Fußball: Bezirksliga
Brüggemeyer ist da – SV Burgsteinfurt geht in die Vollen

Burgsteinfurt -

Seit Freitagabend ist der Deal in trockenen Tüchern: Mit der Verpflichtung des langjährigen Oberligaspielers Philipp Brüggemeyer setzt der SV Burgsteinfurt ein deutlich vernehmbares Signal an die Konkurrenz. Das wurde auch bei der offiziellen Vorstellung des Spielers deutlich.

Freitag, 25.01.2019, 18:44 Uhr aktualisiert: 27.01.2019, 17:12 Uhr
Große Freude: SVB-Neuzugang Philipp Brüggemeyer (2. von re.) präsentiert im Beisein von Bernhard Lefert (2. Vorsitzender), Trainer Christoph Klein-Reesink und Jerry Omerovic sein künftiges Trikot. Foto: Heiner Gerull

Wie heißt es doch so schön? Beziehungen sind das halbe Leben. In Sportler-, speziell Fußballerkreisen gilt das in besonderem Maße. Christoph Klein-Reesink lernte Philipp Brüggemeyer kennen, als dieser als „junger Spund“ im Jahr 2008 beim damaligen Oberligisten FC Eintracht Rheine anheuerte. In diesen Tagen, als Trainer des SV Burgsteinfurt , erinnerte sich Klein-Reesink an die frühere Begegnung und machte Brüggemeyer – als sich die Chance ergab – einen Wechsel zum heimischen Fußball-Bezirksligisten schmackhaft.

Es ist wahrlich ein „Transfer-Hammer“, mit dem die Burgsteinfurter zu Beginn des Jahres aufwarten. Außergewöhnlich ist er schon deshalb, weil sich mit Brüggemeyer ein Spieler dem SVB anschließt, der noch im Dezember als Stammkraft des FC Eintracht Rheine drei Spielklassen höher in der Oberliga unterwegs war. „Ich glaube, ich war der Erste, der zu Philipp Kontakt aufgenommen hat“, sagt Klein-Reesink. Den heißen Draht zu seinem Ex-Club und seinen ehemaligen Mitspielern hat der SVB-Coach in all den Jahren nach seinem Abschied nie verloren.

Das zahlte sich wieder einmal aus. Am Freitagabend präsentierte sich Winterneuzugang Brüggemeyer mit dem gelben SVB-Trikot bei der offiziellen Vorstellung im „Steakhouse Sarajevo“. Die Rückennummer fehlte zwar noch, aber das Jersey hielt er fest in der Hand, womit auch nach außen hin sichtbar wurde: Seit gestern ist der 30-Jährige ein Spieler der Gelb-Roten. Die Vereinbarung gilt vorläufig für die nächsten Monate bis zum Saisonende. „Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn Philipp länger bliebe“, flachste Klein-Reesink, der sicherlich gerne beim Wort nehmen ließe.

„Über Philipps Qualität braucht man keine Worte zu verlieren. Er bringt eine Erfahrung mit, die kein anderer von uns hat“, strich der Coach die Fertigkeiten heraus. Brüggemeyer ist klassischer Innenverteidiger und soll beim SVB nicht nur seine sportlichen Fähigkeiten einbringen, sondern auch „vorangehen und die Mannschaft führen“, wie Klein-Reesink sagt.

Der Abwehrspieler gab zu erkennen, dass er sich dieser neuen Herausforderung nur allzu gerne stellt. Nachdem sein Vertrag beim FCE in den turbulenten Tagen kurz vor Weihnachten aufgelöst worden war, habe es einige Anfragen gegeben. Dass er sich für den SV Burgsteinfurt entschieden habe, dafür seien in erster Linie private Faktoren ausschlaggebend gewesen.

Brüggemeyer befindet sich in der Endphase seines Lehramtsstudiums in den Fächern Sport, Ernährung und Hauswirtschaft. Da er zudem an seinem Wohnort Rheine im Rahmen eines Praktikums an einer Schule tätig ist, kam für ihn ohnehin nur ein Verein in der unmittelbaren Umgebung infrage. Und schließlich gab es ja auch noch den Kontakt zu Klein-Reesink. „Der SV Burgsteinfurt ist nicht irgendein Verein, sondern ein Club, der Ambitionen hat. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass sie in Erfüllung gehen.“

Die Freigabe des FC Eintracht Rheine liegt vor. Jetzt müssen nur noch die Angelegenheiten auf der Passstelle des Westdeutschen Fußballverbandes in Duisburg erledigt werden, dann steht einem Einsatz Brüggemeyers nichts mehr im Wege.

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