Fußball: Tribünengespräch
Borussia und VfL Wolbeck auf Wolke sieben

Münster -

Fußball kann auch schon mal schmerzhaft sein. Schiedsrichter Daniel Banken und Pascal Koopmann mussten aktuell diese Erfahrung machen. Eine weitaus positivere sammeln derweil Borussia Münster und der VfL Wolbeck in der Bezirksliga. Trotz Besonderheiten in Sachen Personal.

Montag, 02.09.2019, 15:16 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 15:54 Uhr
Wirkungstreffer: Daniel Banken wurde folgenschwer von Wacker-Spielerin Sarah Zinn getroffen. Gleich drei Zähne des Unparteiischen brachen ab. Immerhin leistete die Mecklenbecker Verursacherin umgehend erste Hilfe. Paula Weber (r.) mag gar nicht hinsehen. Foto: fotoideen.com

Das kann sich sehen lassen. Mit Borussia Münster und dem VfL Wolbeck – beide haben neun von zwölf möglichen Punkten – zählt ein münsterisches Duo zur Spitzengruppe der Fußball-Bezirksliga. Als Dritter und Vierter. „Wir wehren uns nicht“, strahlt Borussia-Trainer Yannick Bauer . Auch in den Augen von Alois Fetsch ist das Funkeln zu sehen. „Die Woche war überragend. Ich bin einfach stolz darauf, was die Jungs geleistet haben“, lobte der VfL-Coach.

Die Sportanlage an der Grevingstraße gleicht einer Festung. Nicht erst in dieser Spielzeit. Seit ziemlich genau zwei Jahren ist Borussia in Punktspielen auf eigenem Terrain ungeschlagen. Ganz gleich, ob auf Natur- oder Kunstrasen. Wenngleich das schmal zugeschnittene künstliche Grün schon einen Vorteil birgt. „Dafür müssen wir auswärts aber auch oft auf Naturrasen ran. Und der ist zudem oft größer“, relativiert Bauer.

Letzte Heimniederlage der Borussia liegt zwei Jahre zurück

Nichts zu korrigieren gibt es an der Heimbilanz. Am 7. September 2017, ein 1:3 gegen die Warendorfer SU II, kassierte sein Team die letze Heimniederlage. Übrigens auf Kunstrasen. In der Vorsaison gab der Aufsteiger daheim nicht einen Punkt ab, 2017/18 kassierte er zwei Remis und eben die letzte Schlappe für sehr lange Zeit.

Darauf lässt sich aufbauen. „Wir haben aber auch zweimal erst in der 90. Minute den Siegtreffer erzielt. Andernfalls wären es nur fünf Punkte geworden. Auch damit wären wir zufrieden“, grinst Bauer. Nicht ganz zufrieden war am Sonntag Pascal Koopmann . Schließlich war für ihn nach gut einer Stunde Dienstzeitende. Unfreiwillig und mit einer drei Zentimeter lange Platzwunde, die er sich schon vor der Pause eingehandelt, aber zunächst nicht gestoppt hatte. Immerhin suchte er am Abend noch das Krankenhaus auf. Ohne gravierenden Befund. Die Cut wurde geklebt. Ein Ausfall droht dem Schlüsselspieler nicht. Ohnehin gibt es keine personellen Sorgen. Selbst der gesperrte Roman Ueberfeld blieb aktiv, übernahm am Sonntag das Aufwärmen. In Kürze könnte sich zudem auch Tim Herrmann einreihen, der seinen Brasilien-Trip beendet hat.

Ich bin nicht unglücklich, dass man viermal wechseln darf

Alois Fetsch, Trainer VfL Wolbeck

Ein Schlüssel liegt also im Personal – genau wie in Wolbeck. Mit 31 Akteuren wurde er Kader bewusst üppig ausgestattet. 18 Spieler standen somit beim 3:1 in Albachten im Kader. „Ich bin nicht unglücklich, dass man nach der neuen Regel viermal wechseln darf“, gesteht Fetsch. Sieht ansonsten aber auch eine Herausforderung und permanenten Redebedarf. „Das wollten wir aber so und haben uns bewusst breiter aufgestellt“, klagt der Cheftrainer keinesfalls. Selbst im Trainerteam ist er breit besetzt. Als am Sonntag mit Robin Westhues (Magen-Darm-Probleme) und Florian Quabeck (Taufe) die beiden spielenden Assistenten ausfielen, stand immerhin mit Torwart-Trainer Karsten Markfort noch ein Partner zur Seite. Auch diese Ausfälle konnten kompensiert werden.

Letztlich nicht so glimpflich kam derweil Daniel Banken davon. Es lief die 15. Minute im Spiel der Frauen-Westfalenliga zwischen Wacker Mecklenbeck und Fortuna Freudenberg: Sarah Zinn wollte einen langen Ball aus der gegnerischen Hälfte klären. Doch mit ihrem Volleyschuss traf sie Schiedsrichter Banken schmerzhaft aus kurzer Distanz mitten im Gesicht.

Sarah Zinn fühlt dem Schiedsrichter auf den Zahn

Bitter für ihn: Drei seiner Zähne brachen bei dem Treffer ab. Nach einer kurzen Unterbrechung konnte der Referee das Spiel glücklicherweise weiter leiten. Wacker gewann mit 2:0 – und Banken hatte Glück im Unglück. Die „Übeltäterin“ Zinn besitzt zahnmedizinische Kenntnisse und konnte sofort erste Hilfe leisten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6895377?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Bisher keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung
 
Nachrichten-Ticker