen, Schweers hielt sich da zurück. Es waren auch Fehlpässe dabei, doch im Großen und Ganzen ein sehr stabiler Auftritt. Seinem Widerpart Benjamin Pintol gestattete er nicht eine Szene, auf dessen Provokation ging er auch nicht ein. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jeron Al-Hazaimeh: Vor der Pause zwar aktiv im Vorwärtsgang, aber doch ein großer Unsicherheitsfaktor, wenn Halle angriff. Nach dem Wechsel steigerte er sich ein wenig und trug zu einer ordentlichen Deckung bei. Note: 4

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Rühle: In der ersten Hälfte nahezu unsichtbar, abgesehen von den üblichen Fouls, die er zieht. Dann aber drehte der Rechtsfuß auf, gewann Zweikämpfe, verteilte Bälle und leitete das 1:0 durch Danilo Wiebe mit einer Energieleistung ein. Baute am Ende wieder leicht ab. Note: 3,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michele Rizzi: Lief vor der Pause manchmal neben der Musik her, auch vor dem Schwarz-Platzverweis. Nach dem Seitenwechsel raffte sich der Ex-Aspacher kampfeslustig auf und warf sich in viele Duelle, ehe er in der Schlussphase wieder alte Muster mit mehreren Ballverlusten zuließ. Note: 3,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz: Nach knapp 36 eher unauffälligen Minuten war Schluss. Er bügelte die Sorglosigkeit seiner Nebenleute in der Szene zu resolut aus. Rot für das Foul an Sascha Pfeffer war sehr hart, aber vertretbar. Note: 4

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mirkan Aydin: Das war nicht sein Tag. Die Ablage auf Tobias Warschewski war zwar ideal, doch das Tor zählte fälschlicherweise nicht. Ansonsten kaum involviert ins Geschehen. Beim 1:1 klärte er dann mehr als unzureichend in die Beine von Martin Röser. Da wurde ihm die Defensivtreue zum Verhängnis. Note: 4,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Warschewski: Kurzer Arbeitstag. Dazu ein unglücklicher. Sein Tor nach Rizzi-Freistoß und Aydin-Ablage zählte nicht - eine Fehlentscheidung. Nach dem Schwarz-Platzverweis musste er dem defensiven Danilo Wiebe weichen. Note: 3,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Adriano Grimaldi: Führte eine Vielzahl von Zweikämpfen gegen die langen HFC-Verteidiger, die auch noch Tempo mitbrachten. Da konnte der Kapitän nicht immer gut aussehen und verlor auch viele Bälle. Aber er warf sich stets rein. In der Nachspielzeit hatte er das 2:1 vor Augen, doch es fehlten Kraft und Handlungsschnelligkeit. Note: 3,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Danilo Wiebe: Er kam kurz vor der Pause für Warschewski und sollte für Absicherung, Stabilität und Ballsicherheit sorgen. Das klappte ganz gut, doch noch besser gelang sein Vorstoß in der 58. Minute, als er nach Rühles Vorarbeit technisch einwandfrei die Ruhe behielt, zwei Gegner ausstiegen ließ und das 1:0 machte. Note: 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lennart Stoll: Kurzeinsatz für Aydin. In der 83. Minute gekommen, in der 85. der erste Abschluss. Keine Note

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Christian Müller: Durfte wenige Moment für Rühle ran. Konnte sich dabei nicht positiv in Szene setzen. Keine Note

    Foto: Jürgen Peperhowe

Am Samstag war für den Youngster noch einmal der Preußen-Adler angesagt. Und das vorweg: Es war ein kurzes Spiel für Warschewski, das er aber noch lange in Erinnerung behalten dürfte. Nach 20 Minuten steckte er seinen Fuß in den Kopfball von Mirka Aydin und drückte den Ball über die Torlinie. Schiedsrichter Tobias Stieler entschied auf Abseits. Eine Entscheidung, die einer genaueren Überprüfung allerdings nicht standhielt: Alles war in Ordnung bei dieser Situation - bis auf das Zusammenspiel von Linien- und Schiedsrichter. 

Freude währte nur zwei Minuten

Allerdings lag es nicht an dieser Situation, dass Warschewski nur 19 Minuten später vorzeitig das Feld räumen musste. Benjamin Schwarz fällte auf Höhe der Mittellinie Halles Sascha Pfeffer und sah Rot von Schiedsrichter Tobias Stieler. Auch in dieser Situation war Benno Möhlmann nicht auf einer Wellenlänge mit dem Unparteiischen, reagieren musste er dennoch. Opfer der Umbauarbeiten war eben Warschewski, der Platz für Danilo Wiebe machte.

Eigentlich sollte Wiebe den Ausfall von Schwarz kompensieren, aber als sich die Gelegenheit bot, übernahm der Defensivmann kurzerhand auch die Rolle seines ausgewechselten Stürmer-Kollegen. Nach 58 Minuten schloss Wiebe einen Konter über Martin Rühle eiskalt zur überraschenden Preußen-Führung ab.  Doch die Freude währte exakt zwei Minuten, bis Halles Martin Röser nach einer komplett missglückten Abwehraktion von Mirkan Aydin im eigenen Strafraum frei zum Schuss kam und Preußen-Keeper Max Schulze Niehues aus 13 Metern keine Chance ließ. 

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In der Folge wurde die Partie zunehmend ruppig -- nur in den Strafräumen passierte wenig. Es blieb beim 1:1. Am kommenden Freitag sind die Preußen beim FC Magdeburg gefordert. Dann ohne Benjamin Schwarz und Michele Rizzi, der seine fünfte gelbe Karte sah. Auf der Sechser-Position wird es jetzt eng. Möhlmann nahm es mit Galgenhumor. "Dann muss es auch mal ohne Sechser gehen und wir spielen mit drei Achtern."

Preußen Münster : Schulze Niehues - Tritz, Mai, Schweers, Al-Hazaimeh - Aydin (83. Stoll), Rizzi, Schwarz, Rühle (87. Müller) - Warschewski (39. Wiebe) - Grimaldi

Hallescher FC: Bredlow - Brügmann, Kleineheismann, Barnofsky, Baumgärtel - Gjasula, Fennel - Ajani, Pfeffer (80. Aydemir), Röser (80. El-Helwe)- Pintol

Tore: 1:0 Wiebe (58.), 1:1 Röser (60.)

Rote Karte: Schwarz (37./grobes Foulspiel)

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