Futsal: Die Westfalenmeisterschaft in Greven
Cinderella-Story der SpVgg Langenhorst/Welbergen endet im Finale

Ochtrup -

In der Grevener Rönnehalle liefen die B-Jugend-Fußballerinnen der SpVgg Langenhorst/Welbergen zur Topform auf. Nach Überraschungssiegen gegen mehrere höherklassige Teams standen die Ochtruperinnen im Finale Arminia Ibbenbüren gegenüber. Erst dort endete die Cinderella-Story der Schwarz-Gelben.

Montag, 11.02.2019, 12:50 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 12:52 Uhr
Die B-Mädchen der SpVgg Langenhorst/Welbergen sorgten in Greven für eine Überraschung nach der anderen. Erst im Finale wurde der Siegeszug der Ochtruperinnen gestoppt. Foto: SpVgg

Schwarz und Gelb sind in diesem Winter die Erfolgsfarben. Die Borussen aus Dortmund blieben diesen Beweis in den vergangenen Tagen zwar ein wenig schuldig, dafür sprangen am Sonntag andere Schwarz-Gelbe in die Bresche: die B-Jugend-Fußballerinnen der SpVgg Langenhorst/Welbergen. Bei der Hallenwestfalenmeisterschaft in Greven überraschten die Ochtruperinnen mit dem zweiten Platz.

„Damit haben wir nie gerechnet, einfach unglaublich“, schwärmte Trainer Bo­tho Preuß von dem Siegeszug seiner Truppe. Der begann, wie es nicht besser hätte sein können – mit einem Sieg gegen den Bundesligisten FSV Gütersloh. Clara Homölle erzielte beim 1:0-Sieg das Goldene Tor. „Danach hat sich die Mannschaft in einen Rausch gespielt“, rekapitulierte Preuß. Das 1:0 gegen die JSG Cobberode aus dem Sauerland (Tor: Clara Bos ) war noch eher glanzlos, doch die Erfolge gegen die Westfalenligisten Delbrücker SC und SpVg Oelde hatten es in sich.

Beim 3:0 gegen Delbrück gelang Bos die Führung, die Homölle mit einem Doppelpack ausbaute. Dass die SpVgg-Mädchen drauf und dran waren, eine Cinderella-Story zu schreiben, sprach sich in Langenhorst und Welbergen herum. Im Verlauf des Tages kamen immer mehr Eltern und Freunde nach Greven, um sie von der Tribüne aus anzufeuern.

Das zeigte Wirkung, denn gegen Oelde geriet der Bezirksligist zum ersten Mal in Rückstand. Doch das steckten die Ochtruperinnen auch dank der Unterstützung ihrer Fans bestens weg: Francis Brinkschmidt und Homölle wandelten das 0:1 in einem 2:1-Sieg um. Ein Punkt im letzten Gruppenspiel gegen die JSG Heeren/Kamen hätte schon zum Finaleinzug gereicht, doch die Töpferstädterinnen wollten sich nicht mit weniger als einem 2:0 zufrieden geben.

„Ich hatte ja gesagt, dass wir jede Menge Glück benötigen würden, um weiterzukommen. Doch Glück war nicht im Spiel, die Mädels haben sich ihren Erfolg erarbeitet. Der Finaleinzug war absolut verdient“, zog Preuß vor dem Finale ein Zwischenfazit.

Dort wartete mit der DJK Arminia Ibbenbüren kein Geringerer als der Tabellenführer der Regionalliga. Der Außenseiter hielt lange ordentlich mit, doch für ein weiteres Märchen fehlte die fußballerische Fantasie. Ibbenbüren spielte seine Klasse aus und gewann mit 2:0.

Mit dem Erfolg in Greven hat sich der SpVgg-Nachwuchs für die Westdeutsche Meisterschaft qualifiziert, die am 23. und 24. Februar ausgetragen wird. Gespielt wird dort – genau wie in Greven – nach Futsal-Regeln.

Für den Terminplan der Langenhorsterinnen hat das allerdings eine Konsequenz, denn an jenem Wochenende sollte eigentlich das Zweitrundenspiel im Westfalenpokal beim Herzebrocker SV ausgetragen werden. „Das muss jetzt wohl verlegt werden, wir können uns ja nicht teilen“, so Preuß.

Zum Kader in Greven gehörten: Rike Lauen, Louisa Huke, Clara Homölle, Clara Bos, Melina Arntzen, Saskia Koers, Jouline Kock, Nelly Holtmannspötter, Francis Brinkschmidt, Nora Nagelsmann, Antonia Berkenharn und Annika Hundeloh. Trainer waren Botho Preuß und Hermann Homölle.

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