Fußball: 3. Liga
Preußen-Kapitän Julian Schauerte bewahrt die Ruhe

Münster -

Julian Schauerte ist Kapitän des SC Preußen Münster – und das ist nicht immer ein Traumjob. Aktuell ist die Binde eher Bürde denn Vergnügen. Dennoch stellt sich der 31-Jährige auch in schlechte(re)n Zeiten bereitwillig den Fragen – und hat Antworten, die seinem Team auf dem Platz derzeit fehlen.

Donnerstag, 19.09.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 19.09.2019, 23:30 Uhr
Julian Schauerte ist in seiner ersten Saison beim SCP gleich auch als Krisenmanager gefragt. Foto: Jürgen Peperhowe

In der Kabine nebenan treffen sich gerade die Kollegen und bereiten sich auf die Trainingseinheit vor. Hat sich die Stimmung in den vergangenen Wochen spürbar verschlechtert?

Schauerte: Wir können die Tabelle natürlich alle lesen. Und die letzten Spiele waren von den Ergebnissen nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen ist die Stimmung jetzt nicht schlecht oder zieht uns runter. Aber dass wir mit der Situation nicht zufrieden sind und dass wir da schnellstmöglich raus wollen, ist doch klar.

In wie weit ist jetzt der Kapitän gefordert, auch als Seelsorger auf oder vielleicht sogar neben dem Platz?

Schauerte: Ich als Kapitän oder die älteren Spieler allgemein, wie Ole Kittner, Simon Scherder oder Kevin Rodrigues Pires, versuchen Hilfestellung zu leisten, wenn da was nötig ist.

Die Fußballbegeisterung in Münster ist ein sensibles Pflänzchen, braucht viel Sonne und Wärme. Spüren Sie persönlich, wie die Stimmung abkühlt und sich auch auf die ohnehin überschaubaren Zuschauerzahlen niederschlägt?

Schauerte: Man nimmt es nebenher ein bisschen wahr. Dass die Stimmung nach der Niederlage gegen Köln nicht die Beste war, ist klar. Aber wir müssen uns das ankreiden lassen und uns der Kritik stellen. Die Ergebnisse können nur wir beeinflussen. Da müssen wir uns selber rausziehen – und kriegen dann hoffentlich weiterhin die Unterstützung der Fans.

Jetzt geht es nach Halle und gegen den Spitzenreiter – kann die Mannschaft als klarer Außenseiter befreiter aufspielen?

Schauerte: Wir machen uns weniger Gedanken darum, wer wo steht. In dieser Liga ist jeder Gegner schwer zu bespielen. Natürlich hat Halle jetzt Selbstvertrauen durch die Siege und die Tabellensituation. Aber wir müssen unseren Plan durchziehen. Wir wollen natürlich da was mitnehmen.

Scherder ist Westfale und ruht grundsätzlich in sich selbst. Am Samstag hat er sich aus dem Spiel gemeckert und fehlt in Halle. Ein Aussetzer, oder das überfällige Signal, auf dem Platz mal ein bisschen mehr Lärm zu machen?

Schauerte: Ich glaube, das fehlt uns allgemein so ein bisschen, dass man auch mal dazwischen haut, wenn was nicht funktioniert. Da haben wir sicher noch Luft nach oben. Simon hat das mit dem Schiri nicht ganz so gut geregelt, aber das fehlt bei uns.

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